Tutorial: WordPress Backup mit UpdraftPlus

Sobald Du Deine Website mit WordPress eingerichtet hast, sollte der nächste Punkt auf Deiner To-Do-Liste das Einrichten einer Backup-Lösung sein. Denn wenn Du Dich nicht um ein regelmäßiges Backup kümmerst, handelst Du grob fahrlässig. Außer natürlich, Du willst riskieren, im ungünstigsten Augenblick wichtige Daten zu verlieren.

Der Sinn eines Backups

Hand aufs Herz: Viele Seitenbetreiber kümmern sich nicht um ein Backup oder schieben es immer wieder auf, bis es zu spät ist. Manche verlassen sich auch auf die Sicherungen vom Serveranbieter, oder gehen davon aus, dass ihrer Seite schon nichts passieren wird.

Aber auch ohne Serverzusammenbrüche mit Datenverlust ist ein Backup unbedingt notwendig. Wenn Du Deine Website einmal auf einen anderen Server ziehen willst, brauchst Du eine Sicherung Deiner Daten. Ebenso in dem Fall, dass Du Codeänderungen durchführen willst, die Du ggf. wieder rückgängig machen können musst.

Sich dabei auf regelmäßige Backups des Serveranbieters zu verlassen, kann schnell nach hinten losgehen. Denn diese sind nicht unbedingt aktuell, so dass selbst bei der Wiederherstellung Deiner Website viele Daten verloren sein können. Alle wichtigen Grundlagen zum Thema findest du in unserem WordPress Backup Basisartikel.

Backup per Plugin: UpdraftPlus

Um die Sicherheit Deiner Website selbst in die Hand zu nehmen, installiere ein Plugin für regelmäßige Backups. Eine sehr gute Wahl dafür ist UpdraftPlus, das unter den kostenlosen Lösungen eine sehr gute Option ist, die wir selbst auch gerne nutzen. Es ist sehr einsteigerfreundlich gestaltet und bietet bereits in der kostenfreien Version eine Wiederherstellungs-Funktion. Letztere ist nur bei wenigen frei verfügbaren Plugins vorhanden.

Installation

Die Installation von UpdraftPlus verläuft wie bei anderen Plugins auch. Anschließend musst Du es noch aktivieren.

Grundeinstellungen

Dann gehst Du im Adminbereich über den Menüpunkt 'Einstellungen' -> 'UpdraftPlus Backups' zum Dashboard des Plugins und wählst hier rechts den Reiter 'Einstellungen' aus. In diesem Tab gibst Du an, in welchem Rhythmus das Plugin Backups Deiner Website erstellen und wie viele Backups aufgehoben werden sollen. Wähle dabei dieselben Angaben für das Backup der Dateien und das Backup der Datenbank. Wenn Du nicht täglich neue Inhalte veröffentlichst, ist ein wöchentliches Backup ausreichend.

Weiter unten gibst Du an, wo die Backups gesichert werden sollen. Möglich sind z. B. Dropbox, OneDrive oder Amazon S3. Bedenke dabei, dass manche Dienste wie OneDrive dafür allerdings den Kauf kostenpflichtiger Add-Ons nötig machen. Die Sicherung in dem verbreiteten Dienst Dropbox ist glücklicherweise bereits mit der kostenlosen Version möglich.

Anschließend musst Du Dropbox oder den Dienst authentifizieren, den Du zum Speichern Deiner Backups ausgewählt hast. Den Link dazu findest Du ebenfalls im Tab für die Plugin-Einstellungen. Erlaube den Zugriff von UpdraftPlus auf den entsprechenden Dienst.

Du kannst beinahe alle folgenden Einstellung so lassen, wie sie sind. Setze jedoch im Abschnitt "Zu Datei-Sicherung hinzufügen", einen Haken in jede Box. Wenn Du alle Einstellungen vorgenommen hast, sichere sie durch einen Klick auf den Button "Änderungen speichern" am Ende des Tabs.

Sicherung starten

Im Haupttab der Plugin-Einstellungen kannst Du nun direkt ein Backup durchführen. Hier findest Du auch das Datum des nächsten geplanten Backups.

Wiederherstellung: Backup zurückspielen

Um eine frühere Version Deiner Website wieder herzustellen, wähle in den Plugin-Einstellungen den Tab 'Existierende Sicherungen'. Hier werden Deine gespeicherten Backups aufgelistet. Neben jeder Sicherung findest Du einen 'Wiederherstellen'-Button, mit dem Du die Wiederherstellung schnell und einfach durchführen kannst.

Vorher wird abgefragt welche Elemente wiederhergestellt werden sollen.

Die Systemdateien von WordPress werden nicht im Backup von UpdraftPlus gesichert. Da diese jederzeit frei verfügbar sind, würden diese das Backup nur unnötig vergrößern.

Falls Du Deine WordPress Installation von Grund auf wiederherstellen musst, installierst Du zunächst einfach WordPress und anschließend das UpdraftPlus Plugin. Nachdem Du UpdraftPlus wieder mit dem Sicherungsdienst Deiner Wahl verbunden hast, kannst du alle restlichen Daten über die Wiederherstellungsfunktion des Plugins zurückspielen.

Rollback: alte Plugin- und Themeversionen installieren

Damit Deine WordPress-Website einwandfrei funktioniert, sollten Deine Themes und Plugins grundsätzlich stets auf dem neuesten Stand sein. Allerdings kann es mitunter genau dadurch zu Problemen kommen. Die neue Version eines Plugins oder Themes ist mit anderen ggf. nicht kompatibel oder enthält einen eigenen Fehler. Dann ist es ratsam, das letzte Update wieder rückgängig zu machen und mit dem erneuten Update eine Weile zu warten. Das Zurücksetzen auf frühere Versionen kannst Du entweder manuell oder mithilfe eines Plugins angehen.

Update rückgängig machen oder nicht?

Nur, wenn Deine Themes und Plugins aktuell sind, ist Deine Website auch sicher und kann richtig funktionieren. Die Entscheidung, ein Update rückgängig zu machen, solltest Du deshalb nur treffen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Gründe für die Rücknahme eines Updates sind z. B., dass ein Plugin oder Theme nach einem Update nicht mehr funktioniert oder Probleme verursacht. Manchmal betrifft dies Funktionen Deiner Seite, auf die Du nicht verzichten willst. Dies kann auch Auswirkungen auf scheinbar nicht damit zusammenhängende Bereiche Deiner Seite haben. Hast Du mehrere Plugins oder Themes zeitgleich geupdatet, hilft es, die Ursache für Probleme zu finden, wenn Du sie einzelnen wieder auf eine frühere Version zurücksetzt. Ehe Du Updates zurücknimmst, fertige auf jeden Fall auch ein Backup an, um auf der sicheren Seite zu sein. Wenn Du ein Update zurücksetzt, suche ggf. zeitnah nach einer Alternative, um Dich nicht auf veraltete Programmierungen verlassen zu müssen. Eine Überlegung könnte auch sein, ob Du ggf. eine Zeit lang auf das problematische Plugin verzichten kannst.

Updates lassen sich manuell in Handarbeit oder deutlich einfacher mit Hilfe eines Plugins zurücknehmen.

Updates manuell zurücknehmen

Wenn Du die Zahl der Plugins auf Deiner Seite so gering wie möglich halten willst, kannst Du Updates von Plugins und Themes manuell zurücknehmen, statt ein eigenes Plugin dafür zu nutzen. Dies ist allerdings ein wenig umständlicher. Besuche dafür das WordPress Plugin Verzeichnis oder das WordPress-Theme-Verzeichnis.

Alte Pluginversion herunterladen

Im Pluginverzeichnis suchst Du das entsprechende Plugin, welches Du zurücksetzen willst. Auf der rechten Seite der Beschreibung findest Du den Schriftzug "Erweiterte Ansicht" (englisch "Advanced View").

Dieser Link führt Dich zu einer Seite, wo Du einen genaueren Einblick in die Statistik des Plugins oder Themes erhältst. Am Ende der Seite hast Du die Möglichkeit, über ein Dropdown-Menü ältere Versionen herunterzuladen. Nach dem Download lädst Du es mithilfe Deines FTP-Programms oder über die Upload-Funktion von WordPress hoch.

Alte Themeversion herunterladen

Bei den Themes ist es noch etwas komplizierter, da es keine entsprechende direkte Funktion zum Herunterladen gibt. Du besuchst die Themeseite im Verzeichnis und dort wird oben rechts der Download des Themes angeboten. Du kopierst Dir aber nur den Downloadlink. Z.B. für das Theme Twenty Seventeen lautet dieser zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels:

https://downloads.wordpress.org/theme/twentyseventeen.1.3.zip

Diesen merken wir uns einfach indem wir ihn in einem Text Editor kopieren.

