Link auf neuer Seite öffnen: target_blank und noopener

Dass angeklickte Links sich in einem neuen Fenster öffnen, ist keine Seltenheit. Durch diese Einstellung führst Du Deine Besucher zu externen Websites, ohne dass sie Deine Seite vollständig verlassen. Das kann sehr sinnvoll sein, aber leider existiert mittlerweile ein Sicherheitsproblem bei der üblichen Handhabung dieser Funktion. Doch auch dies kann gelöst werden.

Links im neuen Browserfenster öffnen

Wenn Du möchtest, dass ein angeklickter Link sich in einem neuen Browserfenster öffnet muss in dem Standard-HTML-Code für den Link etwas ergänzt werden:

<a href="https://wphelp.de">mein Link</a>

Hinzugefügt wird ein sogenanntes Attribut: target="_blank":

<a target="_blank" href="https://wphelp.de">mein Link</a>

Durch dieses Attribut weiß der Browser, dass beim Klick auf den Link ein neues Browserfenster oder ein neuer Tab geöffnet werden soll.

Wenn Du Dich nicht mit HTML-Code beschäftigen magst, kannst du auch einfach den visuellen Editor in WordPress nutzen und diese Funktion einfach per Klick einschalten. Wir zeigen Dir wie das sowohl im Klassischen Editor als auch dem neuen Gutenberg oder Block Editor geht.

Klassischer Editor

Im Klassischen Editor klickt man zunächst in der visuellen Ansicht auf den Link.

WordPress Links öffnen Classic Editor

Dann erscheint ein kleines Feld (1), das die URL anzeigt mit einem Bleistiftsymbol. Wenn du wiederum auf das Bleistiftsymbol klickst, ändert sich das Feld, so dass Du die URL editieren kannst. Wenn Du nun auf das Zahnradsymbol (2) klickst, erscheint ein größerer Einstellungsbereich in dem sich die Option "Link in einem neuen Tab öffnen" aktivieren lässt.

Zum Schluss musst Du noch den "Aktualisieren" Button in dem Fenster klicken und die Änderung für die gesamte Seite "Speichern" oder "Aktualisieren".

Gutenberg Editor

Im Gutenberg Editor ist der Ablauf sehr ähnlich. Auch hier klickst Du zunächst auf den Link im Editor.

WordPress Links öffnen Block Editor

Es erscheint ein kleines Feld (1), das die URL anzeigt mit einem Bleistiftsymbol. Wenn du wiederum auf das Bleistiftsymbol klickst, ändert sich das Feld, so dass Du die URL editieren kannst. Wenn Du nun auf das Symbol mit den drei übereinanderliegenden Punkten (2) klickst, erscheint unterhalb ein weiterer Einstellungsbereich in dem sich die Option "In neuem Tab öffnen" aktivieren lässt (3).

Achtung: Die Änderung wird erst in den Code übernommen, wenn Du abschließend auf das Enter-Symbol links neben den drei übereinanderliegenden Punkten klickst und anschließend die geänderte Seite speicherst bzw. aktualisierst. Klickst Du einfach nur an eine andere Stelle im Editor, verschwindet das Einstellungsfenster einfach und die Änderung wird nicht übernommen.

Es könnte so einfach sein

Sehr lange Zeit brauchtest Du nicht mehr zu dem Thema wissen. Aber leider ergibt sich aus dieser Nutzung von target="_blank" ein Sicherheitsproblem. Deshalb ist seit dem WordPress-Update auf Version 4.7.4 im Frühjahr 2017 zu dem bekannten Attribut noch ein weiteres hinzugekommen.

Das Sicherheitsrisiko "target_blank"

Die einfache Verwendung von target="_blank" öffnet die Möglichkeit für Phishing-Angriffe. Besonders groß ist das Risiko, Opfer eines solchen Phishing-Versuchs zu werden, auf Seiten, die viele von Nutzern generierte Inhalte haben. Facebook ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Ein Sicherheitsrisiko ist aber jeder Link, der dieses Attribut ohne Zusätze nutzt.

Jedes Mal, wenn target="_blank" ohne weitere Attribute zum Einsatz kommt, wird im Browser der aufgerufenen neuen Seite eine Referenz zur Ausgangsseite übergeben. Auf diesem Weg kann die neue Seite den Inhalt des Browserfensters der Ausgangsseite manipulieren. Das kann in einigen Fällen gewollt und hilfreich sein, aber es bietet leider auch die Möglichkeit der böswilligen Manipulation.

Beispiel: Du folgst einem Link auf einer Seite wie Facebook zu einer externen Seite. Wenn die aufgerufene Seite entsprechend präpariert wurde, kann, ohne dass Du es bemerkst, die Seite von der Du kommst (Facebook) von Dir unbemerkt verändert werden. Du glaubst später, zu Facebook zurückzukehren, landest aber auf einer ganz anderen Seite, die nur nach Facebook aussieht. Dass jetzt Deine Einloggdaten nochmal abgefragt werden, wundert Dich wahrscheinlich kaum. Schon bist Du ein Phishing-Opfer geworden. Keine Sorge: Facebooklinks sind mittlerweile ebenfalls gegen diese Art der Manipulation abgesichert.

Das Risiko besteht allerdings eher bei Websites, die es vielen verschiedenen Nutzern ermöglichen selbst Links zu veröffentlichen. Trotzdem hat WordPress entschieden das Sicherheitsrisiko für alle zu minimieren.

"noopener noreferrer" lösen das Problem ... eigentlich

Das Sicherheitsproblem lässt sich sehr einfach lösen. Dazu muss neben dem Attribut target="_blank" auch das Attribut rel="noopener" verwendet werden. Auf diese Weise wird dem neuen Fenster der Zugriff auf das aufrufende Browserfenster verweigert.

Deshalb hat WordPress im Frühjahr 2017 mit der Version 4.7.4 eine Funktion ergänzt, die in bestimmten Fällen automatisch für den Zusatz rel="noopener" sorgt:

<a target="_blank" rel="noopener" href="https://wphelp.de">mein Link</a>

Da aber der Firefox Browser bis März 2017 rel="noopener" nicht unterstützte, wurde zusätzlich auch das Attribut "noreferrer" ergänzt:

<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://wphelp.de">mein Link</a>

Wichtig: Zu einer korrekten Verwendung im HTML-Code gehört die Regel, dass es nur ein rel= Attribut pro Link geben soll. D.h. wenn mehrere Befehle ergänzt werden, schreibt man das rel nur einmal und setzt die Angaben getrennt mit Leerzeichen hintereinander in die Klammern:

rel="noopener noreferrer"

Damit ist die Sicherheitslücke auch für ältere Firefoxinstallationen behoben, allerdings können unter Umständen dadurch andere - allerdings weniger sicherheitskritische - Probleme für das Tracking Deiner Website und bei der Verwendung von Affiliateprogrammen entstehen. Falls Dich das interessiert, haben wir das Thema zum Ende dieses Artikels ausführlicher beschrieben.

Verwirrende Updates

Da mittlerweile auch der Firefox Browser die noopener Funktion unterstützt, wurde mit der Veröffentlichung von WordPress 4.8 im Juni 2017 die automatische Ergänzung wieder auf noopener reduziert und damit auf noreferrer verzichtet. Das gilt allerdings nur für den klassischen Editor. Denn erstaunlicherweise erfolgt bei dem mit WordPress 5.0 im Dezember 2018 eingeführten neuen Block oder Gutenberg Editor die automatische Ergänzung wieder mit rel="noopener noreferrer" (Stand Frühjahr 2019).

WordPress ergänzt nicht alle Links

WordPress ergänzt leider nicht alle Links automatisch. Stattdessen werden die Attribute nur in Beiträgen und Seiten automatisch hinzugefügt, die nach der Installation des Updates von Version 4.7.4 im April 2017 erstellt oder bearbeitet wurden. Zudem muss dafür der visuelle Editor von WordPress oder die Link Funktion aus dem Menü des Editors verwendet werden.

Auch Links, die Deine Besucher in den Kommentaren hinterlassen werden nicht automatisch mit rel="noopener" versehen. Darüber hinaus nehmen auch einige Page Builder Plugins diese Änderung nicht vor.

noopener Plugin?

Für Websites, die schon etwas umfangreicher und gut besucht sind, wäre es sehr mühsam alle Links manuell zu überprüfen und ggf. anzupassen. Das kostenfreie Plugin WP External Links ist hier sehr hilfreich.

WordPres Plugin: External Links Screenshot

Mit Hilfe des Plugins lässt sich genau definieren welche Attribute automatisch zugeordnet werden sollen. Dabei können die Einstellungen getrennt für interne und externe Links gesetzt werden und es lassen sich auch Ausnahmen definieren.

Was für Dich zu tun bleibt

Falls Deine WordPress-Installation nicht automatisch die neuen Attribute eingefügt hat, kannst Du dies natürlich selbst angehen. Zuerst solltest Du aber diese Fragen für Dich beantworten, um Dir mitunter viel unnötige Arbeit zu sparen:

  1. Nutzt Du überhaupt target="_blank"? Falls nicht, kannst Du einfach alles beim Alten lassen, denn für Dich ändert sich nichts.
  2. Benutzt Du Analyse-Tools? Diese werden ggf. auch dann durcheinander gebracht, wenn Du interne Links in neuen Fenstern öffnest.
  3. Nutzt Du Affiliate-Programme? Dann solltest Du klären, ob diese Probleme mit "noreferrer" haben.
  4. Können Fremde Links auf Deiner Seite posten, z. B. in Kommentaren? Solche Links stellen ein höheres Sicherheitsrisiko dar als Links, die Du selbst sorgfältig prüfst, ehe Du sie setzt.

Änderungen manuell oder per Plugin durchführen

Wenn Du die neuen Attribute nutzen willst, musst Du aktiv werden. Am sichersten ist es, jeden Link zu überprüfen, und sich nicht auf eine automatische Änderung zu verlassen. Dies betrifft insbesondere die Kommentarfunktion. Da diese nicht über den Editor läuft, musst Du Links manuell um die neuen Attribute ergänzen.

Einfacher geht es mit dem oben genannten Plugin WP External Links. Es ermöglicht Dir, genau zu definieren, wie interne und externe Links sich verhalten und welche Attribute sie erhalten sollen. Auch Ausnahmen für Affiliate-Links sind möglich.

Das nofollow Problem im Gutenberg Editor

Es gibt ein weiteres Attribut, dass häufig Links beigefügt wird: nofollow. Dies signalisiert Suchmaschinen, dass sie diesem Link nicht folgen sollen. Weitere Infos zu nofollow findest du in dem Artikel "Was bedeutet NoFollow?" aus der SEO-Küche.

Nun gibt es zwei Probleme, die bei der Nutzung des Block oder Gutenberg Editors auftreten können.

nofollow wird überschrieben

WordPress selbst bietet keine Möglichkeit per Klick einem Link nofollow hinzuzufügen. Dazu muss man in die HTML-Ansicht umschalten (das ist auch nur für einen Block möglich) und dann dem Link das rel="nofollow" hinzufügen:

<a rel="nofollow" href="https://wphelp.de">mein Link</a>

Wenn du aber erst nachdem Du das erledigt hast, über den Menübutton die Einstellung "In neuem Tab öffnen" für den Link aktivierst, wird Dein rel="nofollow" durch rel="noopener noreferrer" ersetzt.

Dann musst Du nofollow wieder nachtragen, allerdings auf eine bestimmte Weise. Damit kommen wir zu dem zweiten möglichen Problem.

nofollow: Block enthält unerwarteten oder ungültigen Inhalt

Wenn Du im Gutenberg Editor bei aktivierter "In neuem Tab öffnen" Einstellung einfach rel="nofollow" ergänzt, erscheint plötzlich eine Fehlermeldung an dem Block: "Dieser Block enthält unerwarteten oder ungültigen Inhalt".

WordPress Gutenberg Editor: unerwarteter ungültiger inhalt

Das kommt daher, dass laut HTML-Syntax für jeden Link nur ein rel="..." gesetzt werden kann.

<a rel="noopener noreferrer" rel="nofollow" href="https://wphelp.de">mein Link</a>

... ist also nicht korrekt!

Du löscht in diesem Fall die rel="nofollow" Angabe und trägst nofollow mit zu den anderen Angaben des vorhandenen rel="noopener noreferrer" Attributes:

<a rel="noopener noreferrer nofollow" href="https://wphelp.de">mein Link</a>

Dann beschwert sich Gutenberg auch nicht mehr.

Achtung: Wenn Du den Link erneut bearbeitest und die Einstellung "In neuem Tab öffnen" deaktivierst, wird auch das nofollow gelöscht und Du musst es manuell wieder eintragen!

Tücken bei der Nutzung von noreferrer

An dieser Stelle folgen noch ein paar Informationen zu möglichen Problemen bei der Verwendung von noreferrer.

Update: Wie bereits weiter oben ergänzt, wurde mit dem WordPress Update auf Version 4.8 im Juni 2017 auf die automatische Ergänzung von noreferrer verzichtet, aber leider wieder mit dem Gutenberg Editor ab WordPress 5.0 im Dezember 2018 eingeführt.

Die ergänzende Nutzung von noreferrer löst zwar das Sicherheitsproblem, aber kann unter bestimmten Umständen zu weiteren Problemen führen. Diese sind allerdings nicht sicherheitskritisch.

Denn noreferrer verhindert nicht nur wie noopener, dass das aufrufende Fenster nicht manipuliert werden kann, sondern auch, dass die aufrufende Seite dem neuen Fenster Informationen sendet. Auf solche Informationen greifen z.B. Analyse-Tools wie Google Analytics gerne zu und können dadurch nicht erkennen woher der Besucher kommt. Das gleiche gilt für einige Affiliate-Programme.

D.h. bei Affiliateprogramme, die Provisionen zahlen basierend auf der Information von welcher Website der Besucher kam, kann es dann passieren, dass die Affiliatesoftware den Käufer nicht als Besucher von Deiner Seite zuordnen kann und damit entgeht Dir die eigentlich wohlverdiente Provision.

Die meisten Affiliateprogramme funktionieren glücklicherweise darüber, dass der eigentlichen URL ein Code angehängt wird über den die verlinkte Seite feststellen kann von wem der Verkauf vermittelt wurde. Wenn Du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, ist der Artikel "Schadet der WordPress-„noreferrer“ Amazon Affiliates?" von Peer Wandiger empfehlenswert.

