WordPress: Dateien sicher bearbeiten

WordPress besteht aus einer Reihe von Ordnern und Dateien, die auf einem Server liegen. Irgendwann kommt der Moment in dem die Lösung eines Problems oder eine gewünschte Veränderung nur über die direkte Bearbeitung einer dieser Dateien möglich ist. Im Folgenden erläutern wir das Vorgehen und worauf unbedingt geachtet werden sollte.

Texteditor verwenden

Wichtig zu wissen: Um die Dateien von WordPress anzusehen und zu bearbeiten wird ausschließlich ein Texteditor verwendet und kein Textverarbeitungsprogramm wie Word oder Pages! Letztere speichern die Inhalte gerne in ihren eigenen Formaten, die für WordPress unleserlich sind.

Auch wenn jedes Betriebssystem bereits einen einfachen Texteditor besitzt (Windows: Editor, macOS: TextEdit) lohnt es sich einen der gängigen kostenfreie Editoren zu installieren, da der Funktionsumfang deutlich größer ist. Beliebt sind z.B. Atom für Windows, macOS und Linux oder notepad++ für Windows.

FTP-Zugriff

Falls die Datei bereits auf dem Server liegt, muss der Zugriff per FTP erfolgen, damit die Datei vom Server auf den eigenen Rechner geladen und wieder zurück gesichert werden kann. Alles wichtige zu diesem Thema findet sich in unserem FTP-Grundlagenartikel.

Backup, Backup, Backup

Eine empfehlenswerte Gewohnheit ist es grundsätzlich erst eine Sicherheitskopie der zu bearbeitenden Datei zu erstellen, so dass bei Problemen immer der Ursprungszustand wieder hergestellt werden kann. Sollen mehrere Dateien bearbeitet werden, kann auch ein Gesamtbackup der WordPress Installation sinnvoll sein. Auch zu diesem Thema existiert ein WordPress Backup Grundlagenartikel.

Finger weg: Der eingebaute WordPress Design Editor

Im Administrationsbereich von WordPress findet sich unter ‘Design’ > ‘Editor’ eine Möglichkeit die Dateien der Themes zu bearbeiten. Wir raten dringend davon ab diese Option zu nutzen. Abgesehen davon dass die Funktion allein aus Sicherheitsgründen deaktiviert werden sollte, kann z.B. mit einem Fehler bei der Bearbeitung der functions.php die gesamte WordPress Installation lahm gelegt werden. Dann fehlt allerdings auch der Zugriff auf den internen Editor, so dass auf diesem Wege der Fehler nicht mehr behoben werden kann.

Fallstricke: Code Snippets

Du entdeckst ein tolles Code Snippet im Netz, dass Du für Deine Website verwenden möchtest. Im Grunde sollte alles relativ einfach sein, wenn Du unsere Hinweise beachtest. Allerdings können sich beim Kopieren und Einsetzen der Code Snippets in Deine Website leicht Fehler einschleichen. Falls die Website, von der Du den Code kopierst nicht gut eingerichtet ist, kopierst Du fehlerhaften Code.

Ein typisches Beispiel sind "Anführungsstriche". Im Fliestext dieser Website, den Du gerade liest, macht WordPress automatisch aus den klassischen Anführungszeichen sogenannte typographische Anführungszeichen (sind etwas geneigt). Würden wir nun Code im Fließtext ohne spezielle Auszeichnung ausgeben, würdest Du beim Kopieren des Codes in einen Texteditor die falsche Form von Anführungsstrichen (" statt ") erhalten und der Code würde nicht funktionieren. Falls du auf unerklärliche Probleme triffst, prüfe nochmal, ob die Anführungsstriche " oder auch das Apostoph ' in der richtigen Form vorliegen. Weitere Probleme können auch durch das Mitkopieren der Zeilennummern oder problematische Sonderzeichen entstehen.

Fazit: WordPress Dateien bearbeiten

Lieber gleich richtig mit einem FTP-Client und Texteditor arbeiten und die Sicherheitskopie nicht vergessen!