Rechts in der Sidebar gibt es unten den Abschnitt "Im Code stöbern" (englisch "Browse the Code") und dort den Link "Entwicklungsprotokoll" (englisch "Development Log"). Dieser führt in einer Versionsübersicht des Themes. Dort lassen sich in der Spalte "Log Message" die vorherigen Versionsnummern des Themes erkennen.

Um nun eine dieser früheren Versionen herunterzuladen passt man einfach den Link im Text Editor an. Willst Du beispielsweise die Version 1.1 des Twenty Seventeen Themes herunterladen, passt Du den Link folgendermaßen an:

https://downloads.wordpress.org/theme/twentyseventeen.1.1.zip

Diesen Link kopierst Du in Deinen Browser und kannst so die alte Themeversion herunterladen und wie üblich installieren.

Updates mithilfe eines Plugins zurücknehmen

Der manuelle Weg ist recht zeitaufwendig; insbesondere wenn Du mehr als ein Plugin oder Theme auf eine frühere Version zurücksetzen willst. Abhilfe schafft das WP Rollback Plugin, welches den oben beschriebenen Aufwand für Dich übernimmt. Die Anwendung ist einfach gestaltet. Nach der Installation und Aktivierung wählst Du in Deinem Dashboard das entsprechende Plugin oder Theme aus. Durch das Plugin wurde ein neuer Button mit der Beschriftung "Rollback" hinzugefügt. Allerdings funktioniert WP Rollback nur für Plugins und Themes, die von WordPress.org stammen.

Ist dies für Deine Seite nicht der Fall, musst Du das Zurücksetzen über den manuellen Weg durchführen. Falls Du Premium Themes und Plugins einsetzt, findest Du auf der Homepage der Entwickler meist auch Möglichkeiten frühere Versionen herunterzuladen. Ansonsten einfach den Support anschreiben.

Wenn Du mehrere Versionen zurückspringen willst, ist es ratsam, dennoch immer nur ein Update rückgängig zu machen und Dich langsam vorzutasten. Auf diese Weise vermeidest Du weitere Probleme.

Wenn Dir WP Rollback nicht ausreicht und Du bereit bist tiefer in die Materie einzusteigen, kann VersionPress eine passende Alternative für Dich sein. In seinen Funktionen ist es deutlich umfangreicher, dadurch aber auch wesentlich anspruchsvoller in der Anwendung.

WordPress Themes: Technische Grundlagen

Schon in den ersten Sekunden muss die Oberfläche einer Webseite den Besucher überzeugen - denn die meisten Nutzer verweilen weniger als zwanzig Sekunden auf einer neuen Internetseite. Damit Deine WordPress-Seite überzeugt, benötigst Du ein aussagekräftiges Theme, das ein modernes Design besitzt und Dir verschiedene technische Möglichkeiten bietet.

Theme-Verzeichnis

Einen Überblick über alle kostenfrei über WordPress herunterladbaren Themes erhältst Du im Theme-Verzeichnis. Im Administrationsbereich Deiner Webseite findest Du unter dem Menüpunkt "Design" oben den Button "Hinzufügen", der auf eine Seite führt mit der Möglichkeit aus allen Themes des WordPress Theme-Verzeichnis auszuwählen oder alternativ über den Button "Theme hochladen" eine eigene Themedatei zu installieren.

Lass Dir bei der Auswahl ruhig Zeit — Du kannst auch mehrere Themes ausprobieren, bis Du das richtige gefunden hast. Die kostenlosen Optionen sind für Anfänger deshalb besonders gut geeignet. Falls Du noch Tipps zur Auswahl Deines Themes benötigst, findest du alles Wichtige in unserem Artikel "Mit 7 Fragen zum richtigen WordPress Theme".

Sobald Du Dich für ein Theme entschieden hast, erstellt WordPress ein eigenes Theme-Unterverzeichnis auf dem Server. Wenn Du Deine Webseite mithilfe eines FTP-Clients verwaltest, findest Du das neue Themeverzeichnis im Ordner wp-content/themes/.

Kleine Anpassungen ohne Vorkenntnisse

Wer nur geringfügige Änderungen am WordPress-Theme vornehmen möchte, benötigt dazu keine Programmierkenntnisse. Mit dem Designmodifikator (englisch "Customizer") kannst Du viele Modifikationen vornehmen. Welche Optionen dabei zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen Theme ab. Du möchtest einen persönlichen Header oder einen individuellen Hintergrund für Deine Webseite? Mit dem Designmodifikator ist das meist kein Problem.

Darüber hinaus lässt sich eine WordPress-Seite mithilfe von Widgets individualisieren. Nach dem Baukastenprinzip kannst Du Dir genau die Widgets zusammensuchen, die zu Deiner Internetseite passen und die Seitenleiste oder den Footer sinnvoll nutzen. Mit einem Kalender kannst Du beispielsweise Deine Besucher auf bevorstehende Events hinweisen und mit einem Bild-Widget kannst Du Deine schönsten Fotos zur Schau stellen.

Der Theme-Editor und seine Dateien

Für noch mehr Individualität ist ein Blick in den Code erforderlich. Dazu rufst Du im Administrationsbereich "Design" und dort den Punkt "Editor" auf. Du siehst nun den Theme-Editor. Oben rechts kannst Du mithilfe eines Dropdown-Menüs auswählen, welches Theme Du bearbeitest. Direkt darunter sind die einzelnen Dateien zu sehen, die zum aktiven Theme gehören. Viele dieser Dateien sind optional. Ein WordPress-Theme muss jedoch mindestens drei Dateien besitzen:

Stylesheet (style.css)

Das Stylesheet bildet das Herzstück eines WordPress-Themes. Diese Datei enthält grundlegende Informationen über das Layout und die grafische Gestaltung Deiner Webseite. Deshalb können schon wenige Zeilen Code die Erscheinung Deiner Internetseite vollkommen verändern. Die style.css ist meistens Deine erste Anlaufstelle, wenn Du Änderungen am Code vornehmen möchtest. Das Stylesheet bindet oft weitere Dateien ein, beispielsweise eine PHP-Datei für den Header.

Theme-Funktionen (functions.php)

Was kann eine WordPress-Seite? Die Datei functions.php legt die verschiedenen Funktionen fest und ist mit einem Plugin vergleichbar. Beispiele für Funktionen, die Du in der functions.php speichern kannst, sind die Seitenleisten, individuelle Hintergründe und verschiedene Menüs. Deshalb kann fast kein Theme auf diese Datei verzichten.

Template-Dateien

Template-Dateien enthalten Schablonen, die Deinen Content optimal präsentieren. Eine WordPress-Seite benötigt mindestens eine Template-Datei, damit Deine Webseite angezeigt werden kann: die index.php. Template-Dateien helfen Dir, Deine WordPress-Seite nutzerfreundlich und ansprechend zu gestalten. Kommentare sollten sich gut von Deinen Blogposts abheben und reine Bilder-Posts dürfen keinen Scrollbalken anzeigen. Deine Texte sollten sowohl im Blog als auch auf statischen Seiten gut lesbar sein. Deshalb ist es sinnvoll, für diese unterschiedlichen Anforderungen jeweils eigene Templates anzulegen.

WordPress wählt die passende Template-Datei hierarchisch aus. Die Template-Hierarchie verläuft dabei von spezifisch nach allgemein: Nur wenn keine spezifische Template-Datei gefunden werden kann, greift WordPress auf eine allgemeine Vorlage zurück. Damit Dein Content perfekt angezeigt wird, sollte das jedoch die Ausnahme sein.

WordPress Plugins sauber entfernen

Wohl jeder, der mit WordPress arbeitet, sieht sich früher oder später mit der Installation der dazugehörigen Plugins konfrontiert. Je nachdem, wie sich Deine Seite dann entwickelt, könnte es sein, dass sich einige Plugins als unnötig oder unbrauchbar erweisen. Diese Plugins solltest Du löschen. Doch weswegen ist die Deinstallation eigentlich so wichtig? Gibt es einen Unterschied zum einfachen Deaktivieren? Der folgende Artikel hilft Dir dabei, Dein Pluginmanagement zu optimieren.

Weswegen ist eine Deinstallation eigentlich so wichtig?

Klar ist: interessierst Du Dich für ein WordPress Plugin hast Du die Wahl zwischen etlichen Möglichkeiten. Wichtig ist jedoch auch, dass Du die Plugins, die Du eben nicht nutzen möchtest, wieder aus WordPress verbannst. Doch warum?