Kommentare abschalten, löschen oder schließen

WordPress ist durch das einfache Handling und die Anpassbarkeit längst ein beliebtes CMS. Nicht immer jedoch werden die typischen Blog-Eigenschaften wie Kommentare benötigt. Auf Unternehmensseiten können diese sogar störend sein.

Doch WordPress wäre nicht WordPress, wenn sich nicht auch dies ganz einfach anpassen lassen würde. Dafür stehen Dir mehrere Wege zur Verfügung:

1. Kommentare in den Einstellungen deaktivieren

Wenn Deine WordPress-Installation ganz frisch ist oder Du erst wenige Seiten und Beiträge hast, ist diese Option am besten geeignet. Über die WordPress-eigene Einstellung, kannst Du die Kommentare deaktivieren.

Für die globale Einstellung, die Kommentare für alle zukünftigt neu erstellten Seiten und Beiträge zu deaktivieren, entfernst Du im Adminbereich unter "Einstellungen" > "Diskussion" den Haken bei "Erlaube Besuchern, neue Beiträge zu kommentieren".

Dies betrifft ausschließlich neu erstellte Beiträge; bereits veröffentlichte bleiben von dieser Einstellung leider unbeeinflusst und können ggf. auch weiterhin kommentiert werden. Daher ist diese Lösung auch für frische WordPress Installationen am geeignetsten. Es gibt noch einen kleinen Trick in Bezug auf die bereits vorhandenen Beiträge, den wir Dir weiter unten verraten.

2. Kommentare für einzelne Beiträge oder Seiten deaktivieren

Wenn Du die Kommentare auch bei bereits veröffentlichten Inhalten deaktivieren willst, musst Du bei bestehenden Seiten und Beiträgen die Kommentarfunktion manuell deaktivieren.

Für einzelne Beiträge kannst Du die Kommentarfunktion entweder im Bereich "Diskussion" in der Editoransicht des Beitrages oder im Quick Edit deaktivieren. Dafür musst Du nur den Haken für "Kommentare erlauben" entfernen und die Änderung speichern. In der Regel solltest Du dann auch gleich die "Trackbacks und Pingbacks" ebenfalls deaktivieren.

In der klassischen Editoransicht findest Du diese Einstellung unterhalb des Editors und im Gutenbergeditor im Reiter "Dokument" in der Sidebar mit den Einstellungen, die Du durch ein Klick auf das Zahnrad oben rechts anzeigen lässt.

Diese Einstellung gilt allerdings stets nur für die aktuell bearbeite Seite oder den bearbeiteten Beitrag. Die allgemeine Einstellung bleibt davon unberührt.

Wichtig: Damit können dann zwar keine neuen Kommentare hinterlassen werden, aber die bereits vorhandenen Kommentare werden weiterhin angezeigt! Dazu weiter unten mehr.

Achtung: Falls Du noch den klassischen Editor nutzt, kann es sein, dass Du zunächst über den "Ansicht anpassen" Button oben rechts in der Editoransicht das Menü für die Darstellung der verschiedenen Einstellungsbereiche ausklappen und dort einen Haken bei der Option "Diskussion" setzen musst. Ansonsten wird Dir der benötigte Einstellungsbereich für "Diskussion" nicht angezeigt.

Es existiert dort auch eine Option für "Kommentare", die aber nur vorhandene Kommentare anzeigt und über die sich neue hinzufügen lassen.

3. Kommentare per Plugin deaktivieren

Besteht Deine WordPress-Installation schon länger und hat entsprechend viele Beiträge und Seiten, ist das manuelle Deaktivieren der Kommentarfunktion für jede Seite zu umständlich. Hier können Plugins Abhilfe schaffen, wie z.B. Disable Comments.

Dieses Plugin bietet unter "Einstellungen" > "Disable Comments" die Möglichkeit an, Kommentare zu deaktivieren. Dabei ist auch ein Deaktivieren nur für bestimmte Beitragstypen möglich.

Achtung: Es kann sein, dass die Anzahl der bereits geschriebenen Kommentare vom Theme weiterhin angezeigt wird.

Ebenso einfach kannst Du die deaktivierten Kommentare auf diesem Weg auch wieder einblenden.

Kommentare mit Plugin aus Datenbank löschen

Mit dem Disable Comments Plugin kannst Du die Kommentare auch dauerhaft aus der Datenbank löschen. Auf diese Weise bleiben sie auch dann verschwunden, wenn Du das Plugin einmal deinstallieren willst.

Diese Möglichkeiten findest Du in einem anderen Bereich unter "Werkzeuge" > "Kommentare löschen". Auch hier kannst Du nur die Kommentare eines speziellen Inhaltstyps löschen.

4. Kommentare über die Datenbank schließen

Wer sich traut kann das Schließen der Kommentare auch über die Datenbank erledigen. Bitte unbedingt vorher an ein Backup Deiner Daten denken!

Dann rufst du die Datenbank Administration auf. Meist findest du diese in der Administration Deines Webhosting Anbieters und dieser stellt dafür meistens phpMyAdmin zur Verfügung. Alternativ kannst du auch das Plugin ARI Adminer installieren.

Folgenden Befehl führst Du dann aus, um die Kommentare für alle Beiträge und Seiten auf einmal zu schließen:

UPDATE wp_posts SET comment_status='closed' WHERE post_status = 'publish' AND post_type = 'post';
UPDATE wp_posts SET comment_status='closed' WHERE post_status = 'publish' AND post_type = 'page';

Um alle Kommentare wieder zu öffnen gibt es einen entsprechenden Befehl:

UPDATE wp_posts SET comment_status='open' WHERE post_status = 'publish' AND post_type = 'post';
UPDATE wp_posts SET comment_status='open' WHERE post_status = 'publish' AND post_type = 'page';

Wichtig: Um bei neuen Beiträgen oder Seiten nicht automatisch wieder Kommentare zuzulassen, musst Du die unter Punkt 1 genannte Einstellung ändern.

Kommentare aus der Datenbank löschen

Um die vorhandenen Kommentare aus der Datenbank zu löschen, kannst Du folgenden Befehl verwenden:

TRUNCATE `wp_commentmeta`;
TRUNCATE `wp_comments`;

5. Kommentare im Code deaktivieren

Änderungen im Code Deines Themes wirken sich unabhängig vom Alter Deiner WordPress-Installation und der Anzahl bereits veröffentlichten Beiträge auf die Kommentare aus.

Achtung: Dieser Weg ist insbesondere für Anfänger nicht empfehlenswert. Außerdem werden die Kommentare nur in dem bearbeiteten Theme nicht mehr dargestellt, sind allerdings noch in der Datenbank vorhanden. Sobald Du auf ein anderes Theme wechselst, werden die Kommentare auch wieder dargestellt. Diese Lösung solltest du nur nutzen, wenn Du Dich schon ein wenig mit WordPress auskennst.

Wichtig: Denke daran, die Änderungen in einem Child-Theme vorzunehmen. Denn anderenfalls werden sie bei einem Update des Themes einfach überschrieben. Zudem ist es bei einem Child-Theme nicht ganz so tragisch wie beim tatsächlichen Theme, wenn sich bei den Änderungen im PHP-Code Fehler einschleichen. Ebenfalls wichtig: Mache zuerst eine Sicherheitskopie aller Dateien, an denen Du Änderungen vornehmen willst.

Anpassungen in der single.php

Da bei WordPress die Beiträge über die Datei single.php angezeigt werden, erstellst Du eine Kopie dieser Datei in Deinem Child Theme Ordner und öffnest Du diese dann in einem Editor. In der Regel wird die Anzeige der Kommentare über den Aufruf comments_template(); gesteuert. Im Standardtheme Twenty Nineteen sehen die Zeilen, die Du suchst, z.B. so aus:

// If comments are open or we have at least one comment, load up the comment template.
if ( comments_open() || get_comments_number() ) {
	comments_template();
}

Um die Kommentarfunktion zu deaktivieren, reicht es aus, zu Beginn jeder Zeile ein // einzufügen und diese Code-Zeilen so zu Kommentaren in der .php-Datei zu machen. Alternativ kannst Du diese Zeilen aber auch löschen:

// If comments are open or we have at least one comment, load up the comment template.
// if ( comments_open() || get_comments_number() ) {
//	comments_template();
// }

Je nach Theme kann die relevante Passage auch etwas anders aussehen und dazu zeigen Themes oft auch an verschiedenen Stellen die Anzahl der vorhandenen Kommentare an. Diese Bereiche solltest du dann auch aus dem Code entfernen oder - falls möglich - in den Themeeinstellungen deaktivieren.

Anpassungen in der page.php

Die Seiten einer WordPress-Installation werden in der Regel über die Datei page.php generiert. Ebenso wie bei der single.php erstellst Du eine Kopie der Datei im Child Theme Ordner, rufst Du die Datei im Editor auf und suchst die Code-Zeilen, die Du auch bereits in der single.php bearbeitet hast. Auch hier setzt Du entweder vor jede Zeile ein // oder löschst die Zeilen komplett.

6. Kommentare nach einiger Zeit schließen

Im Adminbereich unter "Einstellungen" > "Diskussion" findet sich die Einstellung "Kommentare zu Beiträgen, die älter als xx Tage sind, automatisch schließen". Damit kannst Du dafür sorgen, dass nach der Veröffentlichung eines Beitrages die Kommentarfunktion nach der genannten Anzahl an Tagen automatisch geschlossen wird.

Workaround: Kommentare alter Beiträge und Seiten schließen

Falls Du die Kommentarfunktion für alte Beiträge und Seiten schließen willst, ohne ein Plugin zu verwenden oder direkt in der Datenbank zu arbeiten, kannst Du einen kleinen Trick verwenden.

Indem Du die Zeit bis die Kommentare geschlossen werden sollen einfach auf 1 setzt. Damit wird die Kommentarfunktion für alle Beiträge und Seiten, die vor mehr als einem Tag veröffentlicht wurden deaktiviert. Du müsstest höchstens noch bei Beiträgen nacharbeiten, die Du innerhalb der letzten 24 Stunden veröffentlicht hast.

Fazit: Kommentare managen ist nicht schwer

Du siehst das steuern der Kommentarfunktion in WordPress ist nicht schwer und auch wenn manchmal ein kleiner Trick notwendig ist, kannst Du vieles sehr gut mit den vorhandenen WordPress Bordmitteln lösen.

WordPress Umleitungsproblem lösen

Stehst Du vor folgendem Problem? Statt eine Seite aufzurufen, gibt Dein Browser nur den Fehler "Diese Seite funktioniert nicht", "Error 301" oder auch "err_too_many_redirects" aus. Dies steht für "Too many redirects" oder "Redirect loop". Dann hast Du es mit einem Umleitungsproblem in WordPress zu tun.

Too many Redirects oder diese Seite funktioniert nicht.

Zum Glück kannst Du das Problem beheben.

Was steckt hinter dem "Too many redirects"-Problem?

Diese Fehlermeldungen Deines Browsers entstehen, wenn ein Link zu oft umgeleitet wird. Wenn Du eine Internetadresse per URL aufrufst, kann Dein Browser eine Redirect (Umleitung) Information erhalten, die bedeutet, dass die gesuchten Inhalte mittlerweile über eine andere URL zu erreichen sind. Dann versucht der Browser automatisch gleich die Weiterleitungs-URL aufzurufen.

In den meisten Fällen gelingt dies sofort und der Besucher merkt oft gar nicht, dass er umgeleitet wurde. Du kannst das z.B. nachvollziehen, wenn Du die URL http://google.de aufrufst. Das klappt sofort, aber wenn du anschließend schaust welche URL Dir im Browser angezeigt wird. Wirst Du feststellen, dass Du auf die URL https://www.google.de umgeleitet wurdest. Mehr dazu wie Du selbst solche Umleitungen in WordPress einrichten kannst, findest Du in unserem Artikel "404-Fehler: Probleme durch Umleitungen beheben" und "WordPress Domain ändern".

Es kann aber vorkommen, dass dem Browser beim Versuch die Weiterleitungs-URL aufzurufen erneut eine Umleitung auf wieder eine andere URL signalisiert wird. Die meisten Browser machen dieses Spiel für maximal 5 bis 20 Umleitungen mit, bevor sie aufgeben und signalisieren, dass sie zu oft umgeleitet wurden.

In den meisten dieser Fälle handelt es sich aber nicht um 20 verschiedene Umleitungen, sondern häufig ist der Browser einfach in einer Schleife gefangen, in welcher er endlos zwischen zwei oder auch mehrerer URLs im Kreis herumgeleitet wird und schließlich aufgibt. Das Ergebnis ist der besagte Fehler.

Dieser Fehler kommt beispielsweise zustande, wenn Du eine URL https://www.erste-adresse.de (1) aufrufst und diese eine Weiterleitung auf URL https:// www.zweite-adresse.de (2) enthält. URL Nr. 2, auf die verwiesen wird, leitet aber wieder direkt zu der ersten URL zurück. So entsteht eine Endlosschleife.

Browserbedingte Ursachen für Error 301

Wenn Du dem "err_too_many_redirects" oder "Redirect loop" begegnest, beginnt die Fehlersuche. Manchmal sind es sehr kleine Dinge in Deinem Browser, die sich schnell beheben lassen. Probiere zuerst aus, ob es an ihnen liegt.

Alte Cookies und Browsercache löschen

Veraltete Cookies oder auch zwischengespeichertes Javascript können den "Too many redirects" hervorrufen. Hast Du z. B. am Vortag eine Seite besucht und Dich eingeloggt, um anschließend auf einer Unterseite den Shop zu besuchen, kann es heute zu Problemen kommen. Wurden die Cookies nicht ganz gelöscht, leiten sie Dich zum Shop weiter. Hier wirst Du aber zum Einloggen geleitet, aber die Reste der Cookies führen Dich erneut zum Shop.

Die Lösung ist denkbar einfach: Lösche alle Cookies und den Cache im Browser und versuche dann erneut, die Seite aufzurufen. Anleitungen zum Löschen des Caches für die verschiedenen Browser findest Du hier. Dies sollte stets der erste Schritt bei einem Fehler dieser Art sein. Festzustellen ob das Problem mit Deinem Browser zu tun hat, ist auch sehr schnell mit Hilfe eines anderen Browsers als Deinem Stadardbrowser möglich.

Probleme mit Browser Add-Ons

Manchmal sind auch fehlerhaft laufende Addons Deines Browsers die Ursache. Deaktiviere oder Deinstalliere sie nach und nach, um zu testen, ob eines davon verantwortlich für die Probleme ist. Alternativ rufe die Seite mit einem anderen Browser auf, um zu testen, ob auch er eine Fehlermeldung anzeigt.