Beiträge vs Seiten: Was ist der Unterschied?

Der Hauptverwendungszweck von WordPress ist es Inhalte im Netz zu präsentieren. Zu diesem Zweck gibt es von Haus aus zwei Darstellungstypen: den Beitrag (englisch post) oder die Seite (englisch page). Da beide deutlich mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede aufweisen, kommt schnell die Frage auf wann welche Form genutzt werden sollte.

Historie: Es war einmal ...

WordPress startete als reines Blogsystem und so gab es ursprünglich auch nur die Möglichkeit Beiträge zu veröffentlichen. Die Funktion für Seiten wurde erst später integriert. Dabei ist der zentrale Aufbau von Beiträgen und Seiten identisch: Es gibt eine Überschrift und einen Inhaltsbereich in dem Texte und Medien wie Bilder, Audios oder Videos veröffentlicht werden können.

Was ist der Unterschied zwischen Beiträgen und Seiten?

Seiten sind im Grunde genommen eine reduzierte Version von Beiträgen, bei denen folgende Funktionen fehlen:

Was eignet sich besser wofür?

Man könnte sich fragen wozu eine neue Funktion integrieren, die weniger Möglichkeiten bietet als die bisherigen Beiträge: Es kommt auf den Verwendungszweck der Inhalte an.

Wann sollten eher Beiträge genutzt werden?

Beiträge sind für's Bloggen ausgelegt. Deren Inhalte werden an den wichtigen Stellen automatisch verlinkt und angezeigt und darüber hinaus lassen sich über die Kategorie und Tag-Ansichten schnell themenverwandte Artikel auffinden. Die Pingbackfunktion hat zumindest früher für einen regen Austausch zwischen verschiedenen Blogs gesorgt.

Beiträge eigenen sich also ideal, wenn es um die Erstellung von regelmäßigen Inhalten für Blogs oder einen Newsbereich geht, bei denen die aktuellen Informationen möglichst alle Leser erreichen sollen, sei es über die automatisch angelegte Blogansicht mit der typischerweise chronologischen Auflistung oder den RSS-Feed.

Wann sollten eher Seiten verwendet werden?

Wenn es um Inhalte geht, die einerseits nicht im Nachrichtenfluss wie der Blogansicht oder den RSS-Feed aufgeführt und andererseits an einer festen Stelle (statisch) in der Internetseite eingebunden werden sollen. Dies sind Elemente, die nur bei Bedarf gelesen werden wie z.B. das Impressum, eine 'Über uns' Seite, ein Kontaktformular, ein Gästebuch etc. Solche Inhalte will in der Regel niemand in der Blogansicht oder in seinem RSS-Feed lesen.

CPT: Custom Post Types

Auch wenn mit dieser Unterscheidung eigentlich alles Wesentliche erläutert ist, wollen wir noch einen kurzen Ausblick zu Custom Post Types (CPT) geben, da manche Themes und Plugins diese erweiterte Funktionalität nutzen. WordPress bietet die Möglichkeit neben Beiträgen und Seiten weitere Inhaltstypen zu definieren. So lassen sich CPT wie Veranstaltung, Portfolio oder TV-Serie erstellen, die eigene Kategorien und Tags (Taxonomie) erhalten und noch viel wichtiger: es können neben der Überschrift und dem Textfeld zusätzliche spezielle Felder definiert werden wie Veröffentlichungsjahr, Hauptdarsteller, Veranstaltungsort, etc.

Leider sind diese Möglichkeiten von Haus aus nicht im Adminbereich von WordPress konfigurierbar, sondern müssen erst über entsprechenden PHP-Code erstellt werden. Allerdings gibt es Plugins, die solche Optionen auch Einsteigern zugänglich machen.

Fazit Beiträge vs Seiten

Das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen Beiträgen und Seiten ist, ob der Inhalt im Nachrichtenfluss auftauchen soll oder nicht. Falls eine besondere individuelle Darstellungsform gewünscht wird, lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema Custom Post Types.

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