Ein klassisches WordPress Plugin ähnelt einer App. Dein Vorteil: Du kannst WordPress leicht um die Funktionen ergänzen, die Dir wichtig sind. Doch auch wenn die meisten Fachleute hinter den Plugins alles dafür tun, um ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten, zeigt die Erfahrung, dass es gelegentlich zu Sicherheitslücken kommen kann. Jedes Plugin, das Du installierst, erhöht ein klein wenig das Sicherheitsrisiko. Außerdem ist es gerade bei nicht mehr genutzten Plugins schwer zu erkennen, ob das Plugin noch aktiv weiter entwickelt wird. Darüber hinaus beansprucht jede Datei Speicherplatz und sorgt für mehr Volumen in Deinem Backup. Dies führt zu längeren Sicherungs- und Wiederherstellungszeiten.

Fazit: Du kannst zwar im Grunde so viele Plugins installieren, wie Du möchtest. Solltest Dich aber aus Gründen der Sicherheit und Geschwindigkeit auf die Auswahl der wesentlichsten konzentrieren. Und solche, die Du nicht benötigst, umgehend löschen.

Der Unterschied zwischen "Deaktivieren" und "Deinstallieren"

Die Angewohnheit, ein WordPress Plugin nicht zu deinstallieren, sondern nur zu deaktivieren, ist weit verbreitet. Praktisch ist dieses Vorgehen zunächst in jedem Fall. Immerhin erlaubt es Dir, Einstellungen und Konfigurationen "in der Hinterhand" zu behalten und zu einem beliebigen Zeitpunkt auf sie zurückzugreifen. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: viele Plugins werden im Laufe der Zeit im "Zwischenlager" einfach vergessen und kommen nie wieder zur Anwendung. Neben den bereits genannten Nachteilen, wird es in der Pluginübersicht schnell unübersichtlich.

Deswegen ist es empfehlenswert, ein Plugin nur dann einfach deaktiviert zu lassen, wenn Du planst, es wieder zu nutzen. Ist dies nicht der Fall, sollte es direkt deinstalliert werden. Auch hierbei handelt es sich nie um eine endgültige Entscheidung. Möchtest Du das Plugin später wieder einsetzen, kannst Du es jederzeit neu installieren.

Deinstallieren – Schritt für Schritt zum "ordentlichen" WordPress

WordPress bietet hier eine sehr einfache Vorgehensweise an. Wechsele einfach in den Adminbereich und klicke dort auf "Plugins" in der linken Sidebar. Hier wird Dir eine Liste der installierten Erweiterungen angezeigt. Unter jedem Plugin befindet sich eine Reihe an Links mit Optionen. Dort kann dann auch die "Deinstallation" ausgewählt werden.

Achtung: Die Möglichkeit ein Plugin zu "Deinstallieren" erscheint erst, wenn das Plugin "Deaktiviert" wurde!

Vor der endgültigen Deinstallation fragt WordPress nochmals, ob Du Dir wirklich sicher bist. Bestätigst Du hier, wird das Plugin und dessen Dateien im Plugin Ordner von Deinem Server gelöscht.

Wichtig: Leider können Plugins weitere Spuren hinterlassen. Deren Beseitigung erfordert mehr technisches Know-How und sollte daher nicht von WordPress-Anfängern vorgenommen werden!

So entfernst Du Pluginreste

In den meisten Fällen reicht es aus, ein WordPress Plugin lediglich zu deinstallieren. Manche Plugins hinterlassen jedoch Spuren auch außerhalb ihres eigenen Plugin Ordners. Diese werden dann im Zuge einer Deinstallation nicht berücksichtigt.

Die folgenden Schritte solltest Du nur dann in Erwägung ziehen, wenn Du schon ein besseres Verständnis vom Umgang mit WordPress, FTP und der Datenbank hast. In den meisten Fällen haben die Pluginreste wenig Einfluß auf den weiteren Betrieb von WordPress und das Auffinden der Überbleibsel ist nicht einfach. In jedem Fall sollte zunächst ein Backup zum Pflichtprogramm gehören.

Verwaiste Plugin Dateien

Um zu sehen, ob etwas zusätzlich gespeichert wurde, empfiehlt es sich, einen FTP-Client zu nutzen. Schau dann im Ordner wp-content nach. Einige Plugins erstellen bzw. speichern zusätzliche Daten an diesem Ort. Leider kann man nicht sicher sagen von welchem Plugin, welche zusätzlichen Dateien und Ordner erstellt wurden. Darum solltest Du diese Daten unbedingt sichern (Backup), um erst dann die vermutlich verwaisten Dateien zu löschen. Meist gibt der Name des deinstallierten Plugins einen guten Hinweis. Findest Du ähnlich lautende Datei oder Ordnernamen, steht die Chance hoch, das es sich um Datenreste des Plugins handelt.

Alte Shortcodes

Ein anderes Problem ergibt sich mit Hinblick auf die Verwendung von Shortcodes. Hast Du ein Plugin deinstalliert, das Shortcodes zur Verfügung stellte, die Du auch verwendet hast, werden die entsprechenden [Shortcodes] in den Beiträgen sichtbar. Die sauberste Lösung wäre das Entfernen der Shortcodes – entweder manuell aus jedem einzelnen Beitrag oder über Suchen und Ersetzten in der Datenbank. Eine schnelle, einfachere Lösung ist der Einsatz einer eigenen Shortcodefunktion in der functions.php:

Wird diese Codezeile in der functions.php Deines Themes eingetragen und "pluginshortcode" durch den exakten Shortcode des deinstallierten Plugins ersetzt, erscheint an Stelle des Shortcodes einfach nichts. Sollte das Plugin mehr als einen Shortcode geboten haben, muss eine Codezeile für jeden einzelnen Shortcode in die functions.php eingetragen werden.

Wichtig: Du musst den Code entfernen, falls Du Dich dazu entscheidest, das Plugin wieder zu verwenden.

Verwaiste Plugin Datenbankeinträge

Plugins können auch zusätzliche Tabellen in die WordPress Datenbank eintragen. Je mehr Daten gespeichert wurden, desto umfangreicher wird wiederum das Backup.

Um zu prüfen, ob zusätzliche Tabellen erstellt wurden, nutzt Du das Datenbanktool Deines Webhosters (meist phpMyadmin). Es gilt jedoch bei Arbeiten an der Datenbank stets vorsichtig zu sein. Sichere unbedingt alle Daten ab, bevor Du hier Änderungen vornimmst!

Im Datenbanktool suchst Du nach der passenden Datenbank Deiner WordPress Installation. Falls Du Dich nicht erinnern kannst, findest Du den genauen Datenbanknamen auch in der wp-config.php. In der Datenbank suchst Du ähnlich wie bei den Dateien nach zusätzlichen Tabellen, die das deinstallierte Plugin erstellt hat. Auch hier gibt es keinen wasserdichten Weg herauszufinden welche Tabellen dies sind. Nur der Pluginname kann wieder einen Hinweis geben. Solltest Du passende überflüssige Tabellen gefunden haben, löscht Du diese mit Hilfe des Datenbanktools.

Warnung: Sei Dir in jedem Falle darüber bewusst, dass es sich hierbei um einen Schritt handelt, den Du nicht einfach rückgängig machen kannst. Hast Du keine Sicherung der Daten erstellt, ist eine Wiederherstellung unmöglich.

Nach diesen Maßnahmen, solltest Du Deiner Website einen Besuch abstatten und feststellen, ob nach wie vor alles wie gewünscht funktioniert. Falls nicht, hast Du leider die falschen Dateien oder Datenbanktabellen erwischt und musst das Backup wieder einspielen.

Fazit

Eigentlich ist die Deinstallation eines WordPress Plugins mit nur wenigen Klicks erledigt. Die gelegentlich leider trotzdem zurückbleibenden Datei- oder Datenbankleichen haben in den meisten Fällen wenig bis keine negativen Auswirkungen. Daher sollten sich nur geübte WordPress-Anwender auf eine tiefergehende Reinigungstour machen ... natürlich nur mit vorherigem Backup!

Adminbereich einfach erklärt

WordPress besitzt eine Schaltzentrale für wichtige Systemeinstellungen und Bearbeitungsmöglichkeiten für Beiträge, Seiten, Kategorien und Tags: den Administrationsbereich. Dieser Bereich ist ausschließlich Nutzern zugänglich, die eine WordPress Installation mitgestalten und pflegen.