Probleme in der WordPress-Installation

Wenn es nicht an Deinem Browser liegt, musst Du Deine WordPress-Installation genauer unter die Lupe nehmen. Das Schwierige hierbei ist, dass Redirects (Umleitungsbefehle) an den unterschiedlichsten Stellen ausgelöst werden können:

  1. In der .htaccess
  2. durch WordPress oder Plugin PHP Code
  3. mittels Javascript
  4. in der Konfiguration des Servers oder Deines Webhostings

Einige zusätzliche Informationen kannst Du über den Dienst Redirect Checker erhalten. Hier gibst Du einfach die URL der Seite an, bei der das Problem auftritt und erhältst dann detaillierte Informationen darüber was vor sich geht. Vielleicht findest Du hier schon einen Hinweis auf die Problemursache, ansonsten arbeitest Du einfach folgende Punkte einen nach dem anderen ab.

Caching Plugins

Viele WordPress Installationen nutzen extra Caching Plugins wie z.B. W3 Total Cache, WP Super Cache oder das von uns gern genutzte WP Rocket. Gelegentlich können alten Daten im Plugin Cache entsprechende Probleme verursachen. Insbesondere wenn das Problem bei nicht in WordPress eingeloggten Besuchern auftritt, während Du eingeloggt in WordPress kein Problem siehst. D.h. hier sollten alle Caches gelöscht werden.

Auch wenn dies Dein Problem nicht löst, solltest Du für den Zeitraum der Fehlersuche Dein Caching Plugin ausgeschaltet lassen. Dann kannst Du sicher sein, dass Du nicht vielleicht doch das Problem eigentlich beheben konntest, es aber nicht bemerkst, weil veraltete Daten aus dem Cache ausgeliefert werden. Sobald Du die Lösung gefunden hast, schaltest Du das Caching Plugin wieder ein.

WordPress- und Website Adresse

WordPress selbst muss wissen unter welcher URL es für Besucher zu finden sein soll (Website Adresse: WP_SITEURL) und unter welcher URL die Dateien mit dem WordPress Code zu finden sind (WordPress Adresse: WP_HOME). In den meisten Fällen sind beide URLs identisch. Du kannst aber auch Deine WordPress-Dateien auf dem Server in einem Unterordner wie z.B. "Blog" speichern und trotzdem über Deine "normale" Domain aufrufen lassen. Dann würden Deine Besucher die Seite über die Website Adresse (WP_SITEURL) ...

https://www.deine-seite.de

... aufrufen, aber der Aufruf der WordPress Dateien erfolgt für den Besucher nicht erkennbar über die WordPress Adresse (WP_HOME)...

https://www.deine-seite.de/blog

Diese Einstellungen werden normalerweise während der WordPress Installation automatisch gesetzt und sind im Administrationsbereich unter "Einstellung" > "Allgemein" zu finden.

WordPress Einstellungen: Seitenadresse

Probleme treten hier meist erst bei einer Änderung auf wie z.B. dem Wechsel Deines Domainnamens, dem Wechsel von HTTP zu HTTPS oder von mit "www" zu ohne "www".

Ist also an irgend einer Stelle wie z.B. der .htaccess, in der Server oder Webhosting Konfiguration oder einem Plugin eine Weiterleitung zu einer anderen URL gespeichert als in der Website Adresse und WordPress Adresse angegeben, kann es schnell zu einer Redirect Schleife führen.

Willst Du z.B. von mit "www" auf ohne "www" umstellen und hast eine Weiterleitung in der .htaccess oder der Webhostingkonfiguration oder einem Plugin eingerichtet:

https://www.deine-seite.de -> https://deine-seite.de

Und in der Website Adresse und WordPress Adresse wird immer noch ...

https://www.deine-seite.de

... angegeben. Entsteht eine unendliche Umleitungsschleife. Ähnliches kann bei dem Wechsel von "http" auf "https" passieren.

Um das Problem zu lösen trägst Du die passende URL für die Website Adresse und WordPress Adresse ein. Falls sich beide Adressen unterscheiden, sollte aber zumindest der Beginn der URLs in Hinsicht auf "http" oder "https" und mit oder ohne "www" identisch sein.

Wichtig ist ebenfalls, das die Website Adresse und WordPress Adresse nicht mit einem sogenannten Slash ("/") enden.

Falls Du eine WordPress Multisite Installation nutzt, kannst Du die Website Adresse und WordPress Adresse nicht über die Einstellungen ändern. Gleiches gilt, wenn Du diese Angaben zwar in den Einstellungen findest, diese aber ausgegraut und nicht veränderbar sind. Oder falls Du durch das Umleitungsproblem gar nicht in den Administrationsbereich von WordPress gelangst. Dann hast Du die Möglichkeit die Anpassung in der Datei wp-config.php vorzunehmen. Füge dazu diese beiden Zeilen ein bzw. verändere dort bereits vorhandene Einträge:

define('WP_HOME','http://Deine-website.de');
define('WP_SITEURL','http://Deine-website.de');

Schau Dir in diesem Fall unbedingt vorher die Artikel "WordPress: Dateien sicher bearbeiten" und "wp-config.php – so funktioniert die wichtigste WordPress-Datei" an.

Redirect Plugins

Sowohl WordPress als auch einige Plugins und Themes nutzen die Funktion wp_redirect (). Die so erstellten Umleitungen sind nützlich, wenn Du z. B. von einem alten Beitrag auf einen neuen weiterleiten willst. Auch bei einem Domain-Umzug werden Umleitungen verwendet.

Plugins wie Redirection können beispielsweise auch überwachen, ob Du die URL eines Beitrages oder einer Seite änderst und automatisch eine Umleitung erstellen, so dass Besucher über alte Links keine 404 Fehlermeldung erhalten, sondern praktischerweise gleich auf die neue URL umgeleitet werden.

So praktisch dies erscheint, kann es im Alltagseinsatz doch dazu kommen, dass man die URL eines Beitrages mehrfach anpasst und z.B. von ...

https://www.deine-seite.de/wordpress-fehler

... auf ...

https://www.deine-seite.de/fehler-wordpress

... wechselt.

Dann überlegt man es sich doch anders und will doch wieder die Variante ...

https://www.deine-seite.de/wordpress-fehler

... verwenden.

Jetzt hat das Plugin bei der ersten Änderung automatisch eine passende Weiterleitung angelegt und das gleich bei der späteren Rückänderung und so werden die Besucher dauernd im Kreis herumgeschickt.

Redirection Plugin: Redirect oder auch Umleitungsschleife

Um das Problem einzukreisen, deaktiviere einzeln alle Plugins, die Umleitungen erstellen. So findest Du heraus, welches Schuld an dem Fehler ist.

Wenn Du das Plugin gefunden hast, kannst Du Dir dort auch die Umleitungen ansehen und schauen, ob dort eine Schleife entstanden ist. Durch das Löschen der überflüssigen Umleitung sollte sich das Problem dann lösen lassen.

Server oder Webhosting Konfiguration

Oft gibt es Einstellungsmöglichkeiten in der Konfiguration Deines Servers oder Deines Webhostings, die ebenfalls Umleitungen auslösen. So gibt es häufig die Funktion automatisch von http auf https umleiten zu lassen. Für sich allein genommen sollten diese Optionen unproblematisch sein, aber sobald durch ein Plugin oder die bereits genannten WordPress- und Website Adressen Umleitungen genau in die andere Richtung vorgenommen werden, können so Schleifen entstehen.

Es lohnt sich also auch einen Blick auf diese Einstellungen zu werfen. Auch wenn sich diese Probleme in der Regel über Anpassungen in der WordPress Installation lösen lassen sollten.

.htaccess wieder herstellen

Hast Du in der Vergangenheit Deine .htaccess bearbeitet? Dann kann dies möglicherweise die Ursache für die Fehlermeldungen sein. Kontrolliere die Datei gründlich, ob sie doppelte Umleitungen enthält oder falsche URLs vorhanden sind.

Falls Du auf den ersten Blick nichts findest, versuche die aktuelle .htaccess mit der bearbeiteten Version zu ersetzen. Wenn es an dieser Datei lag, sollte es anschließend keine Fehlermeldungen mehr geben. Füge Deine eigenen Anpassungen einzeln wieder hinzu, bis Du siehst, welche die Probleme verursacht hat.

Lies dazu auch unseren Artikel "Alles was Du über die .htaccess-Datei wissen musst".

Sonstige Plugins & Themes

Konntest Du bis jetzt das Problem nicht lösen, solltest Du generell prüfen, ob ein oder mehrere Plugins oder Dein Theme Probleme bereitet.

Dies kannst Du erreichen, indem Du zunächst alle Plugins deaktivierst und falls das Problem dann nicht mehr auftritt (denke daran zum Testen auch nochmal Deinen Browsercache erneut zu löschen), dann langsam ein Plugin nach dem anderen wieder einzuschalten bis das Problem wieder auftritt. So identifizierst Du das problematische Plugin.

Ähnlich kannst Du auch Dein Theme testen, indem Du auf eines der WordPress Standardthemes wechselst.

Too many Redirects Problem gelöst?

Auch wenn es viele Ursachen für das Problem gibt, solltest Du die Lösung, sobald Du alle Punkte durchgearbeitet hast, gefunden und umgesetzt haben. Falls es doch mal kniffeliger wird, ist es ratsam einerseits immer wieder die verschiedenen Caches zu löschen und zu überlegen was Du zuletzt an Deiner WordPress Installation oder Deinem Webhosting verändert hast.

Links

Alles was Du über die .htaccess-Datei wissen musst

Die .htaccess-Datei hat großen Einfluss auf deine Website. In ihr lassen sich Servereinstellungen wie z.B. Zugriffsberechtigungen, Sperrungen, Weiterleitungen und Fehlermeldungen beeinflussen. In der Datei legst Du Regeln fest, die für das gesamte Verzeichnis gelten, in dem die Datei sich befindet. Ist sie im Hauptverzeichnis gespeichert, kannst Du hier Konfigurationen für Deine gesamte WordPress-Installation vornehmen.

Doch diese Möglichkeiten machen sie auch zu einem Sicherheitsrisiko, weshalb Du wissen solltest, wie Du sie vor ungewolltem Zugriff schützen kannst.

Sicher ist sicher: Nie ohne Backup arbeiten!

Um die .htaccess Datei bearbeiten zu können, benötigst Du ein FTP-Programm und einen Texteditor (alles Wichtige zu dem Thema findest Du in unserem FTP-Artikel).

Erstelle vor jeder Änderung in der .htaccess, die Du vornehmen willst, unbedingt ein aktuelles Backup der Datei. Da es sich um eine einfache Textdatei handelt, kannst Du diese ohne großen Aufwand mit Deinem FTP-Programm herunterladen und auf Deinem Rechner sichern. Kommt es durch die Änderung zu einem Fehler, kannst Du einfach das Backup wieder hochladen und damit die fehlerhafte Datei überschreiben.

Ohne diese Regel geht es nicht

Während Du viele Regeln selbst in die .htaccess einfügen kannst, muss eine Konfiguration unbedingt vorhanden sein, damit WordPress funktioniert. Sie sorgt dafür, dass Du in WordPress eigene Permalinks erstellen und ändern kannst.

Wenn Du also an Deiner .htaccess arbeitest, stelle sicher, dass diese Regel immer enthalten ist:

# BEGIN WordPress
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
# END WordPress

Wenn Du weitere Code-Zeilen hinzufügen willst, tue dies vor # BEGIN WordPress oder nach # END WordPress. Achte darauf, wirklich nur den Code einzufügen, der notwendig ist. Denn eine zu große .htaccess geht immer auf Kosten Deiner Performance und verlangsamt Deine Seite.

Richtiger Schutz der .htaccess Datei

Da die .htaccess sehr großen Einfluss auf Deine Website hat, kannst Du sie entsprechend vor unbefugtem Zugriff schützen. Dafür stehen Dir verschiedene Wege zur Verfügung, die sich auch ergänzen.

Dateiberechtigung festlegen

Der wichtigste Schritt zum Schutz Deiner .htaccess-Datei ist die Festlegung der Dateiberechtigung. Dafür empfiehlt es sich die Zugriffsberechtigung auf 644 zu setzen. Um diese zu überprüfen oder zu ändern, loggst Du Dich mit Deinem FTP-Programm auf Deinem Webserver ein. Suche die .htaccess und machte einen Rechtsklick darauf. Unter „Dateiberechtigung“ oder "Informationen" kannst Du die aktuelle Einstellungen sehen und Änderungen vornehmen.

Achtung: Falsch gesetzte Dateirechte der .htaccess können zu Fehlermeldungen beim Zugriff auf Deine Seite führen.

Zugriff von außen verhindern

Da die .htaccess Datei bei einem Seitenaufruf vom Server verarbeitet wird, muss die Datei von anderen nicht erreichbar sein. Mithilfe des richtigen Codes in der .htaccess kannst Du die Datei für Zugriffe von außen sperren. Füge dazu diese Codezeilen ein:

# Zugriff auf .htaccess verhindern

<files \~ "^.\*\.(\[Hh]\[Tt]\[Aa])">
order allow,deny
deny from all
satisfy all
~</files>~

Sperre die Wp-config.php

Wenn Du schon dabei bist Deine WordPress Website abzusichern, dann kannst Du das auch gleich für die wp-config.php erledigen. Die Datei wp-config.php hat ebenfalls großen Einfluss auf Deine Seite. Sie enthält unter anderem Deine Datenbanken und Zugangsdaten. Über die .htaccess kannst Du einen zusätzlichen Schutz erstellen, um zu verhindern, dass Unbefugte sie einsehen und diese Informationen bekommen. Füge dafür diese Codezeile ein:

 # Zugriff auf wp-config.php verhindern

<files wp-config.php>
order allow,deny
deny from all
~</files>~

Weiterleitungen einrichten

Es gibt verschiedene Wege um Weiterleitungen einzurichten. In vielen Fällen ist die Verwendung eines Plugins, wie wir es in unserem Artikel zu 404-Fehlerseiten beschreiben, die einfachere Variante. Umleitungen lassen sich allerdings auch direkt in der .htaccess Datei einstellen.

Wichtig: Die Einträge für Umleitungen sollten generell vor dem WordPress Eintrag in der .htaccess gespeichert sein, d.h. vor dem # BEGIN WordPress.

Falls von einem früheren Artikel auf einen neuen umgeleitet werden soll, ist dies durch den Redirect 301 Befehl möglich. Dahinter wird zunächst die alte URL aufgeführt gefolgt von einem Leerzeichen und dann die neue URL auf die weitergeleitet werden soll angegeben.

# Weiterleitungen

Redirect 301 /alterblogartikel http://neuerblog.de/blogartikel
Redirect 301 / http://neuewebsite.de/

Hiermit sind nur einzelne Umleitungen von einer einzelnen Seite auf eine andere möglich. Wenn du auf eine neue Domain umziehst und nicht für alle Unterseiten Deiner Website jeweils eine einzelne 301 Weiterleitung anlegen willst, kannst Du mit sogenannter RegEx-Syntax eine anderen Code nutzen:

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^deinealtedomain.de [OR]
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www.deinealtedomain.de
RewriteRule ^(.*)$ https://deineneuedomain.de/$1 [L,R=301]

Auf der Seite 301re.direct findet sich eine umfangreiche Erläuterung der verschiedenen Umleitungsmöglichkeiten in der .htaccess.

Gutenberg Editor

Der WordPress Gutenberg Editor ist derzeit in aller Munde, aber was hat es damit auf sich?

Der Gutenberg Editor soll mit der bald erscheinenden Version 5.0 von WordPress den bisherigen Editor ablösen. Eine zentrale Neuerung ist die Aufteilung der Inhalte in Blöcke (engl. Blocks) wie z.B. Textabsatz, Bild, Zitat, Galerie aber auch Button, Spalten und verschiedene Einbindungen wie Facebook, Twitter und Instagram. Die Blöcke lassen sich leicht verschieben und individuell konfigurieren. Dies soll Nutzern den Umgang mit Inhalten in WordPress erleichtern. Auch wenn die Blöcke derzeit nur innerhalb des Editors verwendet werden, soll sich zukünftig die gesamte WordPress Website aus wiederverwendbaren Blöcken zusammensetzen lassen.

Warum ein neuer Editor?

Viele fragen sich, warum es einen ganz neuen Editor für WordPress geben soll. Warum nicht den bestehenden verbessern?

Im Grunde ist dies auch der Fall.

Der bisherige Editor basierte auf im Kern auf TinyMCE. TinyMCE ist ein seit 2004 stetig weiter entwickelter auf Javascript basierender Editor, der Nutzer dabei unterstützt Texte ähnlich wie in einer Textverarbeitung einzugeben und zu formatieren, während im Hintergrund der dazu passende HTML-Code erzeugt wird. Der TinyMCE Programmcode stellt etwas angepasst die Kernfunktionen des bisherigen WordPress Editors zur Verfügung.

Die zentrale Neuerung in Gutenberg sind die Blöcke. Die Unterteilung des Inhaltes des Editors in unterschiedliche Abschnitte, denen jeweils spezielle Eigenschaften zugewiesen werden können. Eine solche Funktion ist im TinyMCE Editor nicht vorgesehen.

Allerdings nutzt Gutenberg auch weiterhin TinyMCE Programmcode. Insofern kann man Gutenberg auch als Weiterentwicklung des bisherigen Editors betrachten.

Was macht Gutenberg anders?

Im Vergleich mit der Ansicht des bisherigen WordPress Editors ...

WordPress Editor alt

... wirkt die Oberfläche des Gutenberg Editors aufgeräumter und übersichtlicher:

WordPress Editor neu: Gutenberg

Die weiterhin vorhandenen und sogar erweiterten Einstellungen werden im Gutenberg Editor erst bei Bedarf eingeblendet. Der große Unterschied zwischen den beiden Editoren ist auf Anhieb nicht offensichtlich und wird erst beim Arbeiten mit den Inhalten deutlich.

Blöcke wohin das Auge schaut

Alle Inhalte im Gutenberg Editor werden in Blöcke eingeteilt.

Gutenberg Editor: Blöcke

Durch diese Aufteilung, können die Abschnitte einerseits besser und einfacher konfiguriert und andererseits an verschiedenen Stellen wiederverwendet werden.

Viele Blockarten wie der Textabsatz, Bild, Überschrift oder Zitat decken sich mit den bisher im alten Editor bekannten Elementen. Aber es gibt auch Blöcke mit neuer Funktion wie z.B. Buttons oder mehrspaltige Layouts. Außerdem sind verschiedene Widget Blöcke verfügbar mit denen sich z.B. die neuesten Kommentare im Text einblenden lassen oder Shortcodefunktionen bereitstellen.

Gutenberg Editor Einstellungen

Die in der normalen Ansicht weitgehend ausgeblendeten Einstellungen des Gutenberg Editors:

Gutenberg Editor: Einstellungen

  1. Die obere Werkzeugleiste bleibt stets sicht- und damit erreichbar. Über das Plussymbol lässt sich ein neuer Block am Ende des Beitrags einfügen. Mit den zwei geschwungenen Pfeilen lassen sich Änderungen widerrufen oder wiederherstellen. Ein Klick auf das Informationssymbol zeigt einerseits ein paar Statistiken wie die Anzahl an Worten, Überschriften, Absätzen und der verwendeten Blöcke an. Darunter findet sich eine Gliederungsansicht der verwendeten Überschriften. Per Klick auf eine der Überschriften springt der Editor an diese Stelle.
  2. Die Bearbeitungsmöglichkeit des Permalinks bzw. Slugs erscheint nur, während man den Titel der Seite oder des Beitrages editiert.
  3. Die kleine Zeile mit Bearbeitungssymbolen erscheint sobald ein Block bearbeitet wird. Die angebotenen Funktionen unterscheiden sich je nach Art des Blockes. In unserem Beispiel sind es die Formatierungsmöglichkeiten eines Absatz Blocks.
  4. Das Ellipsis Menü versteckt sich unter dem Symbol mit den drei untereinanderliegenden Punkten, das nur erscheint, wenn man den rechten Bereich eines Blocks mit der Maus überfährt. Ein Klick darauf macht verschiedene Block Funktionen zugänglich.
  5. Über das Zahnradsymbol oben wird rechts eine Seitenleiste für die Einstellungen eingeblendet, die zwei Reiter besitzt: Dokument und Block. Im Bereich Dokument finden sich die aus dem alten Editor bekannten Einstellungen für Kategorien, Schlagworte, Beitragsbild, etc. Im Reiter Block sind die jeweiligen Einstellungen für den gerade bearbeiteten Block zu sehen.
  6. Hier sind die drei Schaltflächen zum Speichern, der Vorschau und zum Veröffentlichen zu finden. Keine Sorge: ein Klick auf "Veröffentlichen" bringt zunächst noch eine Auswahl zum Vorschein in der die Sichtbarkeit eingestellt und der Veröffentlichungstermin geplant werden kann. Ist der Beitrag bereits veröffentlicht ändert sich die Auswahl und es besteht die Möglichkeit den Beitrag wieder auf Entwurf zu setzten bzw. diesen zu Aktualisieren.
  7. Es gibt noch ein weiteres Ellipsis Menü ganz oben rechts. Dort kann zwischen dem visuellen und dem Code Editor umgestellt werden. Außerdem kann hier eingestellt werden, ob die Bearbeitungssymbole in der Werkzeugleiste (3.) erscheinen oder direkt oben in dem gerade aktiv bearbeiteten Block. Darüber hinaus findet sich hier eine Hilfe für alle nutzbaren Tastenkombinationen des Editors und eine Funktion mit der sich alle Inhalte (Blöcke) auf einmal in die Zwischenablage kopieren lassen. Fügt man den Inhalt der Zwischenablage dann z.B. in einer neuen Seite ein, erhält man eine exakte Kopie aller Blöcke.

Vielfältige Blöcke

Beim Einfügen eines neuen Blocks wird das Auswahlmenü für Blöcke aufgerufen. Dies ist unterteilt in folgende Kategorien:

Das Menü enthält eine praktische Suchfunktion, so dass auch auf selten genutzte Blöcke schnell zugegriffen werden kann.

Bessere Konfiguration

Jede Blockart hat ein ganz eigenen Satz an Einstellungen, die in einer rechten Seitenleiste eingeblendet werden können:

Gutenberg Editor: Block Eigenschaften

Hier sind deutlich mehr Einstellungen als bisher verfügbar. Außerdem lässt sich für jeden Block eine eigene CSS-Klasse vergeben.

Verschieben von Blöcken

Bisher lassen sich Blöcke über zwei nach oben und unten weisende Pfeile an der Seite in die entsprechende Richtung bewegen. Mit Erscheinen von WordPress 5.0 soll auch eine Drag & Drop Funktion hinzukommen mit der die Blöcke einfach an die gewünschte Stelle gezogen werden können.

Übrigens: Wer mehrere Blöcke gleichzeitig verschieben will, markiert diese einfach per Mausklick bei gedrückter Shift-Taste.

Neue Blockarten über Plugins

Ähnlich wie bisher Pluginentwickler oft Shortcodes für spezielle Funktionen zur Verfügung gestellt oder auch eigene Buttons in der Formatierungsleiste des bisherigen Editors eingebunden haben, so können im Gutenberg Editor auch neue Blockarten mit neuen Funktionen durch Pluginhersteller zur Verfügung gestellt werden.

Eine keine durchsuchbare Block Datenbank findet sich mit der Gutenberg Block Library. Hier werden verschiedene Blocke mit ihrer jeweiligen Funktion aufgelistet. Das ist besonders hilfreich, da viele Plugins eine Sammlung an Blöcken zur Verfügung stellen, so dass sich die Suche nach einem Block mit einer einzigen speziellen Funktion schwierig gestalten kann.

Wiederverwendbare Blöcke

Jeder Block kann als "Wiederverwendbarer Block" mit einer eigenen Bezeichnung gespeichert werden. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn bestimmte Informationen zwar wiederholt aber nicht in jedem Beitrag oder auf jeder Seite erscheinen sollen.

Vorstellbar wäre eine kurze Information zu einer bekannten Persönlichkeit, ein Hinweis auf einen Newsletter oder ein rechtlicher Hinweistext, die immer wieder an passender Stelle eingebunden werden. Falls später eine Änderung nötig ist, braucht diese nur einmal vorgenommen werden und erscheint an allen Stellen an denen der jeweilige wiederverwendbare Block eingebunden ist.

Gutenberg Editor: Wiederverwendbarer Block

Wiederverwendbare Blöcke sind an einem gestrichelten Rahmen und einem kleinen Symbol unten rechts erkennbar.

Block Vorlagen (Templates)

Eine Zusammenstellung an Blöcken kann als eine Vorlage (Template) gespeichert werden. So kann z.B. ein Event Plugin einen Event Content Type bereit stellen, der mit einer vordefinierten Zusammenstellung an Blöcken angezeigt wird, die nur noch entsprechend ausgefüllt werden müssen.

Diese Funktion ist im Moment aber eher etwas für den fortgeschrittenen Anwender bzw. Plugin Programmierer, da es bislang kein einfach zu bedienendes Nutzerinterface existiert.

Gutenberg und HTML-Code

Alle Inhalte des Gutenberg Editors werden genau wie beim vorherigen Editor im Hintergrund in HTML-Code übersetzt. Das macht die Nutzung sehr bequem und für viele Anwender wird das ausreichen. Falls Du aber doch direkt am HTML-Code arbeiten willst oder musst ist dies auch möglich. Da HTML keine Blöcke kennt werden diese vom Gutenberg Editor durch HTML-Kommentare gekennzeichnet:

<!-- wp:paragraph -->
<p>Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen Sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading -->
<h2>Unterüberschrift</h2>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:image {"id":10} -->
<figure class="wp-block-image"><img src="http://spielplatz.wpdemo.de/wp-content/uploads/sites/6/2018/08/Divi-Layout-Lebenslauf-Bewerbung.jpg" alt="" class="wp-image-10"/></figure>
<!-- /wp:image -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><p>Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben.</p><cite>von B. Blindtext</cite></blockquote>
<!-- /wp:quote -->

Daher sollte man bei der Bearbeitung des HTML-Codes besondere Vorsicht walten lassen, um die Struktur nicht durcheinanderzubringen. Falls nicht zwingend notwendig, verzichte lieber auf eine direkte Bearbeitung des Codes.

WordPress Zukunft: nicht blockiert, sondern alles Blöcke

Der neue Gutenberg Editor soll den Grundstein für die Zukunft von WordPress legen. Mit der weiteren Entwicklung sollen später alle Elemente einer WordPress Website aus einer Kombination von Blöcken bestehen. Diese wären für den Anwender relativ leicht zu konfigurieren und anzuordnen. Aber das ist noch eher fernere Zukunftsmusik und wird noch dauern.

Die Entwicklung des Gutenberg Editors ist sehr aktiv und offen für Feedback. So ist nach einiger Kritik die Idee eines "Focus Mode" entwickelt worden, mit dem das Interface des Gutenberg Editors die Konzentration auf das Schreiben unterstützen soll. In diesem Modus sollen möglichst viele Elemente ausgeblendet werden und nur der aktuell bearbeitete Block klar dargestellt werden, während alle anderen Blöcke leicht gedimmt angezeigt werden. Weitere Informationen finden sich auf WP Tavern (engl.).

An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Entwickler wirklich bemüht sind Rückmeldungen aufzunehmen und entsprechende Funktionen umzusetzen. Hoffentlich wird dies in Zukunft weiterhin so bleiben.

WordPress Gutenberg Editor vs. Pagebuilder-Plugins

Die Grundstruktur des Gutenberg Editors lässt bei vielen den Vergleich mit Page Builder Plugins aufkommen und damit die Frage, ob Gutenberg diese nicht überflüssig macht.

Im ersten Schritt kann man diese Frage mit einem klaren "Nein!" beantworten. Sicherlich gibt es Ähnlichkeiten: sowohl Gutenberg als auch Page Builder arbeiten mit einzelnen Elementen, aus denen die Inhalte aufgebaut werden. Mit dem neuen Spalten Block sind in Gutenberg auch mehrspaltige Anordnungen und damit auch ineinander verschachtelte Blöcke möglich.

Aber derzeit bietet Gutenberg noch lange nicht die Funktionsvielfalt der gängigen Page Builder Plugins und wird diese vielleicht auch nie erreichen. Diese bieten z.B. flexibel konfigurierbare Übergänge zwischen Sektionen auf einer Seite, speziell gestaltete Testemonials oder ein Sortieren der Elemente und Anpassen von unterschiedlichsten Abständen nur durch Drag & Drop. Bislang soll der Gutenberg Editor auch ein Backendeditor bleiben und keine Funktion zum visuellen Frontendediting erhalten (auch wenn es mit Frontenberg bereits ein Projekt gibt, das in diese Richtung zielt).