Der Login

Der Zugang zum Administrationsbereich erfolgt über:

http://www.deineseite.de/wp-login.php (Standard)

Etwas einfacher ist der Aufruf einer der folgenden URLs, die alle automatisch auf die wp-login.php umleiten:

http://www.deineseite.de/login

http://www.deineseite.de/admin

Administrationsbereich & Dashboard

Nach der Anmeldung sieht der Nutzer das Dashboard:

WordPress Administrationsbereich Dashboard

Wichtig zu wissen: Dies ist die Standardansicht für Administratoren. Je nach Einstellung und Art der installierten Themes und Plugins können zusätzliche Elemente angezeigt werden. Falls der angemeldete Benutzer keine Administrationsrechte besitzt, werden einige Optionen ausgeblendet.

Oben ist die sogenannte Admin Toolbar (1) zu sehen. Diese stellt den schnellen Zugriff auf häufig genutzten Funktionen zur Verfügung wie Aktualisierungen, Kommentare, dem Nutzerprofil und das Erstellen von Beiträgen und Seiten. Bei einer WordPress Multisite Installation sind darüber hinaus einige weitere Optionen eingebunden. Die Admin Toolbar wird dem Nutzer nach der Anmeldung auch im öffentlichen Bereich der Website angezeigt.

Links befindet sich in der Sidebar (2) ein Menü, das den Zugang zu verschiedenen Einstellungsbereichen bietet wie Beiträge, Medien, Themes, Plugins, etc. Rechts daneben wird das Dashboard (3) angezeigt mit einigen Boxen, die Statistiken und andere Informationen anzeigen.

Ansicht anpassen & Hilfe

Direkt unterhalb der Admin Toolbar werden rechts meist zwei Buttons angezeigt: "Ansicht anpassen" und "Hilfe". Beide beziehen sich stets auf den aktuell angezeigten Einstellungsbereich wie z.B. direkt nach dem Login auf das Dashboard. "Hilfe" erklärt sich von selbst und bietet Informationen zu dem aktuellen Bereich an.

Ein Klick auf "Ansicht anpassen" aktiviert die Anzeige von weiteren Darstellungsoptionen. Meist lassen sich hier Elemente ein und ausblenden. Falls eine bestimmte Einstellung nicht zu finden ist, liegt es häufig daran, dass die Anzeige deaktiviert ist.

WordPress Option 'Ansicht Anpassen'

Wichtig zu wissen: Die unter "Ansicht anpassen" getroffenen Einstellungen gelten nur für den aktuell angemeldeten Benutzer.

Dashboard

Das Dashboard ist die Einstiegs- und Übersichtsseite im Administrationsbereich. Hier finden sich eine Reihe von Boxen, die einen Überblick über aktuelle Informationen wie z.B. Statistiken oder schnelle Einstellmöglichkeiten bieten. Die Boxen lassen sich über die Titelzeile verschieben und neu anordnen. Oben rechts befindet sich jeweils ein kleines Dreieck über das der Boxinhalt ein- und ausgeklappt werden kann. Wer Boxen komplett ausblenden möchte, findet diese Möglichkeit oben rechts unter "Ansicht anpassen". Einige Plugins binden eigene Boxen im Dashboard ein.

Persönliche Einstellungen

Die persönlichen Einstellungen sind einerseits über das Ausklappmenü oben rechts in der Admin Toolbar zu erreichen und andererseits unter "Benutzer" > "Dein Profil" in der linken Sidebar.

Dort können einige individuelle Einstellungen in Bezug auf den Administrationsbereich gesetzt werden.

  1. Editor: Es lässt sich generell einstellen, ob beim Erstellen eines Beitrages oder einer Seite grundsätzlich der visuelle Editor oder der Texteditor (Codeansicht) angezeigt werden soll.
  2. Farbschema: Es ist möglich ein Farbschema für die Anzeige im Adminbereich auszuwählen.
  3. Tastaturkürzel: Für die Moderation von Kommentaren lassen sich Tastaturkürzel (Shortcuts) aktivieren.
  4. Werkzeugleiste: Hier kann die Anzeige der Werkzeugleiste im öffentlichen Bereich der Website abgeschaltet werden.
  5. Öffentlicher Name: Der Name, der öffentlich angezeigt werden soll z.B. als Autor eines Beitrages, kann hier bestimmt werden.
  6. Passwort: Das bestehende Passwort für den Login des aktuellen Benutzers kann geändert werden.

Die Einstellungen gelten ausschließlich für den aktuell angemeldeten Benutzer.

Hilfreiche Plugins für den Administrationsbereich

Die Funktionalität des Administrationsbereiches kann durch Plugins erweitert werden:

Fazit Adminbereich

Der Administrationsbereich ist die Schaltzentrale von WordPress. Jeder Nutzer einer WordPress Installation sollte sich mit den wesentlichen Einstellungen vertraut machen.

Benutzerrollen und -rechte erklärt

Spätestens dann, wenn Du Dich dazu entscheidest, Deine WordPress Seite ein wenig umfangreicher zu gestalten und Dir von Mitarbeitern oder besser Mit-be-arbeitern helfen zu lassen, kommen die WordPress Benutzerrollen ins Spiel.

Mit ihrer Hilfe werden Nutzern spezielle Rechte verliehen, so dass jeder seinen Vorgaben entsprechend Einfluss nehmen kann. So ist es beispielsweise möglich, dass ein Projektleiter mit großzügigen Administrationsrechten ausgestattet ist, während zuarbeitende Texter nur einfache Schreibrechte erhalten. Die Entscheidung zur Veröffentlichung eines Beitrages liegt dann bei dem Projektleiter. So lässt sich sicher stellen, dass jeder Benutzer nur das beeinflussen kann, was er auch beeinflussen soll.

Eine Übersicht: WordPress Benutzerrollen im Detail

WordPress liefert Dir fünf bzw. sechs Benutzerrollen, die Du vergeben kannst:

  1. Administrator (und Super Administrator)
  2. Redakteur
  3. Autor
  4. Mitarbeiter
  5. Abonnent

Doch wie sehen die Rechte dieser Benutzerrollen aus?

Administrator

Der Administrator darf alles. Somit liegt es unter anderem in seiner Hand…:

Kurz: der Administrator ist in seiner WordPress Nutzung an keiner Stelle eingeschränkt.

Super Administrator

Eng verwandt mit dem klassischen Administrator ist der Super Administrator. Diese Rolle steht nur zur Verfügung, wenn WordPress als Multisite-System konfiguriert ist. D.h. über eine WordPress-Installation werden mehrere Seiten betrieben. Der Super Administrator besitzt alle Rechte und zwar über sämtliche Seiten. Während in dem Multisite-Setup ein Administrator (ohne "Super") nur alle Rechte in Bezug auf eine der verwalteten WordPress Instanzen hat.

Redakteur

Redakteure (englisch Editor) sind für die Verwaltung des Inhalts der Seiten zuständig. Sie haben zwar keine administrativen Rechte, können aber dennoch unter anderem…:

Autor

Die Kompetenzen von Autoren (englisch Author) beziehen sich auf deren selbsterstellte Inhalte. Ein Zugriff auf die Daten und Texte anderer Nutzer bleibt ihnen verwehrt. Zudem können sie auch Kommentare löschen oder moderieren.

Mitarbeiter

Sollen Beiträge einer Person vor der finalen Veröffentlichung von einer anderen Person noch kontrolliert werden, eignet sich die Rolle des Mitarbeiters (englisch Contributor). Hier können Beiträge erstellt und in den Entwurf geladen werden. Alle weiteren Schritte werden dann von Nutzern mit mehr Rechten übernommen. Sinnvoll ist die Benutzerrolle des Mitarbeiters unter anderem bei Beiträgen externer Personen, die Inhalte nicht selbstständig veröffentlichen sollen z.B. bei Gastartikeln.

Abonnent

Eine Benutzerrolle, die oft an reine Besucher vergeben wird, ist der so genannte "Abonnent" (englisch Subscriber). Er hat lediglich die Möglichkeit, sich in eine Seite einzuloggen und ein Nutzerprofil zu erstellen. Der kleine Vorteil liegt darin, dass beim Verfassen von Kommentaren nicht jedes Mal erneut die Kontaktdaten hinterlegt werden müssen.

Vergabe der Benutzerrollen

Bei WordPress ist es ausschließlich den Administratoren möglich, Nutzerrollen an andere Benutzer zu vergeben. Hierzu arbeitest Du vom Adminbereich aus und klickst dort in den rechten Sidebar auf "Benutzer" und wählst aus der Liste den zu bearbeitenden Benutzer aus. Mit der Einstellung "Rolle" kannst Du die gewünschte Benutzerrolle einstellen.

Wird ein Mitarbeiter beispielsweise befördert oder mit anderen Aufgabenbereichen betraut, können die Benutzerrollen neu vergeben werden. Aber was ist, wenn die vorgegebenen Benutzerrollen nicht passen oder ausreichen?

Individuelle Einstellungen? Mit Plugin möglich!