Sind Page Builder mit dem Gutenberg Editor kompatibel?

Die Hersteller so gut wie alle beliebten Page Builder haben bereits gemeldet für eine Kompatibilität zu Gutenberg gesorgt zu haben: z.B. Beaver Builder, Divi, Elementor und Thrive Architect. Allerdings wird bei den meisten einfach ein "Mit dem Page Builder bearbeiten" Button eingeblendet. Dieser führt in den Editor des Page Builder Plugins. Vorhandene Inhalte werden im Grunde als Classic Block übernommen und auch innerhalb des Page Builder Editors werden diese in einer klassischen Editoransicht bearbeitet. Selbst wenn die Inhalte vorher als Gutenberg Blöcke erstellt wurden.

Es wäre Vorstellbar, dass die Page Builder Entwickler im Zuge der Weiterentwicklung des Gutenberg Editors dazu übergehen Ihre Elemente als Gutenberg Block zur Verfügung zu stellen.

Was bedeutet das jetzt für Dich?

Du solltest vor dem Update von WordPress 5.0 für Dich klären, ob Du den neuen Editor verwenden willst. Falls nicht, wird Dir zwar mit der Version 5.0 der Editor automatisch installiert, aber es steht bereits jetzt mit dem Classic Editor ein Plugin zur Verfügung, das den alten Editor auch im neuen WordPress verfügbar macht. Darüber hinaus listet der englischsprachige Gutenberg Times Blog mittlerweile 16 Methoden auf, um den Gutenberg Editor zu vermeiden bis hin zum Wechsel auf ein anderes CMS.

Gutenberg testen

Du kannst Gutenberg auf zwei Wegen testen. Ein einfacher problemloses Kennenlernen des Editors ist in der von WordPress zur Verfügung gestellten Gutenberg Demo möglich. Allerdings kannst Du so nur die Grundfunktionen des Editors kennen lernen.

Für einen richtigen Test, solltest du Dir das Gutenberg Plugin installieren. Obwohl dies schon sehr gut funktioniert, wird bisher der produktive Einsatz noch nicht empfohlen. Das Plugin lässt sich ganz einfach über "Plugins" > "Installieren" und der Suche nach Gutenberg installieren.

WordPress Gutenberg Editor Plugin

Auch wenn Gutenberg aktiv ist, kann jederzeit auch der "klassische Editor" als Bearbeitungsmöglichkeit gewählt werden.

Plugins auf Gutenberg Kompatibilität überprüfen

Als ersten Schritt solltest Du möglichst vor dem Update überprüfen, ob Du Plugins verwendest, die noch nicht für die Verwendung mit dem Gutenberg Editor vorbereitet sind. Wobei hierbei nur Plugins wichtig sind, die sich auf Inhalte im Editor auswirken oder ggf. Shortcodes oder sogenannte Metaboxen zur Verfügung stellen.

Die meisten der beliebten Plugins sind bereits auf den Gutenberg Editor vorbereitet, aber ein Test kann nicht schaden und vor dem Update auf WordPress 5.0 unbedingt an ein Backup denken.

Was ist mit meinen bisherigen Inhalten?

Inhalte, die mit dem bisherigen klassischen Editor erstellt wurden, werden im Gutenberg Editor vollständig in einem einzelnen Classic Block übernommen. Für den Classic Block gibt es keine individuellen Einstellungen.

Der Classic Block basiert auch weiterhin auf dem Programmcode des TinyMCE. Dort wird auch die bekannte Formatierungsleiste aus dem bisherigen Editor einblendet. In dieser sollten auch weiterhin alle durch Plugins integrierte zusätzlichen Buttons angezeigt werden.

Gutenberg Editor: Classic Block

Es gibt eine Funktion "In Blöcke umwandeln", die den Classic Block automatisch in mehrere der neuen Blöcke umwandelt. Diese ist leider etwas versteckt in dem Ellipsis Menü (die drei untereinander liegenden Punkte, die oben rechts am Block erscheinen, wenn man diesen mit der Maus überfährt).

Classic Block in Gutenberg Blöcke wandeln

Funktionieren meine Shortcodes noch?

Im Classic Block werden alle Shortcodes wie bisher ausgeführt. Bei einer Umwandlung des Classic Blocks in die neuen Gutenberg Blöcke erhalten Shortcodes einen eigenen Shortcode Block. In den meisten Fällen werden die bisherigen Shortcodes auch nach der Umwandlung in einen Shortcode Block funktionieren. Allerdings wenn es um die Beeinflussung der Darstellung der Inhalte geht, könnte es Probleme mit den Shortcode Blocks geben. Deshalb solltest Du sicherheitshalber vor einer Umwandlung eines Classic Blocks mit Shortcodes einen Testlauf machen.

Vermutlich werden einige der bisher per Shortcode integrierte Pluginfunktionen mit der Zeit als eigene Blöcke von den Entwickeln bereitgestellt werden. Die Optionen können dann sehr leicht in den Eigenschaften der Blocks konfiguriert werden.

Fazit Gutenberg Editor

Aus unserer Sicht ist der neue Gutenberg Editor ein sinnvoller Entwicklungsschritt für die Zukunft von WordPress. Insgesamt wirkt der Editor angenehm aufgeräumt, übersichtlich und anwenderfreundlich. Die lange Entwicklungszeit, das Berücksichtigen von Feedback und die frühzeitige Information und gute Vorbereitung aller WordPress Anwender auf den Wechsel wirken gut durchdacht und lassen auf eine Weiterentwicklung im gleichen Stil hoffen.

Mit der Einführung von Blöcken als ein neues Element setzt WordPress den Grundstein für die zukünftige Entwicklung hin zu einem sehr flexibel gestaltbaren und gleichzeitig sehr anwenderfreundlichem System.

Dem gegenüber stehen aus unserer Sicht wenig Nachteile. Es ist einiges ist neu zu lernen, aber das wäre auch bei anderen Neuerungen der Fall. Es wird sicher im Übergang einige Kompatibilitätsprobleme mit Plugins und Themes geben. Diese dürften aber von den aktiven Entwicklen relativ schnell behoben werden. Plugins und Themes, die nicht mehr weiter entwickelt werden, sollte jeder sowieso meiden.

Links

Wie installiere ich ein WordPress Plugin?

WordPress bietet eine Vielzahl häufig kostenloser Plugins, aber Anfänger fragen sich oft: Wie installiere ich ein WordPress Plugin? Das ist eigentlich ganz einfach, aber wie so oft sollte man auch ein paar wichtige Punkte beachten.

Um ein Plugin in WordPress zu installieren gibt es zwei Wege die ans Ziel führen. Der einfache und am häufigsten genutzte Weg führt über das WordPress-Dashboard. Dort auf Plugins klicken und auf Installieren. Es öffnet sich das Verzeichnis kostenfreier Plugin von WordPress.org. Wahlweise kannst Du hier in populären oder empfohlenen Plugins stöbern oder die Suchfunktion nutzen um Dein gewünschtes Plugin zu finden. Das richtige gefunden? Dann reicht ein klick auf "Jetzt installieren" und anschließen auf "Aktivieren" und das Plugin ist bereits aktiv. Solltest Du das Plugin bereits an anderer Stelle heruntergeladen haben (beachte dazu auch unsere Sicherheitshinweise weiter unten), dann kannst du es auch dort im Dashboard installieren. Der Button "Plugin hochladen" am oberen Ende des Bildschirms ist dafür gedacht. Dort lädst du das gepackte Pluginpaket (in der Regel eine .zip-Datei) hoch. WordPress entpackt es dann für Dich und anschließend kannst Du es auch hier aktivieren.

Kann ich zu viele Plugins in WordPress installieren?

Eindeutig: Ja. Plugins sind im Grunde Erweiterungen zum bereits vorhandenen Programmcode von WordPress. Nicht jedes Plugin ist gleich umfangreich, aber jedes Plugin erweitert den vorhandenen Programmcode um einige hundert oder sogar viele tausend Zeilen PHP-Code. Je nach Zweck und Funktion des Plugins wird dieser Code hin und wieder oder aber auch bei jedem Aufruf einer Seite ausgeführt. Dadurch wird schnell klar, dass die Geschwindigkeit deiner Website leiden kann, wenn zu viele Plugins installiert wurden.

Kann ich mehrere Plugins auf einmal installieren?

Das ist im Moment nicht möglich. Egal ob du Plugins über das im WordPress Dashboard enthaltenen Verzeichnis installierst, oder ob du Plugins hochlädst, du kannst immer nur eines nach dem anderen installieren. Das ist auch ganz gut so, denn hin und wieder kann ein neues Plugin auch zu Problemen führen: Entweder das Plugin selbst ist fehlerhaft oder aber die neue Erweiterung verträgt sich nicht mit einer bereits vorhandenen. Daher ist es auch empfehlenswert nach der Installation eines Plugins kurz dein Blog zu überprüfen und nachzusehen, ob noch alles funktioniert.

Wie kann ich Plugins updaten?

Das ist eigentlich ganz einfach. Ist eine Aktualisierung für eines der von dir installierten Plugins verfügbar, siehst du diese beiden kreisförmigen Pfeile am oberen Rand deines WordPress-Dashboards mit einer Zahl daneben.

2 Updates für Plugins verfügbar

Die Zahl signalisiert die Anzahl der aktualisierbaren Erweiterungen. Ein Klick darauf führt dich direkt auf die Update-Ansicht mit der Überschrift "WordPress-Aktualisierungen". Die Seite zeigt alle Informationen zum Aktualisieren an. Das gilt nicht nur für Deine Plugins sondern auch für WordPress selbst – also wenn es eine neue Version gibt – oder Themes und Übersetzungen. Bei den Plugins kannst Du dort einfach schnell alle anklicken, die Du aktualisieren möchtest und auf "Plugins aktualisieren" klicken.

Auch hier ist es ratsam nach dem Aktualisieren einmal die komplette Website (sowohl den öffentlichen Bereich als auch das Administrations-Dashboard) zu überprüfen. Manchmal führen Plugin-Updates zu unerwünschten Nebenerscheinungen oder es funktioniert etwas nicht mehr. Hier haben wir Informationen darüber, wie du zurück zu einer alten Pluginversion wechseln kannst, solltest Du damit einmal Probleme haben. Außerdem haben wir in einem weiteren Artikel beschrieben, wie Du im Notfall aller Plugins auf einmal deaktivieren kannst, falls es Probleme gibt.

Wie kann ich Premium Plugins installieren und aktualisieren?

Wenn Du ein Premium-Plugin kaufst, dann ist die Installation und das Aktualisieren vielleicht etwas komplizierter als bei einem Plugin aus dem offiziellen Verzeichnis, allerdings lässt sich auch das recht einfach lösen. Wenn der Hersteller Deines Plugins dir ein Plugin-Paket zum Download anbietet, kannst Du es wie bereits oben beschrieben auf der Seite zum Installieren von Plugins in deinem WordPress-Dashboard hochladen und anschließend aktivieren.

Du solltest dabei darauf achten, dass in der Zip-Datei wirklich nur das Plugin enthalten ist. Manche Premiumanbieter packen Dein Plugin zweimal ein. Du bekommst dann eine Zip-Datei die neben dem Paket mit dem Plugin (eine weitere Zip-Datei) auch noch andere Dinge enthält. Zum Beispiel ein Handbuch oder weitere zusätzliche Informationen. Wichtig ist, dass Du in WordPress eine Zip-Datei hochlädst, die ausschließlich den Ordner mit den Plugin-Dateien enthält. Im Zweifelsfall solltest Du immer die Anleitung des Herstellers beachten oder dort beim Support nachfragen. Nach der Installation des Premium-Plugins musst Du es ggf. noch aktivieren. Das ist je nach Hersteller unterschiedlich. Manche erfordern die Eingabe einer Seriennummer, bei manchen muss man die Login-Daten aus deren Plugin-Shop eingeben. Auch hier ist die Anleitung des Herstellers der beste Anlaufpunkt.

Beim Aktualisieren von Premium-Plugins nutzen glücklicherweise mittlerweile viele Hersteller die Möglichkeit eines eigenen Update-Servers. Dadurch tauchen Updates für Premium-Plugins häufig in der Liste der zu aktualisierenden Plugins im WordPress-Dashboard auf und werden zusammen mit den anderen Plugins aus dem offiziellen Verzeichnis aktualisiert. Manchmal kann es jedoch auch passieren, dass bei einem verfügbaren Update lediglich ein Hinweis im Adminbereich angezeigt wird und das manuelle Aktualisieren des Plugins nötig ist. Hierbei empfiehlt es sich auf Hinweise des Herstellers zu achten, wie die Aktualisierung vonstatten gehen soll. Manchmal ist es nötig das alte Plugin vorher zu löschen (keine Angst, die Einstellungen gehen durch nicht verloren) und dann das neue hochzuladen und neu zu aktivieren. Manchmal reicht es auch die alten Dateien durch die neuen per FTP zu übersetzen.

Wie finde ich das beste Plugin für meinen Zweck?

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage und leider ist das WordPress-Plugin-Verzeichnis auch nur manchmal hilfreich, wenn es darum geht das beste für einen bestimmten Zweck zu finden. Benutzt man die Suchfunktion um nach einer bestimmten Funktion zu suchen (z.B. "Spam" um ein Anti-Spam-Plugin für Kommentare zu finden), zeigt die Suche zwar mittlerweile nicht mehr wie früher die ganz selten genutzten Plugins nach dem Zufallsprinzip ganz vorne an, jedoch scheint die Rangfolge zumindest keinem nachvollziehbaren Prinzip zu folgen. So wird z.B. bei der genannten Beispielsuche nach "Spam" das WordPress-eigene Akismet-Plugin an erster Stelle angezeigt, obwohl es andere Plugins gibt, die mehr und bessere Bewertungen bekommen haben.

Oft lohnt es sich auch eine Google Suche nach dem Pluginszweck wie z.B. "Instagram Bilder anzeigen" kombiniert mit den Begriffen "WordPress Plugin Test" durchzuführen. Aber bitte sei achtsam und lies die gefundenen Artikel mit einem kritischen Blick, da viele von Partnerprogrammen der Plugin Hersteller profitieren und manchmal dann eher die Plugins sehr gut bewerten, die die meisten Provisionen bringen anstatt diejenigen, die wirklich gut sind.

Wie kann ich ein Plugin bei WordPress deinstallieren?

Auch das ist sehr einfach. Klickst Du in deinem Admin-Dashboard bei Plugins auf "Installierte Plugins", bekommst Du eine Liste aller in deinem Blog installierten Plugins. In der Liste gibt es eine farbliche Unterscheidung zwischen den installierten Plugins die auch aktiv sind und solchen die zwar installiert aber nicht aktiviert sind. Nur aktivierte Plugins haben eine Auswirkung auf Dein System.

Um ein Plugin deinstallieren zu können, musst du es zuerst deaktivieren. Dadurch hat es bereits keine Funktion mehr in Deinem Blog. Wenn du also zum Beispiel ein Plugin abschalten möchtest weil es zu Problemen auf deinem WordPress-Blog kommt und du den Verdacht hast, ein Plugin könnte dafür verantwortlich sein, dann reicht es erstmal es einfach zu deaktivieren. So kannst Du es schnell wieder aktivieren wenn Du möchtest.

Zum Deaktivieren eines Plugins klickst Du unter dem Plugin-Namen in der Liste ganz einfach auf "Deaktivieren". Das dauert dann evtl. einen Moment und die Seite lädt neu. Anschließend sollte die Zeile des Plugins nicht mehr blau hinterlegt sein als Zeichen dass es deaktiviert ist. Anstelle des "Deaktivieren"-Links erscheint dann "Aktivieren" und in rot daneben "Löschen". Wie du dir vermutlich bereits gedacht hast, führt ein Klick auf "Löschen" dazu, dass das Plugin von Deinem Server entfernt wird.

Eine noch ausführlichere Anleitung dazu, findest du in unserem Artikel "WordPress Plugins sauber entfernen".

Welche Gefahren lauern bei WordPress-Plugins?

Insgesamt ist das WordPress-Ökosystem mittlerweile sehr gesund. Potentielle Probleme beim Installieren neuer Plugins gibt es zwar immer noch, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch deutlich niedriger als früher. Das liegt auch daran, dass beim offiziellen Pluginverzeichnis von WordPress bereits vor einigen Jahren ein recht umfangreicher Prüf- und Zulassungsprozess eingeführt wurde bei dem Plugins vor ihrer Veröffentlichung im Verzeichnis geprüft werden. Bei eventuellen Verstößen werden auch schon mal Benutzerkonten gesperrt und Plugins schnell aus dem Verzeichnis entfernt.

Insgesamt empfiehlt es sich nicht jedes Plugin, das man in einer dunklen Ecke des Internets findet zu installieren. Das kostenlose Pluginverzeichnis von WordPress.org ist ein recht sicherer Hafen für kostenfreie Plugins. Eine weitere Gefahr stellen gestohlene Versionen von Premium-Plugins und -Themes dar. Abgesehen von der Illegalität solcher Raubkopien, sind diese häufig mit Schadsoftware versehen und erleichtern dem Verursacher den Zugang zum eigenen Blog. Dieser wird dann häufig dazu genutzt um Schadsoftware weiter zu verbreiten und möglichst viele Computer zu kontrollieren (Bot-Netzwerke).

Bei Plugins und Themes die nicht aus dem Verzeichnis von WP.org stammen, empfiehlt es sich über Google kurz selbst zu recherchieren um die Beliebtheit und Bekanntheit dieser Zusatzsoftware herauszufinden. Oft finden sich auch bei Youtube entsprechende Tests und Reviews, die dann einen Eindruck vermitteln ob es sich wohl um legitime Software handelt oder ob eventuell Vorsicht geboten ist. Bei Zweifeln ist jedoch zu sagen, dass die Gefahr von größeren Schäden insgesamt überschaubar ist. Ein Backup vor dem Installieren eines fragwürdigen Plugins ermöglicht es im Zweifel schnell wieder zurück zum vorherigen Stand zu springen.

Letztendlich existiert noch die eingangs erwähnte Gefahr zu viele leistungshungrige Plugins zu installieren und Deine Website dadurch stark zu verlangsamen. Hier solltest Du Dich immer fragen, ob Du das neue Plugin auch wirklich dringend benötigst oder ob Du auch ohne die Funktion zurecht kommst. Es lohnt sich auch immer mal wieder die eigenen Plugins durchzusehen und zu prüfen, ob diese noch gebraucht werden.

Fazit WordPress Plugins

Die Plugins haben WordPress eigentlich erst zu dem flexiblen und verbreiteten System gemacht, dass es heutzutage ist. Analog zu "Es gibt für alles eine App!" kann man fast sagen "Es gibt für alles ein Plugin!". So kannst Du in der Regel relativ einfach genau die richtigen Plugins für Deine Zwecke finden. Aber sei achtsam einerseits nicht zu viele Plugins zu installieren und andererseits aus welcher Quelle das Plugin stammt. Dann kann eigentlich nichts schief gehen.

Die 9 häufigsten WordPress Probleme 2019 und einfache Lösungen

Über 30% der Websites im Internet nutzen 2019 WordPress, damit ist es mit Abstand das am weitesten verbreitete CMS. Obwohl es jede Menge Ressourcen zu WordPress gibt, stehen Anfänger doch immer wieder vor schwer zu überwindende Hürden und meistens handelt es sich dabei um die immer gleichen Probleme. In diesem etwas längeren Artikel listen wir diese Probleme und präsentieren einfache Lösungen.

WordPress ist zu langsam

Ganz oben auf der Liste der häufigen Probleme liegt die Geschwindigkeit der eigenen WordPress Website. Frei nach dem Motto "schneller geht immer" ist es natürlich auch verständlich, dass jeder gerne seine Website so schnell wie möglich haben möchte. Vor allem weil Google seit einiger Zeit auch die Geschwindigkeit einer Website mit einbezieht, wenn es um die Position in den Suchergebnissen geht. Das heißt: Je schneller Deine Website um so besser wirst du dauerhaft bei Google positioniert sein.

Wie messe ich die Geschwindigkeit meiner Website?

Es gibt viele Tools um die Geschwindigkeit deiner WordPress Website zu messen. Hier sind einige der wichtigen:

Alle diese Tools messen Deine Website unter Berücksichtigung verschiedener Gesichtspunkte. Sowohl die Geschwindigkeit des Servers auf dem Deine Website liegt zählt hier, als auch deine Website selbst.

Wie verbessere ich die Geschwindigkeit meiner Website?

Für die Geschwindigkeit deiner Website sind einige verschiedene Faktoren verantwortlich. Zuerst ist es wichtig, dass Dein Webhoster / Server dir eine gute Grundlage anbietet. Hier gilt es nicht nur auf den Preis zu achten und das billigste Angebot auszuwählen. Für solides Webhosting für ein WordPress-Blog sollte man zwischen 10€ und 20€ pro Monat einplanen. Bei größeren Blogs entsprechend mehr.

Der nächste wichtige Faktor ist ein gutes Caching-Plugin. Wer eine schnelle WordPress-Website haben möchte kommt daran nicht mehr vorbei. Vereinfacht gesagt kümmert sich ein Caching-Plugin darum deinen Server und deine Datenbank zu entlasten, in dem es die Ausgabe der einzelnen Seiten deiner Website vorab erzeugt und zwischen speichert - entweder auf der Festplatte Deines Servers – noch besser – im Arbeitsspeicher (Ram).

Es gibt mittlerweile sehr viele Caching-Plugins für WordPress, unsere Empfehlung ist dabei ganz klar WP Rocket. WP Rocket hat sich in den letzten Jahren zur ersten Wahl bei unseren Projekten etabliert, weil es nicht nur Top-Ergebnisse erzielt, sondern auch einfach zu konfigurieren ist. Auch bei unseren Kunden und Usern erzielt WP Rocket beste Werte und ist sehr beliebt wegen seiner Einfachheit.

WP Rocket ist ein Premium-Plugin aber es ist jeden Cent wert. Falls du lieber etwas sparen und kein Geld für eine gute Caching-Lösung ausgeben möchtest, gibt es mit Cachify noch eine kostenfreie Variante, die ebenfalls ohne viel Konfiguration auskommt. Die Leistungsfähigkeit liegt deutlich hinter WP Rocket, aber eine gute Alternative ist es allemal.

Was kann ich sonst noch für die Geschwindigkeit meiner Website machen?

Wichtig ist es außerdem schon bei der Auswahl des Themes auf Geschwindigkeit zu achten. Je nach Zahl der geladenen externen Resourcen und auch abhängig von der Strukturierung des Codes sind die Unterschiede hier eklatant. Wir nutzen gerne das Astra Theme. Es ist in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version verfügbar und funktioniert super mit allen bekannten Page Buildern.

Außerdem solltest Du auch auf die Auswahl und Menge der eingesetzten Plugins achten. Auch wenn dieser Faktor nicht mehr ganz so groß ist, wenn Du ein gutes Caching-Plugin einsetzt, so leidet vor allem die Geschwindigkeit im Admin-Dashboard sehr merklich beim Einsatz von vielen Plugins.

Festplatte voll, Speicherplatz aufgebraucht

Dein Webhoster stellt Dir in deinem Hostingpaket eine gewisse Menge an Speicherplatz für Deine Datenbank, die WordPress- und Plugindateien sowie Deine hochgeladenen Bilder, Videos und andere Dateien zur Verfügung. Je nach Größe deines Webhostingpakets und je nach Alter und Umfang deines Blogs ist dieser Speicherplatz früher oder später mal Limit angekommen. Dann kann es sein, dass kein weiterer Upload mehr möglich ist oder dies gar die Darstellung Deiner Website beeinflusst.

Letzteres kann beim Einsatz eines Caching-Plugins passieren. da die Erzeugung der vorberechneten Ausgabe natürlich auch Speicherplatz benötigt und diese nicht erstellt werden kann, wenn kein freier Speicherplatz mehr vorhanden ist.

Ob dies der Fall ist, solltest Du normalerweise in der Verwaltungsoberfläche Deines Webhosters einsehen können. Wenn Du hier am Limit angekommen bist, sollte sich selbiges gegen Aufpreis vergrößern lassen.

Darstellungsfehler

Das nächste große und häufige Problem, das wir in diesem Artikel ansprechen wollen sind Darstellungsfehler auf Deiner WordPress Website. Was wir damit meinen sind vor allem die Probleme auf die du stößt, wenn Du Änderungen am Design Deiner Website vornimmst und die Änderungen auf der Seite nicht sichtbar sind oder es gar zu defekten in der Darstellung kommt.

Hier können zwischengespeicherte alte Daten (Caching genannt) die Ursache sein. Leider kann an verschiedenen Stellen zwischengespeichert werden: im Browser, in WordPress durch ein Caching Plugin oder durch den Server selbst. Als erster Schritt empfiehlt es sich immer den Browsercache zu löschen. Dazu findest Du für die verschiedensten Browser wie Chrome, Firefox, Edge, etc. auf dieser Website genaue Anleitungen zum Browser Cache löschen.

Auch eine häufige Ursache sind die oben bereits erwähnten Caching-Plugins. Während der Cache (Zwischenspeicher), in dem die fertigen Seiten vorgehalten werden, bei neuen veröffentlichten Beiträgen oder Änderungen an Beiträgen automatisch gelöscht und neu generiert wird, weiß das Caching-Plugin im Normalfall nichts davon, wenn Du Änderungen an Deinen Theme-Dateien oder am CSS vornimmst oder eines der verfügbaren Styling-Plugins (wir empfehlen CSS-Hero) verwendest um das Aussehen Deiner Website zu ändern. Auch beim Verwenden von Theme Buildern wie Elementor oder Beaver Themer kann es dazu kommen, dass der Cache nicht zurückgesetzt wird, wenn du Änderungen speicherst.

Die einfache Lösung: Während du an Änderungen für das Aussehen Deiner Website bastelst, kannst Du dein Caching Plugin einfach kurzzeitig deaktivieren. Alternativ löschst du einfach nach einzelnen Änderungen kurz den Cache per Hand. Das von uns empfohlene WP Rocket bietet dazu am oberen Rand des Dashboards ein Menü. Klickst Du darin auf "Cache leeren", lädt sich dein Admin-Dashboard neu und danach sollten Deine Änderungen sichtbar sein. Wenn immer noch etwas kaputt ist, solltest Du prüfen ob Du evtl. bei Deinen Änderungen einen Fehler gemacht hast.

Zu guter Letzt kann auch direkt im Server eine Caching-Funktion integriert sein. Das ist nicht so häufig der Fall und dazu findest du normalerweise Informationen in der Dokumentation Deines Webhosting-Anbieters.

Wichtiger Tipp: Vor größeren Änderungen an Deiner Website am besten immer manuell ein Backup erstellen. Mit der richtigen Backup-Software kannst Du im Fehlerfall ganz einfach zurück zu deinem Backup, das Du vor den Änderungen gemacht hast und kannst so größerem Ärger entgehen. Hier haben wir Tipps zum Backup aufgeschrieben.

Interner Server Fehler (Internal Server Error)

Ein weiteres gängiges Problem ist "Interner Serverfehler", auf Englisch auch "Internal Server Error" oder "Error 500 Internal Error". Und tatsächlich handelt es sich hierbei um ein etwas knackiges Problem. Die Fehlermeldung bedeutet erst einmal, dass ein Problem aufgetreten ist und der Server keine genauere Fehlermeldung liefern kann. Es ist also ein allgemeiner, nicht näher spezifizierter Fehler. Wenn Dir Dein Webhoster Logdateien (Logfiles) zur Verfügung stellt, kann das evtl. ein möglicher Weg sein um genaueres herauszufinden. Allerdings braucht es zur Analyse dieser Logdateien auch tiefer gehende Kenntnisse. Wenn die folgenden kurzen Tipps nicht helfen, kannst Du dazu auf jeden Fall auch Deinen Webhoster kontaktieren. Zur Schnelllösung aber erstmal ein paar Ansätze von uns:

.htaccess Datei prüfen

Im Verzeichnis Deiner WordPress-Installation gibt es eine Datei namens .htaccess. Und ja, der Dateiname beginnt wirklich mit einem Punkt. Diese Datei ist u.a. dafür verantwortlich, dass du Permalinks nutzen kannst. Du kannst sie mit einem Text-Editor öffnen und auf Fehler überprüfen. Bei einer Standard-Installation von WordPress sieht die .htaccess-Datei so aus:

# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

Möglicherweise haben Plugins dort Änderungen vorgenommen oder weitere Einträge hinzugefügt. Zum Testen ob das Problem in dieser Datei liegt kannst Du sie vorübergehend umbenennen oder verschieben und testen ob die Seite dann wieder funktioniert.