Das Anpassen von Benutzerrollen ist nur mit Hilfe eines Plugins möglich, wie z.B. dem User Role Editor. Alternative Lösungen sind in diesem Zusammenhang Erweiterungen, wie Adminimize oder Capability Manager Enhanced. Besonders die letztgenannte Lösung wird immer beliebter. Mit ihr kannst Du besonders einfach und übersichtlich neue Rollen fernab der Standard-Vorgaben kreieren.

Fest steht in jedem Fall: bei der Vergabe von Rechten musst Du Dich keineswegs auf die Grundeinstellungen von WordPress verlassen. Mit Hilfe der passenden Plugins kannst Du stattdessen individuell und lösungsorientiert arbeiten, so dass die neuen Vorgaben der Arbeitsverteilung Deines Websiteprojektes entsprechen.

WordPress Datums- und Zeitformat einstellen

Zeigt WordPress Datum und Uhrzeit nicht in der gewünschten Form an, gibt es dafür im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Grundeinstellungen in WordPress sind falsch oder das aktivierte Theme bzw. ein Plugin überschreiben diese. Wie sich das prüfen und beseitigen lässt beschreiben wir hier in einfachen Schritten.

WordPress Einstellungen für Zeit und Datum

Die relevanten Einstellungen zur Zeitzone und dem Zeitformat finden sich im WordPress Admin unter "Einstellungen" > "Allgemein".

WordPress Einstellungen für Zeit und Datum

Die Zeitzone lässt WordPress wissen welche Ortszeit angezeigt werden soll. Die passende Einstellung lässt sich leicht über die Auswahl der jeweiligen Landeshauptstadt erreichen. Unterhalb der Zeitzonenauswahl zeigt WordPress die Koordinierte Weltzeit an (UTC) und die berechnete Ortszeit. WordPress erkennt auch die ortsspezifischen Sommer- und Winterzeiten.

Ortszeit stimmt nicht: Falls WordPress trotz korrekt gewählter Landeshauptstadt eine falsche Ortszeit berechnet, ist die Uhrzeit des Servers falsch gestellt.

Platzhalter für Zeitformate

Falls keines der vorgegebenen Darstellungsformate passt, lassen sich über die Option "Angepasst" eigene Definitionen anlegen. Da WordPress in der Programmiersprache PHP geschrieben wurde, beruht die Formatierung auf den PHP Datumsfunktionen. Im englischsprachigen WordPress Codex Artikel "Formatting Date and Time" findet sich eine ausführliche Beschreibung. php.net bietet eine deutschsprachige Liste aller möglichen Parameter. Die wichtigsten haben wir hier aufgeführt:

Beispiele:

Achtung Caching: Falls es Schwierigkeiten mit der Anzeige gibt, lohnt es sich zu überprüfen, ob irgend ein Cache verhindert, dass die aktuellen Seiteninhalte angezeigt werden.

Theme oder Plugin Einstellungen

Einige Themes oder auch Plugins steuern die Darstellung der Zeit- und Datumsformate selbst und übergehen die Einstellungen im WordPress Backend. Wenn dies der Fall ist, lohnt es sich zu überprüfen, ob entsprechende Optionen in den Theme oder Plugin Einstellungen zu finden sind. Falls dort nichts zu finden ist, sind die entsprechenden Vorgaben fest in den Theme oder Plugin Templates eingebunden und müssen dort überschrieben werden (oder besser mittels eines Child Themes).

Letzteres gilt auch, falls an verschiedenen Stellen (z.B. Artikelansicht, Blogansicht, Kategorieansicht, Tagansicht, etc.) unterschiedliche Datums- und Uhrzeitformatierungen erscheinen sollen.

Kategorien vs Tags: Unterschiede

WordPress zeigt in der Blogübersicht Beiträge normalerweise in chronologischer Reihenfolge an (neuere Artikel zuerst, ältere danach). Damit sich Beiträge auch thematisch ordnen und finden lassen, wird jeder Beitrag mindestens einer Kategorie zugeordnet und kann zusätzlich mit Schlagwörtern (englisch: Tags) versehen werden. Sowohl Kategorien als auch Schlagwörter können frei vergeben werden, so dass die Frage naheliegt: Was sollte nun wie verwendet werden?

Kategorien

Kategorien sind als grobe thematische Unterteilungen gedacht. So wie Bücher in einer Bibliothek oder Buchhandlung zu großen Themenbereiche wie z.B. Kriminalromane, Reiseführer oder Gesundheit gehören, ist es sinnvoll die Beiträge im eigenen Blog in Themenkategorien einzuordnen. Die verwendeten Kategorien geben den Besuchern eine Art Inhaltsverzeichnis der Unterthemen und die Möglichkeit sich nur Beiträge einer Kategorie anzeigen zu lassen. Wir hier auf wphelp.de beschäftigen uns beispielsweise mit dem Oberthema WordPress und verwenden als Kategorien:

Bei WordPress muss jeder Beitrag einer Kategorie zugeordnet werden. Bei Verfassen eines Beitrags ist dabei immer die unter 'Einstellungen' > 'Schreiben'  gewählte Standardkategorie vorausgewählt. Es ist auch möglich einen Beitrag mehreren Kategorien zuzuordnen und eine Hierarchie mit Ober- und Unterkategorien zu erstellen. Eine Übersicht aller Kategorien inkl. Bearbeitungsmöglichkeiten finden sich im Adminbereich unter 'Beiträge' > 'Kategorien'.

Schlagwörter oder Tags

Während Kategorien Ähnlichkeiten mit einem groben Inhaltsverzeichnis besitzen, sind Schlagwörter vergleichbar mit dem Stich- oder Suchwortindex in einem Buch. Der englische Begriff Tags ist hier weit verbreitet und wird auch im Deutschen regelmäßig verwendet.

Im Gegensatz zu den Kategorien muss für Beiträge nicht zwingend ein Schlagwort vergeben werden und es gibt auch keine Möglichkeit eine Schlagwort-Hierarchie zu erstellen. Eine Übersicht aller Schlagwörter inkl. Bearbeitungsmöglichkeiten finden sich im Adminbereich unter 'Beiträge' > 'Schlagwörter'.

Best Practice: Kategorien & Tags

Auch wenn WordPress selbst wenig technische Einschränkungen vorgibt, ist es sinnvoll sich selbst klare Regeln zur Vergabe von Kategorien und Schlagwörtern aufzuerlegen. Bezüglich der Anzahl der eingesetzten Kategorien sollte auch die Benutzbarkeit der Seite betrachtet werden. Zu viele Kategorien verfehlen oft den eigentlich Zweck für mehr Übersicht zu sorgen.

Als Schlagwörter sollten keinesfalls die gleichen Begriffe wie bei den Kategorien verwendet werden. Diese eigenen sich eher zur Vergabe von feineren Unterscheidungsmerkmalen. So verwenden wir beispielsweise den Namen eines besprochenen Themes oder Plugins als Tag. Oder wenn es ein zentrales Thema im Artikel existiert, zu dem wir (vermutlich) wieder etwas schreiben werden, das aber zu wenig Umfang für eine eigene Kategorie besitzt wie z.B. die functions.php in WordPress. So lassen sich später alle Artikel zu einem Thema oder Plugin schnell aufrufen.

Kategorie und Schlagwort-Archive

Bei einem Klick auf einen Kategorie oder Schlagwort-Link zeigt WordPress die dazugehörigen Artikel in einer sogenannten Archivansicht an. Diese sieht meist sehr ähnlich wie die Blogansicht aus, listet aber nur die Beiträge mit der passenden Kategorie oder dem passenden Tag auf.

Kategorien, Tags & SEO

Kategorie- und Schlagwortarchive sorgen für zusätzliche interne Verlinkung, jedoch stellt sich die Frage ob dies aus Suchmaschinensicht sinnvoll ist. Wie so oft sollte hier Besucherfreundlichkeit klar über theoretischen SEO-Überlegungen stehen. Kategorien und Tags sollen vorrangig Besuchern helfen Inhalte zu finden. So wird eine hoffentlich längere Verweildauer der Besucher zum positiven Effekt für Suchmaschinen.

Taxonomie

Die beiden Ordnungselemente Kategorien und Tags sind sogenannte Taxonomien. Das ist für Einsteiger meist nicht wichtig, wird aber relevant, wenn es um das Anlegen eigener Taxonomien für eigene Inhaltstypen genannt Custom Post Types (CPT) geht. Hier ist der entscheidende Begriff dann Custom Taxonomies.

Fazit Kategorien & Tags

Kategorien und Tags können sinnvoll und diszipliniert angewandt eine gute Ordnungs- und Orientierungshilfe für Besucher sein. Insofern lohnt es sich gleich zum Start der eigenen WordPress Website einen klaren Verwendungsrahmen zu bestimmen.