Ein weiters Problem können fehlerhafte Zugriffsrechte für die .htaccess Datei sein. Normalerweise sollte diese Datei mit einer 644 Zugriffaberechtigung ausgestattet sein. Dies kannst Du mit einem FTP-Programm oder oft auch in der Administrationsoberfläche Deines Webhostinganbieters prüfen und verändern.

Weitere Informationen findest Du in unserem Artikel "Alles was Du über die .htaccess-Datei wissen musst".

Plugins deaktivieren

Vermutlich einer der häufigsten Gründe für den Internal Server Error sind Probleme mit Plugins. Das kann beim Installieren eines neuen Plugins genauso passieren wie beim Aktualisieren (Updaten) von vorhandenen. Entweder durch einen Fehler des Plugin-Entwicklers, oder aber durch inkompatible andere Plugins oder Server-Software. Ein guter Weg um das herauszufinden ist kurzerhand das Plugin-Verzeichnis umzubenennen oder einzelne Plugins zu löschen. Wie das genau geht und was du dabei beachten musst, haben wir schon mal in einem eigenen Artikel aufgeschrieben.

Lies dazu: "Notfall – alle Plugins deaktivieren"

Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung

Weiter um nächsten Problem, dem Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung. Kurz ein paar technische Grundlagen dazu: Die Datenbank ist der Ort, an dem WordPress Deine geschriebenen Inhalte und Einstellungen ablegt. Alles außer den Dateien von WordPress selbst, den Plugins und die hochgeladenen Bilder und Videos liegt in der Datenbank.

Dafür betreibt dein Webhoster auf dem Server auf dem deine Website liegt eine eigene Datenbanksoftware. Für WordPress ist das in der Regel MySQL.

Der Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung kann verschiedene Ursachen haben:

Der Datenbankserver des Webhosters ist nicht erreichbar.

Das kann passieren und ist möglicherweise nur ein kurzfristiges Problem. Wenn du selbst keine Änderungen am Blog vorgenommen hast hilft es hier evtl. kurz abzuwarten, ob sich das Problem von selbst löst und ansonsten die Hotline des Webhosters zu kontaktieren.

Die Zugangsdaten zur Datenbank sind falsch

Damit die Datenbank genutzt werden kann, sind in der Datei wp-config.phpim Stammverzeichnis deiner Installation Zugangsdaten hinterlegt. Diese bestehen in der Regel aus dem Namen der Datenbank, dem Server (häufig localhost) und dem Benutzernamen sowie dem Passwort. Wenn sich hier ein Problem eingeschlichen hat, evtl. auch durch eine defekte Config Datei, kann es zu dieser Fehlermeldung kommen. Zur Behebung dieser Problemen haben wir bereits zwei Artikel veröffentlicht, die dir hierbei weiterhelfen können:

White Screen of Death (Weißer Bildschirm)

Wenn Du Änderungen an Deinem Blog vorgenommen hast, kann es sein, dass du sowohl im Adminbereich als auch auf der Website selbst nur noch einen weißes Browserfenster siehst. Der Name White Screen of Death (weißer Bildschirm des Todes) kommt daher, weil du mit einfachen Mitteln nichts mehr unternehmen kannst, wenn selbst das Admin-Dashboard nicht mehr funktioniert. Hier ein paar einfache Lösungsansätze um zurück zu einem funktionierenden WordPress zu gelangen:

  1. Speicherlimit erhöhen
    Oft sind Speicherprobleme dir Ursache, weshalb das erzeugen einer Ausgabeseite frühzeitig abgebrochen wird. Das lässt sich – je nach Webhoster – sehr einfach beheben in dem die Speicherzuweisung erhöht wird. Solltest Du das bei deinem Webhoster selbst nicht vornehmen können und auch die anderen Lösungsansätze nicht helfen, dann kontaktiere hierzu am besten den Support deines Webhosters.
  2. Alle Plugins deaktiveren
    Alles Wichtige dazu findest Du in unserem Plugins deaktivieren Artikel.
  3. Verwende ein Standard Theme
    Möglicherweise ist auch das verwendete Theme das Problem. Da Du vermutlich keinen Zugriff auf das Dashboard hast, kannst Du den Ordner deines Themes per FTP-Zugang umbenennen. WordPress schaltet dann automatisch zurück auf das Standard-Theme.
  4. Aktiviere den Debug-Mode
    Das ist sicherlich der komplizierteste Part, aber wenn alles andere nichts hilft und auch der Support Deines Webhosters nicht helfen kann, kannst Du über die wp-config.php Datei den Debug-Modus aktivieren. Ändere dazu in der Zeile: define('WP_DEBUG', false);Das Wort false auf true und versuche dann nochmal Dein Blog aufzurufen.

Mittlerweile haben wir auch einen ausführlichen Artikel zu diesem Problem erstellt: WordPress Problem: weiße Seite sonst nichts.

Sidebar unter dem Inhalt

Bei der Darstellung Deines Blogs im Theme gibt es sicher eine ganze Vielzahl an möglichen und häufigen Problemen. Der eine möchte das Logo gerne rechts statt links, die Links lieber grün statt blau und so weiter. Ein wirklich häufig auftretendes Problem ist allerdings eine verrutschte Sidebar.

Normalerweise gehört die Sidebar – daher der Name – seitlich neben den Inhalt / Artikel. Meistens befindet sie sich auf der rechten Seite. Ist sie nun verrutscht und wird unter dem Inhalt angezeigt, kann das ärgerlich sein, aber bevor Du gleich dein Theme komplett zum Teufel wirfst, hier ein paar Tipps um eine Lösung zu finden.

Wenn dieses Problem auftritt, hast Du vermutlich etwas an den Dateien deines Themes geändert. Vielleicht wolltest Du nur eine Zeile einfügen um ein Script einzubinden oder ein Werbebanner hinzuzufügen. Dabei wird oft die Struktur Deiner Seite beschädigt. Möglicherweise gibt es danach mehr öffnende (<div>) als schließende (</div>) div-Tags - dann kann es schnell zu solchen Folgen kommen.

Der HTML-Validator kann Dir dabei helfen solche Probleme zu finden. Probier's mal aus.

Ein zweiter möglicher Problemherd könnte auch die style.css Datei deines Themes sein. Wenn du dort Änderungen vorgenommen hast, die die breite Deines Inhaltsbereichs, den Abstand nach außen oder auch die Breiten und Abstände anderer Elemente (wie der Sidebar) beeinflussen, kann es dazu führen, dass die Sidebar nach unten rutscht.

In beiden Fällen ist es gut wenn Du versuchst Deine Änderungen Schritt für Schritt rückgängig zu machen und herauszufinden wo das Problem liegt.

Zeitüberschreitung bei der Verbindung

Wenn Deine Seite nicht nur langsam ist sondern gar nicht lädt und es erst sehr lange dauert bis schließlich Dein Browser dir eine Zeitüberschreitung meldet, dann ist üblicherweise etwas komplett im Argen. Mögliche Ursachen dafür könnten sein, dass Dein Blog zu viele Besucher hat und der Server damit nicht mehr umgehen kann. In diesem Fall erstmal herzlichen Glückwunsch 🎉 viele andere beneiden dich um dieses Problem 😉 In diesem Fall solltest Du dringend mit Deinem Webhoster besprechen und ein größeres Paket bei ihm bestellen.

Wenn das nicht der Fall ist und Dein Blog keine überraschende und plötzliche Vielzahl von Besuchern bekommt, dann besteht höchstwahrscheinlich ein anderes Problem. An dieser Stelle würde ich gerne auf die Abschnitte mit dem Internal Server Error und dem White Screen of Death verweisen, denn die Schritte zur Problembehebung sind hier dieselben:

Bilderupload funktioniert nicht

Ein ärgerliches aber immer wieder auftretendes Problem ist ein kaputter Bilder-Upload in WordPress. Möglicherweise werden sogar Bilder in Deinem Blog gar nicht oder nicht richtig dargestellt oder das hochgeladene Bild taucht nach dem Upload nicht in der Mediathek auf.

Hierfür gibt es im Grunde zwei Ursachen und Lösungsansätze:

Dateiberechtigungen beschädigt

Damit WordPress Bilder auf den Server hochladen kann, muss es über entsprechende Schreibrechte im jeweiligen Verzeichnis auf dem Server verfügen. Ist dies nicht der Fall kommt es zu Fehlermeldungen beim Upload. Ob und welche Recht nötig sind hängt ein wenig von Deinem Webhoster ab und du kannst die genauen Infos dort erfragen.

Ändern kannst Du die Rechte für das Verzeichnis wp-content/uploads dann über dein FTP-Programm. Die Bezeichnung für Datei- und Verzeichnisrechte unter Linux (das ist das Betriebssystem der meisten Server) besteht in der Regel aus 3 Ziffern. 644 ist dabei eine gängige Konfiguration für Dateien, 744 die häufig verwendete Konfiguration für Verzeichnisse. Hier solltest Du aber im Zweifel auf die Empfehlung Deines Hosters zurückgreifen.

Wichtig: Auch wenn es häufig funktioniert, solltest Du in aller Regel nie 777als Konfiguration für Dateien oder Verzeichnisse verwenden. Damit sind diese Dateien und Verzeichnisse für alle Welt beschreibbar (und löschbar). Das ist eine höchst unsichere Einstellung.

Ausgesperrt: Admin Dashboard Login funktioniert nicht mehr

Das passiert sogar den Besten: Du hast den Login zu deinem WordPress Dashboard vergessen oder er funktioniert aus anderen Gründen nicht mehr. Vielleicht gibt es aber auch andere Gründe, die dich am Einloggen in den Administrationsbereich hindern. Manchmal gibt es seltsame Umleitungen, die dich immer wieder wegleiten von der Schaltzentrale. Dies ist ein sehr häufiges Problem. Es tritt sogar so häufig auf, dass wir beide Fälle schon vor einiger Zeit in eigenen Artikeln beschrieben haben.

Fazit WordPress Probleme

Du siehst, es gibt zwar doch einige immer wieder auftretenden Probleme mit WordPress, aber das ist kein Grund um zu verzweifeln. Wir hoffen dieser Artikel konnte Dir helfen das ein oder andere typische Problem in deinem WordPress Blog zu lösen.

Weitere WordPress Probleme

Falls Dein spezielles Problem hier nicht genannt wurde, nutze einfach die Suchfunktion unserer Website. Es gibt auch noch folgende Artikel:

WordPress & DSGVO: Datenschutz beachten

Seit dem 25.05.2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung - kurz DSGVO - in Deutschland. Die DSGVO zielt auf alle Personen und Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Das bedeutet es ist unerheblich, ob jemand Geld mit seinem Internetauftritt verdient oder nicht. Einziges Kriterium ist die Verarbeitung personenbezogener Daten und dies ist bei dem Betrieb einer Internetseite mit WordPress der Fall. Insofern sollte auch jeder Hobbyblogger sich Gedanken über WordPress und die DSGVO machen.

Das Rechtliche vorweg: Wir schreiben unsere auf Erfahrungen und eigener Recherche beruhenden eigene Meinung und können nicht für deren Korrektheit garantieren. Wir sind keine Anwälte und bieten mit diesem Artikel keine Rechtsberatung. Falls Du konkrete Fragen oder Probleme hast, solltest Du Dich an einen auf Datenschutz spezialisierten Anwalt wenden.

Was findest Du in diesem Artikel?

Artikel zu WordPress und der DSGVO gibt es bereits unzählige. Auch wir mussten uns durch die leider eher unklaren Vorgaben der DSGVO arbeiten. Daher haben wir uns entschieden nicht einfach noch einen ultralangen WordPress-DSGVO-Artikel hinzuzufügen, sondern wollen Dir vielmehr einen Überblick über das Thema geben und an geeigneter Stelle auf andere bereits bestehende hilfreiche Artikel und Seiten verweisen.

Was ist die DSGVO?

In der Datenschutz-Grundverordnung wird der Umgang mit personenbezogenen Daten europaweit geregelt.

Der Grundgedanke der DSGVO ...

Da Deutschland in Sachen Datenschutz immer schon eine Vorreiterrolle in Europa hatte, sind die Veränderungen in Bezug zu dem vorher geltenden alten Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) eigentlich nicht so groß. Leider steckt der Teufel im Detail und die kleinen Veränderungen haben allerdings gerade für Websitebetreiber eine große Auswirkung. Darüber hinaus entdecken viele bei den DSGVO-Vorbereitungen Vorschriften, die sie bisher nicht erfüllen, die aber schon lange vor dem Inkrafttreten der DSGVO galten.

Die Ziele der DSGVO sind aus unserer Sicht grundsätzlich zu begrüßen. Leider ist bei der Umsetzung offenbar nicht an die Situation von "kleinen" Websitebetreibern gedacht worden. Außerdem lässt sich der DSGVO oftmals nicht klar und eindeutig entnehmen was ganz konkret zu tun ist, damit man rechtlich auf der sicheren Seite ist. Derzeit gelten viele Fragen noch als Auslegungssache, die erst mit zukünftigen Gerichtsurteilen klarer beantwortet werden.

Wenn Du genauer wissen willst was der Hintergrund der DSGVO ist, empfehlen wir Dir die Folge 54 "Alles zur EU-Datenschutzgrundverordnung" des Jura Podcast "Rechtsbelehrung" mit Marcus Richter und Thomas Schwenke anzuhören. Achtung: Hier geht es wirklich mehr um die Hintergründe. Praktische Tipps zur Erstellung einer Datenschutzerklärung findest Du erst in der nächsten Folge 55 "Datenschutzerklärung FAQ".

Was sind personenbezogene Daten?

Nach der DSGVO sind personenbezogene Daten sind Angaben, die bei Zuordnung zu einer natürlichen Person Einblicke ermöglichen in deren physische, physiologische, genetische, psychische, wirtschaftliche, kulturelle oder soziale Identität (Artikel 4 Ziffer 1 DSGVO).

Dazu gehören z.B.:

Als Betreiber einer Website, sorgen gerade die Online-Daten dafür, dass Du Dich fast immer um die DSGVO kümmern musst. Denn jeder Besucher Deiner Website übermittelt seine IP-Adresse an Deinen Server und CMS-System - auch wenn es demjenigen oft gar nicht bewusst ist.

Ganz wichtig: Ob Du von der DSGVO betroffen bist oder nicht, entscheidet sich nicht darüber, ob Du Geld mit Deiner Website verdienst oder nicht, sondern alleine dadurch, ob du personenbezogene Daten verarbeitest oder nicht! Und das ist leider fast immer der Fall.