Was ist WordPress Multisite?

Grundsätzlich ist WordPress ein Content Management System (CMS) für eine Website. Es hilft also dabei eine Website zu erstellen und ihre Inhalte zu verwalten. WordPress Multisite ist eine erweiterte Form einer normalen WordPress-Installation. Sie hilft Dir dabei mehrere, bis hin zu sehr vielen Websites innerhalb einer WordPress-Installation zu verwalten.

Wofür wird WordPress Multisite eingesetzt?

Als bekanntestes Projekt auf Basis von WordPress Multisite kennt man WordPress.com, auch wenn dort mittlerweile eine sehr stark modifizierte Version zum Einsatz kommen dürfte. Dort kann sich jeder einen eigenen WordPress Blog anlegen. Edublogs ist ein anderes bekanntes Beispiel, das schon seit den frühen Tagen Multisite verwendet. Seit über 12 Jahren in Betrieb finden dort mittlerweile über 4 Mio. Blogs eine Heimat. Als beide Projekte starteten war Multisite noch als WPMU bekannt und wurde parallel zu WordPress entwickelt. Vor einigen Jahren ist die "Multisite" Funktion direkt in den Hauptzweig von WordPress integriert worden.

Aber natürlich kannst Du mit Multisite nicht nur anderen Menschen ein Blog auf Deiner eigenen Plattform anbieten. Oft wird es auch genutzt mehrere eigene Blogs einfach zu verwalten oder ein großes Projekt in einzelne Bereiche mit Hilfe von Subblogs aufzuteilen.

Welche Vorteile bietet Multisite?

Im Grunde vereinfacht es die Wartung bei mehreren Blogs. Es gibt nur eine Dateibasis, also nur einmal für alle Blogs die WordPress-Installationsdateien. Für jedes Blog existieren dann jedoch eigene Datenbanktabellen. Bei einem Update können alle Blogs auf einen Schwung aktualisiert werden – egal ob nur ein Plugin aktualisiert wird oder eine neue WordPress-Version verfügbar ist. Außerdem können sehr einfach neue Blogs angelegt werden.

Je nach Bedarf sind diese Blogs über "Unterverzeichnisse" oder Subdomains zu erreichen. Also entweder über

deinedomain.de/blog , deinedomain.de/nocheinblog, deinedomain.de/anderesblog

oder aber über

blog.deinedomain.de, nocheinblog.deinedomain.de, anderesblog.deinedomain.de

Du hast auch die Möglichkeit für jedes Blog eine eigene Domain einzurichten, das funktioniert jedoch nur über zusätzliche Plugins (Stichwort: Domain Mapping) und erfordert ein paar weitere technischere Griffe, damit die Domains richtig funktionieren.

Gibt es Nachteile?

Es gibt eigentlich nur die kleine Hürde, dass nicht alle Plugins fehlerfrei mit Multisite funktionieren, allerdings ist die Zahl derer die es tun mittlerweile sehr groß. Hier hilft es bei einer geplanten Umstellung vorab den Plugin-Autor zu kontaktieren und diesbezüglich zu befragen, wenn es nicht ohnehin bereits bei den Informationen zum Plugin angegeben wurde.

Umstellung auf WordPress Multisite

Die Umstellung auf WordPress Multisite ist mit überschaubarem Aufwand zu bewältigen, bedarf jedoch zumindest grundlegendem technischen Verständnis. Wir wollen an dieser Stelle nicht zu tief ins Thema einsteigen und verweisen stattdessen vorübergehend auf die Anleitung im WordPress Codex. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir hierauf nochmal getrennt eingehen.

Shortcodes: Erklärung und hilfreiche Plugins

Shortcodes können Dir das Leben sehr erleichtern – oder Dir eine Menge Arbeit machen. Erfahre hier, was genau Shortcodes sind und wie Du sie richtig einsetzen kannst.

Was sind Shortcodes?

Shortcodes sind Kurzbefehle, mit denen Du in WordPress schnell und einfach auch umfangreiche Inhalte integrieren kannst. Dafür schreibst Du sie direkt in den Editor, in dem Du auch Deine Artikel schreibst. Diese Codes werden in eckigen Klammern geschrieben, z. B. der von Haus aus in WordPress implementierte Code [gallery].

Kommt später ein Besucher auf eine Seite, auf der Du Shortcodes verwendet hast, werden die Kurzbefehle in den eckigen Klammern entsprechend ihrer Implementierung im Blog ersetzt. Beispielsweise wird dem Blogleser statt [gallery] eine Galerie mit Grafiken aus den Mediendateien angezeigt.

Es ist auch möglich, bestimmte Textabschnitte durch Shortcodes einzuschließen. So kannst Du z. B. festlegen, dass der Text zwischen [info] und [/info] für den Blogleser rot hervorgehoben wird.

Die Vor- und Nachteile von Shortcodes

Der größte Vorteil von Shortcodes ist, dass Du mit ihnen einfach und schnell auf Formatierungen zugreifen kannst, die sich häufig wiederholen. So sparen sie nicht nur Platz, sondern machen dynamische Inhalte überhaupt erst möglich. Auch Nutzer ohne Programmierkenntnisse können sie anwenden. Diese Kürzel sind dabei sehr benutzerfreundlich, da Du sie gut an Deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Und nicht zuletzt sind Shortcodes nicht auf Beiträge beschränkt, sondern können auch in der Seitenleiste oder in Widgets Verwendung finden.

So praktisch Shortcodes auch sind, haben sie auch Nachteile. Denn oft bringen Themes oder Plugins eigene mit, die Du verwenden kannst. Deinstallierst Du das Theme oder Plugin, verschwinden aber nicht die Codes. Diese musst Du dann von Hand entfernen.

Plugins

Es gibt für alle Bereiche Deines Blogs Plugins, die Dir eine große Auswahl von Shortcodes zur Verfügung stellen. Einige Plugins ermöglichen es Dir auch, eigene Codes zu schreiben.

Last Updated Shortcodes gibt z.B. Datum und Uhrzeit von der letzten Änderung eines Posts an. Während WordPress Shortcodes 20 Shortcodes für Tabs, Buttons oder auch Listen mitbringt, die Du für Deine Projekte nutzen kannst. Zusätzlich gibt es einen Editor für eigene Codes. Auch Shortcoder bietet Dir einen Editor, in dem Du individuelle Shortcodes schreiben kannst. Darin können HTML, JavaScript oder auch andere Snippets enthalten sein.

Etwas umfangreichere Unterstützung bieten kostenpflichtige Premium Plugins wie Supreme Shortcodes, das über 100 vorgefertigte Codes für Buttons, Boxen, Preisanzeigen und vieles mehr bietet. Oder das Vision - WordPress Shortcodes Plugin, das eine ähnliche Vielfalt bietet nur mit einem etwas anderem Design.

Um nicht den Überblick zu verlieren oder es zu übertreiben, ist es bei dieser großen Auswahl wichtig, dass Du Dir erst überlegst, was Du eigentlich erreichen möchtest. Erst dann solltest Du gezielt nach den entsprechenden Plugins suchen.

Selbst programmieren

Wenn Du unter den vorhandenen Plugins nicht fündig wirst, kannst Du auch Deine eigenen Shortcodes programmieren. Dafür bearbeitest Du die Datei functions.php Deines Blogs.

Allerdings erfordert dies ein wenig Hintergrundwissen. Wenn Du es versuchen willst, findest Du Tipps und Hilfestellung im WordPress Codex, dem Online-Handbuch für die Programmierung in WordPress.

Fazit

Mit Shortcodes lassen sich in Deinem WordPress-Blog vielfältige Funktionen unkompliziert einbinden. Damit Du nicht den Überblick verlierst, ist es aber wichtig, strukturiert vorzugehen und diese Codes nur dort zu nutzen, wo Du sie wirklich benötigst. So ist es später leichter möglich, Änderungen vorzunehmen. Denke daran: Nutze Shortcodes, weil Du sie brauchst, und nicht, weil Du es kannst.

Inhalte veröffentlichen in WordPress

Wer WordPress verwendet will Inhalte — seien es Texte, Fotos oder andere Medien — im Internet veröffentlichen. Die dazugehörigen Bearbeitungs- und Veröffentlichungsfunktionen für Beiträge oder Seiten stellen wir im Folgenden genauer vor.

Update: Mit der Veröffentlichung von WordPress 5.0 wird der bisherige Editor durch den neuen Gutenberg Editor abgelöst. Alle Infos in unserem Artikel beziehen sich auf den alten Editor. Informationen zum neuen Editor erhältst Du in unserem Gutenberg Editor Artikel.

Seite oder Beitrag erstellen und bearbeiten

Die Funktionen für das Bearbeiten von Beiträgen und Seiten sind weitgehend identisch. Die wenigen Unterschiede heben wir an entsprechender Stelle hervor.

Der schnellste Weg einen neuen Beitrag oder eine neue Seite zu erstellen ist die Verwendung des 'Neu' Menüs in der Admin-Toolbar. Alternativ kann auch im Administrationsbereich 'Beiträge' oder 'Seiten' > 'Erstellen' genutzt werden.

Falls ein bereits bestehender Beitrag oder eine bestehende Seite bearbeitet werden sollen, existieren ebenfalls zwei Wege.

  1. Für angemeldete Benutzer erscheint beim Aufruf des Beitrages oder der Seite oben in der Admin-Toolbar die Option 'Beitrag/Seite bearbeiten'.
  2. Alternativ kann ein bestehender Beitrag oder eine bestehende Seite im Administrationsbereich unter 'Beiträge' oder 'Seiten' > 'Alle Seiten' gefunden werden. In der angezeigten Auflistung von Beiträgen oder Seiten erscheint beim Überfahren der jeweiligen Zeile eine Auswahl unterhalb des Titels in der auch die Option 'Bearbeiten' zu finden ist.

Einstellungen zur Seiten- und Beitragserstellung

Je nach den Voreinstellungen unter "Ansicht anpassen" und je nach installierten Plugins oder aktiviertem Theme kann die Darstellung unterschiedlich ausfallen und zusätzliche Buttons und Bereiche enthalten. Wir gehen im folgenden von der Standardanzeige in WordPress aus. D.h. dem zweispaltigen Layout und den standardmäßig gesetzten Anzeigeoptionen unter 'Ansicht anpassen'.

WordPress neuen Beitrag erstellen

Ansicht anpassen

Das 'Ansicht anpassen' Menü befindet sich oben rechts unterhalb der Werkzeugleiste. Ein Klick auf den Button bringt die Anzeigeoptionen zum Erscheinen. Dort wird die Darstellung der verschiedenen Einstellungselemente gesteuert und ob diese in einem ein- oder zweispaltigem Layout dargestellt werden. Auch hier können durch installierte Plugins zusätzliche Elemente angezeigt werden.

Wichtig zu wissen: Nicht selten suchen Anfänger verzweifelt nach einer Einstellungsmöglichkeit, deren Anzeige über das 'Ansicht anpassen' Menü deaktiviert ist. Falls eine Einstellung vermisst wird, lohnt sich als erstes der Blick in dieses Menü.

Titel

Im Grunde selbsterklärend: als erstes lässt sich der Titel bzw. die Überschrift des Beitrages eingeben. Dies ist allerdings wichtig für den folgenden Punkt.

Hier wird der Link (die URL) angezeigt über den der Beitrag nach der Veröffentlichung aufgerufen werden kann. Wenn unter 'Einstellungen' > 'Permalinks' eine Option gewählt wurde bei der der Beitragstitel verwendet wird, dann erscheint der Text der Überschrift automatisch in der URL. Dabei werden alle Buchstaben klein geschrieben und Umlaute automatisch durch Buchstabenkombinationen ersetzt (ä -> ae). Leerzeichen werden durch ein Minus "-" ersetzt. Der nebenstehende 'Bearbeiten' Button bietet die Möglichkeit den Permalink zu verändern.

Wichtig: die Option 'Permalink' erscheint erst unterhalb des Titels, wenn ein Titel vergeben und das Titelfeld wieder verlassen wurde!

Achtung: Falls Du die URL ändern möchtest, nachdem der Beitrag bereits veröffentlicht wurde, sollte eine passende Umleitung erstellt werden.

Editor

Unterhalb des Permalinks folgt der Editorbereich.

Über den 'Dateien Hinzufügen' Button lassen sich Bilder und andere Dateien in den Text einfügen (siehe 'Medien'). Rechts befinden sich zwei Laschen über die zwischen dem visuellen Editor und dem Texteditor umgeschaltet werden kann. Während im visuellen Editor der Text und die Bilder annähernd so angezeigt werden, wie diese später nach der Veröffentlichung aussehen (Schriftart, -größe, Absätze, Ausrichtung, etc.) findet sich im Texteditor der eigentliche HTML-Quellcode.

Auch die vorhandene Buttonleiste für gängige Formatierungen des Textes verändert sich mit der Umschaltung zwischen visuellen und Texteditor. Wundere Dich nicht, wenn Deine Buttonleiste etwas anders aussieht. Dies ist wieder ein Bereich in dem von Themes und Plugins häufig eigene Buttons mit Zusatzfunktionen eingefügt werden.

Revisionen

Der Abschnitt 'Revisionen' erscheint erst, wenn ein Beitrag gespeichert und danach verändert wurde. Über diese Liste kann dann auf ältere Versionen des Beitrages zugegriffen werden. Die Revisionsfunktion von WordPress lässt sich auch ausschalten, dann wird auch nichts angezeigt.

Weitere Optionen in der ersten Spalte

Das waren bereits die standardmäßig angezeigten Optionen für die linke Spalte. Über 'Anzeige anpassen' lassen sich noch folgende Eintragungs- bzw. Einstellmöglichkeiten aktivieren:

Falls das genutzte Theme oder Plugins zusätzliche Felder in diesem Bereich einbinden, lassen sich diese ebenfalls in den Einstellungen von 'Ansicht anpassen' regulieren. Die Erläuterung der Funktionen bietet normalerweise der jeweilige Plugin- oder Themeersteller

Die folgenden Einstellungen finden sich normalerweise in der rechten Seitenleiste (2. Spalte).

Veröffentlichen

Ein kleiner aber sehr wichtiger Abschnitt mit vielfältigen Funktionen zum Veröffentlichen und Sichern des Beitrages.

Speichern & Vorschau

In diesem Bereich bieten zwei Buttons die Möglichkeit den Beitrag entweder zu 'speichern' oder sich eine 'Vorschau' anzeigen zu lassen. Mit dem Speichern wird der Beitrag nur in der Datenbank gesichert, aber noch nicht veröffentlicht. Angenehmerweise speichert WordPress automatisch alle 60 Sekunden die erstellten Inhalte ab, so dass bei einem Browserabsturz oder einem Internetproblem die Änderungen in der Regel noch aufrufbar sind.

Der Klick auf Vorschau lässt ein neues Fenster öffnen in dem der aktuelle Stand angezeigt wird. Außer es gab bereits vorher ein Vorschaufenster, dann wird dieses nur aktualisiert. So kann vorab festgestellt werden wie der Beitrag oder die Seite später aussehen werden.

Wichtig zu wissen: Es gibt einige wenige Designeinstellungen, die erst mit dem Aktualisieren oder Speichern des Beitrages auch in der Vorschau übernommen werden.

Status

Der Status zeigt an, ob der Beitrag bereits veröffentlicht wurde. Falls dies bisher nicht der Fall ist, wird als Status "Entwurf" angegeben. Erst nach dem Klick auf den 'Veröffentlichen' Button erscheint der Beitragsstatus 'Veröffentlicht'. Es ist natürlich möglich den Status von 'Veröffentlicht' zurück auf 'Entwurf' zu stellen. Dann wird der Beitrag bzw. die Seite nicht mehr öffentlich angezeigt.

Wenn ein Autor keine Veröffentlichungsrechte besitzt, kann dieser den Beitragsstatus nur auf 'Ausstehender Review' stellen. So weiß der Administrator oder Redakteur, dass er den Beitrag überprüfen und veröffentlichen kann.

Sichtbarkeit

Für die Sichtbarkeit gibt es vier Einstellungsmöglichkeiten:

Revisionen

Hier finden sich ein Link zur bereits oben beschriebenen Revisionsfunktion, außer diese wurde in WordPress deaktiviert (Link zu Artikel).

Der Veröffentlichungszeitpunkt

Neben dem folgenden kleinen Kalendersymbol steht zunächst immer 'Sofort veröffentlichen'. Damit wird mit einem Klick auf den 'Veröffentlichen' Button der Beitrag auch sofort veröffentlicht und für die unter 'Sichtbarkeit' definierten Besucher zugänglich. Mit Hilfe eines Klicks auf 'Bearbeiten' lässt sich ein genaues Veröffentlichungsdatum und eine Zeit festlegen zu der der Artikel später veröffentlicht werden soll. Nach der Bestätigung über 'OK' verändert sich der 'Veröffentlichen' Button zu einem 'Planen' Button.

WordPress veröffentlicht den Beitrag dann automatisch zur angegebenen Zeit.

Wichtig: Die automatische Veröffentlichung wird über den WordPress Cron gesteuert. Damit ist das Einhalten einer extrem präzisen Zeitvorgabe in der Regel nicht möglich (siehe unseren Artikel zum WordPress-Cron). Auch wenn es überwiegend funktioniert, ist es generell ratsam zu überprüfen, ob die zeitversetzte Veröffentlichung wirklich stattgefunden hat.

Diese Veröffentlichungs-Einstellungen können verwirrend wirken, daher ein paar Beispiele:

Tipp: Selbst geübte Anwender klicken gelegentlich statt auf das gewünschte 'Speichern' auf 'Veröffentlichen'. Wenn der Beitrag als erstes auf einen Zeitpunkt in der Zukunft geplant wird, ist eine Verwechslung der beiden Buttons kein Problem mehr.

Kategorien & Tags

Hier kann der Beitrag in die gewünschten Kategorien eingeordnet und mit Tags versehen werden. Diese Option existiert normalerweise nur für Beiträge und nicht für Seiten. Allerdings lassen sich bei Bedarf auch Kategorien und Tags für Seiten anlegen.

Beitragsbild

Jeder Beitrag kann mit einem Beitragsbild (engl. Featured Image oder auch Thumbnail) verknüpft werden. Die meisten modernen Themes zeigen das gewählte Beitragsbild automatisch in der Blogansicht und oberhalb des Beitrages an.

Weitere Optionen in der zweiten Spalte

Das sind die Standardoptionen, die WordPress in der zweiten Spalte anzeigt. Allerdings werden auch hier häufig zusätzliche Möglichkeiten durch Themes oder Plugins eingefügt. Genaueres zu deren Funktionsweise findet sich dann in der jeweiligen Anleitung oder beim Hersteller.

Fazit

Auch wenn WordPress von Haus aus umfangreiche Bearbeitungs- und Veröffentlichungsfunktionen bietet, findet sich in der Regel jeder nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut zurecht.

Alles Wichtige zu FTP und SFTP

WordPress besteht aus einer Ansammlung von Ordnern und Dateien, die auf einem Server gespeichert sind. Früher oder später stellt sich dann die Frage: Wie kann ich diese Dateien von meinem Rechner aus bearbeiten? Hier hilft FTP.

Was ist FTP?

FTP (File Transfer Protocol) ermöglicht die Übertragung von Dateien zwischen Deinem Rechner und dem Server. Fast jeder hat bereits (vielleicht ohne es zu wissen) FTP verwendet. Sobald eine Datei aus dem Internet im Browser auf den eigenen Rechner heruntergeladen wird, läuft dies mit Hilfe von FTP ab.

FTP-Programme (FTP-Clients)

Um Dateien auf einem Server zu bearbeiten, reicht der Funktionsumfang des Browsers nicht aus. Es werden auf FTP spezialisierte Programme zum Hoch- und Herunterladen von Dateien benötigt, sogenannte FTP-Clients. Mit diesen lassen sich auf dem Server außerdem Ordner und Dateien verschieben, kopieren oder löschen.

Es sind gute kostenfreie FTP-Programme verfügbar wie z.B. FileZilla, einer der beliebtesten kostenfreien FTP-Clients. Neben Windows existieren auch Versionen für Mac OS X und Linux. Cyberduck ist ein weiterer kostenfreier FTP-Client, der für Windows und Mac OS X erhältlich ist.

Kostenpflichtige FTP-Clients bieten in der Regel einen größeren Funktionsumfang, mit dem das Arbeiten über FTP sehr bequem wird, wie z.B. eine automatische Synchronisation von Verzeichnissen. WS_FTP Professional ist der wohl meistgenutzte kostenpflichtige Windows FTP-Client im professionellen Umfeld. Der Mercedes der kostenpflichtigen FTP-Clients für Apples OS X ist Transmit.

Einrichtung des FTP-Client

Wichtig: SFTP ist eine Erweiterung des FTP bei der die Daten bei der Übertragung zusätzlich verschlüsselt werden. SFTP ist aufgrund der höheren Sicherheit die zu bevorzugende Variante. Jeder gute Webhoster bietet mittlerweile neben FTP auch SFTP als Übertragungsmöglichkeit an und alle FTP-Clients sind auch für SFTP ausgelegt.

Damit die Verbindung von FTP-Client mit dem Server funktioniert, müssen die passenden Daten hinterlegt werden. Die nötigen Informationen sind bei dem jeweiligen Webhostinganbieter im Account zu finden oder vom Server-Admin zu erfragen.

Dateien mit Hilfe von FTP bearbeiten

Ist der FTP-Client eingerichtet und die Verbindung zum Server steht, wird ein Verzeichnis angezeigt. Das muss nicht gleich das Verzeichnis sein in dem die WordPress Installation liegt. Oft ist diese in einem Unterordner namens 'html', 'htdocs' oder ähnlich zu finden. Der oberste Ordner einer WordPress Installation ist gut daran zu erkennen, dass in jedem Fall die drei Verzeichnisse namens 'wp-admin', 'wp-content' und 'wp-includes' vorhanden sind.

FTP WordPress Verzeichnis

Das Erstellen, Umbenennen und Löschen von Ordnern und Dateien ist mit Hilfe des FTP-Clients direkt auf dem Server möglich und funktioniert ähnlich wie auf der lokalen Festplatte. Willst Du allerdings eine Datei bearbeiten, muss diese erst mit Hilfe der Herunterladen Funktion des FTP-Clients auf Deinen Rechner übertragen werden.

Tipp: Zum Experimentieren eigenen sich in WordPress die meist im obersten Ordner vorhandenen Dateien 'liesmich.html' oder 'readme.html', da diese nicht wichtig für die Funktion von WordPress sind.

Nun hast Du eine lokale Kopie der Datei auf Deinem Rechner, die Du mit einem Texteditor bearbeiten kannst. Idealerweise legst Du dir vorher noch eine Sicherheitskopie der Datei auf Deinem Rechner an. Bist Du fertig mit der Bearbeitung der Datei, speicherst Du den Bearbeitungsstand und anschließend lädst Du mit Hilfe des FTP-Clients die geänderte Datei wieder auf den Server. Die alte Datei auf dem Server muss dabei gelöscht bzw. überschrieben werden. Wenn es Probleme gibt, kannst Du immer noch auf die Sicherheitskopie auf Deiner lokalen Festplatte zurückgreifen.

Achtung: In einigen Fällen kann eine Caching (Zwischenspeicher) Funktion des Servers oder von WordPress dazu führen, dass Änderungen an einer Datei nicht sofort wirken.

Die meisten FTP-Clients bieten mittlerweile eine Bearbeiten-Funktion an, die diesen Arbeitsablauf etwas erleichtert, indem die Datei automatisch in einen temporären Ordner auf der Festplatte heruntergeladen wird. Das FTP-Programm überwacht die lokale Datei und bei einer Änderung wird diese automatisch zurück auf den Server übertragen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass keine Sicherheitskopie existiert.

Zugriffsrechte

Im Gegensatz zum eigenen Rechner, bei dem sich wohl die wenigsten mit dem Thema Zugriffsrechte beschäftigen, sind die Zugriffsrechte für die Ordner und Dateien auf dem Server ein extrem wichtiger Punkt, um genau festzulegen wer welche Dateien abrufen, ausführen und verändern darf.

An dieser Stelle wollen wir nicht tiefer auf das Thema eingehen. Allerdings weisen wir auf zwei ggf. kritische Punkte hin:

  1. Zugriffsrechte des FTP-Benutzers: Es kann vorkommen, dass sich Dateien einfach nicht ändern oder löschen lassen, weil diese aus der 'Sicht' des Servers zu einem anderen Benutzer gehören. Ggf. findet sich eine Lösung in der Verwaltung Deines Webhostingpaketes bzw. Servers oder Du bittest den Support um Hilfe.
  2. Probleme mit Zugriffsrechten: Es gibt zwei Extreme bei Zugriffsrechten. Sie können zu eng angelegt sein, dann funktioniert ggf. der Aufruf einer WordPress Seite nicht, da der Besucher kein Recht hat die dafür wesentlichen Dateien abzurufen. Oder sie können zu weit gefasst sein, dann darf schlimmstenfalls jeder Besucher mit vollen Rechten auf alle Dateien zugreifen. Das wäre für Angreifer ein offenes Scheunentor.

Fazit FTP

Auch wenn es in vielen Fällen nicht sofort nötig ist einen FTP-Client einzurichten, sollte sich jeder mit den Grundlagen von FTP vertraut machen. Denn früher oder später ergibt sich sicher eine Aufgabe, die nur mit Hilfe eines Zugriffs über FTP zu lösen ist.

Links

Wikipedia:

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