Rechte der Betroffenen

Die DSGVO gibt Betroffenen eine ganze Reihe an Rechten. Dazu gehören:

Eine ausführliche Erläuterung findest Du auf Datenschutz-Notizen.de. Diese Rechte führen dazu, dass Du als Betreiber einer Website eine ganze Reihe von Informationspflichten hast.

Der DSGVO-Gau: Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?

Viele fragen sich, warum sie sich überhaupt um den ganzen Kram kümmern sollten? Der Grund liegt darin, dass viele Websitebetreiber die Vorschriften des DSGVO befolgen müssen, ansonsten können von drei Seiten Probleme bzw. Strafen auf einen zukommen.

1. Datenschutzbehörde

Sollte die zuständige Datenschutzbehörde auf Deine Verstöße aufmerksam werden, weil z.B. ein Kunde Dich gemeldet hat, wird diese die Sachlage prüfen und ggf. Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro beziehungsweise bei Unternehmen sogar bis zu vier Prozent des Weltjahresumsatzes verhängen.

Dieses Schreckensszenario nutzen derzeit viele, um Dienstleistungen rund um die DSGVO zu verkaufen. Allerdings sind das die absoluten Obergrenzen und die Behörden sind bisher schon eher zurückhaltend mit ihren Maßregelungen gewesen. Es deutet nichts darauf hin, dass sich das zukünftig ändern sollte (siehe "Bußgelder bei Datenschutzverstößen: Angst vor einem Phantom" auf Netzpolitik.org).

Auf einfache Websitebetreiber sollte aus dieser Richtung also kein allzugroßes Risiko zukommen. Vor allem wenn man die wesentlichsten Punkte der DSGVO berücksichtigt.

2. Abmahnungen

Viele kennen Abmahnungen eher aus dem Arbeitsleben. Im deutschen Recht ist es allerdings Unternehmen möglich z.B. auf der Basis des Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) andere Unternehmen oder Personen abzumahnen.

Durch die Abmahnung wird eine Person oder ein Unternehmen aufgefordert ein angeblich fehlerhaftes Verhalten zu unterlassen. Als Ausgleich soll man sich dazu verpflichten, einen gewissen Geldbetrag zu zahlen, der je nach Vergehen unterschiedlich hoch ausfallen kann. Außerdem soll man sich verpflichten für den Fall der Wiederholung einen hohen Schadensersatz zu zahlen. Anderenfalls werden gerichtliche Schritte angedroht.

Bisher war gerade im Blog-Umfeld die Abmahnung wegen unrechtmäßig verwendeter Bilder, die häufigste Abmahnursache. Hierzu gibt es eine sehr detaillierte "FAQ zu Abmahnungen wegen unerlaubter Bildernutzung".

Es wird erwartet, dass vermutete Verstöße gegen die DSGVO, abgemahnt werden (die ersten Abmahnungen sind auch schon aufgetaucht). Der Erhalt einer Abmahnung ist meist recht unangenehm, da die veranschlagten Kosten schnell mehrere hundert Euro erreichen.

Leider kursieren derzeit Aussagen von Rechtsanwälten, die behaupten Abmahnungen auf Basis der DSGVO wären unwirksam. Das ist aber mehr als Umstritten: "DSGVO Abmahnungen: Ein paar Worte zu Halb- und Unwahrheiten" von Rechtsanwalt Niklas Plutte.

Es existiert eine sehr informative Übersichtsseite zu bereits erfolgten DSGVO-bezogenen Abmahnungen von der Rechtsanwältin Regina Stoiber, die regelmäßig aktualisiert wird und Hinweise darüber enthält mit welchen Maßnahmen Du Dich absichern kannst: "DSGVO Abmahnungen: Aktuelle Übersicht und Links". Bisher scheint die vorher befürchtete Abmahnwelle nicht eingetreten zu sein.

Abgemahnt zu werden ist für den einfachen Websitebetreiber derzeit sicherlich wesentlich wahrscheinlicher als dass es zu einem Bußgeld durch die Datenschutzbehörde kommt. Daher versuchen die meisten Websitebetreiber Abmahnern wenig Angriffsfläche zu bieten und möglichst alle Vorschriften der DSGVO umzusetzen.

Wichtig: Wenn Du eine Abmahnung erhältst, dann solltest Du weder gar nichts tun, noch einfach die Abmahnung unterschreiben und die geforderte Summe zahlen. Meist ist der Gang zu einem Anwalt ratsam, denn der kann einschätzen, ob die Forderung überhaupt rechtmäßig ist und falls doch, sehr oft die geforderte Summe senken.

3. Kunden und Unternehmen verlieren

Dadurch dass die DSGVO öffentlich relativ breit diskutiert wurde, sind viele potentielle Kunden sich ihrer Rechte und der Pflichten anderer sehr bewusst. Wird deutlich, dass Du Dich nicht um die DSGVO kümmerst, kannst Du schnell Besucher und Kunden verlieren. Hast Du Unternehmen als Kunden, werden diese noch genauer auf Deinen Umgang mit personenbezogenen Daten achten, denn dazu sind sie verpflichtet.

Die wichtigsten Schritte in Bezug auf die DSGVO sind

Die folgenden fünf Punkte sind die wesentlichen Schritte, um der DSGVO gerecht zu werden.

  1. Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?
  2. Das Erstellen eines "Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten" (kurz VVT)
  3. Das Erstellen einer Datenschutzerklärung
  4. Anpassungen meiner Prozesse, Website, Einstellungen, Plugins, Dienste
  5. Schließen von Auftragsverarbeitungsverträgen (kurz AVV, früher auch nur mit AV abgekürzt)

Wenn Du einen schnellen allgemeinen Überblick über all das erhalten möchtest, schau Dir die "DSGVO-Checkliste" von akademie.de an.

1. Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?

Für den "einfachen" Websitebetreiber lautet die Antwort auf die erste Frage in der Regel "Nein". Auf der Seite der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen findest Du einen interaktiven Selbstcheck "Wer muss Datenschutzbeauftragte bestellen?".

Du solltest dir aber darüber bewusst sein, dass auch wenn Du keinen offiziellen Datenschutzbeauftragten berufen musst, trotzdem stets ein Verantwortlicher für den Datenschutz zu benennen ist. In der Regel bist das Du als Websitebetreiber.

2. Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (VVT)

Das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten ist eine Auflistung aller Verarbeitungstätigkeiten in welchen personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Viele Unternehmen verweisen darauf, dass das Gesetz Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern von den Rechenschaftspflichten befreit (Art. 30 Abs. 5 DSGVO). Allerdings gilt diese Ausnahme bereits dann nicht, wenn die Verarbeitung personenbezogener Daten „nicht nur gelegentlich“ erfolgt.

Da moderne Unternehmen Daten, sei es via Website, Shop, CRM-Systeme, Lohnabrechnungssysteme etc. permanent, also nicht nur gelegentlich, verarbeiten, wird diese Befreiung äußerst selten zur Anwendung kommen.

Zitat: Rechtsanwalt Dr. Schwenke im T3N-Guide "DSGVO für Unternehmer"

Derzeit sehen viele es so, dass auch der einfache Blogger nicht davon ausgenommen ist, wenn er z.B. einen regelmäßigen Newsletter verschickt oder seine Websitebesucher mit Google Analytics zählen lässt.

Allerdings ist aus unserer Sicht ein fehlendes VVZ bei einem Blogger nicht so extrem schlimm, denn das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten muss nur auf Anfrage der Aufsichtsbehörde vorgelegt werden. Es ist nichts, was Ihr sonstigen anderen aushändigen oder vorzeigen müsst. Also kann ein fehlendes VVZ nicht von anderen abgemahnt werden. Außerdem ist es gerade bei einfachen Websiteprojekten relativ einfach erstellt.

Der Vorteil eines vorhandenen VVZ ist, dass Du darin alle Informationen gesammelt haben solltest, die Du später für die Erstellung Deines Datenschutzhinweises auf Deiner Website benötigst.

Wir finden die Artikel der Rechtsanwältin Regina Stoiber sehr hilfreich:

3. Datenschutzerklärung

Als erstes ist es wichtig eine Datenschutzerklärung (DSE) auf der Website einzurichten. Diese muss von jeder anderen Seite des Internetauftrittes mit nur einem Klick aufgerufen werden können. Es bietet sich also an diese im Footer der Seite zu verlinken.

Wichtig: Früher haben viele einen kleinen Absatz zum Thema Datenschutz im Impressum aufgeführt, das reicht jetzt nicht mehr aus. Außerdem muss der Link zur Datenschutzerklärung eindeutig bezeichnet sein. Man kann zwar den Link "Impressum & Datenschutz" nennen, aber wir würden raten die in der Regel recht umfangreiche Datenschutzerklärung eine eigene Seite zu gönnen.

Die Datenschutzerklärung muss mehreren Anforderungen gerecht werden, die teilweise etwas schwierig in Einklang miteinander zu bringen sind. Die Datenschutzerklärung soll für den Leser verständlich sein, die für den Datenschutz verantwortliche Person benennen, die wichtigen Rechte der Besucher benennen und erklären welche Daten und auf welcher rechtlichen Basis verarbeitet werden. Das klingt nicht nur umfangreich, das ist es in vielen Fällen auch.

Glücklicherweise stehen ähnlich wie für das Impressum Generatoren für die Datenschutzerklärung zur Verfügung wie z.B. den Datenschutz-generator.de von Rechtsanwalt Schwenke, der allerdings nur für Privatpersonen kostenfrei ist. Die Anwaltskanzlei Weiß & Partner und auch WBS-Law.de stellen dahingegen für jeden kostenfrei verwendbare Datenschutzgeneratoren zur Verfügung. Es wird als Gegenleistung nur ein kurzer Herkunftshinweis mit Link am Ende des Textes gefordert.

Um die Generatoren richtig zu verwenden, musst Du Dir allerdings darüber klar werden welche Plugins und Dienste Du auf Deiner Website verwendest, damit Du die passenden Dienste im Generator auswählen kannst. Daher solltest du Dich vorher in das Thema etwas einlesen.

Dazu haben bereits andere gute Artikel verfasst, so dass wir an dieser Stelle nur auf die wichtigsten Artikel verweisen. Eine gute Quelle ist Blogmojo. Hier haben die Betreiber Finn und Nele mit Hilfe von einigen Gastautoren in mehreren Artikeln die wichtigsten Infos zusammengetragen:

4. Anpassungen meiner Prozesse, Website, Einstellungen, Plugins, Dienste

In den genannten Artikeln findest Du eine Menge Hinweise dazu welche Plugins und Einstellungen problematisch sein können. Außerdem viele Tipps wie sich Dienste DSGVO-konform in Deine Website einbinden lassen.

Dies alles solltest Du möglichst zügig umsetzen. Außerdem kannst Du schon Informationen darüber sammeln welche Plugins und Dienste Du verwendest, die dann später auch in der Datenschutzerklärung genannt werden müssen.

Auch wenn wir uns hier auf Deine Website konzentrieren, kann es ggf. auch wichtig sein eine Datenschutzerklärung zu erstellen, die Du Deinen Kunden gibst bzw. die Du Dir von Ihnen unterschreiben lässt. Gerade wenn du geschäftlich tätig bist, solltest Du das genaue Vorgehen mit einem Anwalt oder der Unterstützung der passenden Verbände oder Organisationen wie z.B. die Handelskammer abstimmen.

5. Schließen von Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV)

Das könnte man im Grunde auch noch als eine Erweiterung von Punkt 4. betrachten. Einerseits musst Du mit Diensten oder Anbietern, die in Deinem Auftrag Daten verarbeiten sogenannte Auftragsverarbeitungsverträge abschließen. Dazu gehört z.B. Google, falls Du Google Analytics auf Deiner Website verwendest.

Anders herum, falls Du im Auftrag anderer Daten verarbeitest, solltest Du einen entsprechenden Auftragsverarbeitungsvertrag erstellen, den Du Dir von Deinen Auftraggebern unterzeichnen lässt.

So das war es dann glücklicherweise auch mit den wichtigen Schritten.

Was hat WordPress mit der DSGVO zu tun?

Zunächst einmal kann WordPress personenbezogene Daten verarbeiten. Dann wird für den Betrieb von WordPress ein Server benötigt, der in der Regel ebenfalls personenbezogene Daten verarbeitet. Hinzu kommen noch Themes, Plugins oder andere in WordPress eingebundene Dienste und Funktionen, die — Du ahnst es schon — auch personenbezogene Daten verarbeiten können.

Nach der DSGVO musst Du jede Form der von Verarbeitung von personenbezogenen Daten erläutern und erklären auf welcher rechtlichen Basis dies geschieht.

Wenn auch sehr spät, so hat WordPress noch rechtzeitig ein Update erhalten, dass mehrere Funktionen mitbringt, die helfen sollen der DSGVO genüge zu tun.

DSGVO WordPress Funktionen

Am 17.05.2017 erschien die WordPress Version 4.9.6, die hauptsächlich neue Funktionen in Bezug auf die DSGVO mit sich brachte:

1. Datenschutzeinstellung

Es gibt einen neuen "Datenschutz" Menüpunkt im Adminbereich unter "Einstellungen". Dort lässt sich eine Seite als Datenschutzerklärung bestimmen. Beim neu Anlegen wird automatisch ein Standardtext eingefügt, den man aber unbedingt überarbeiten bzw. ergänzen sollte, da dieser den DSGVO Anforderungen nicht ausreichend entspricht.

Themes und Plugins, die personenbezogene Daten speichern, können automatisch passende Texteabschnitte vorschlagen, die beim Bearbeiten der Datenschutzseite sichtbar werden. In der Regel werden diese Texte, wenn überhaupt, eher in englischer Sprache angeboten werden. D.h. Du kannst die Texte als Anregung betrachten, aber solltest lieber Recherchieren und selbst einen passenden Text verfassen oder aus einem der Datenschutz Generatoren holen.

Das wohl Interessanteste an dieser Funktion ist, dass der Link zur Datenschutzseite automatisch auch auf der Registrierungs- und Loginseite von WordPress eingebunden wird. Da dort kein Footer des regulären Themes angezeigt wird, könnte dies ansonsten datenschutzrechtlich problematisch sein. Deshalb solltest du diese Einstellung unbedingt vornehmen!

2. Exportieren und Löschen von personenbezogenen Daten

Im Adminbereich "Werkzeuge" sind zwei Funktionen hinzugekommen. Zum einen "Personenbezogene Daten löschen". Falls Du von jemanden entsprechend der DSGVO aufgefordert wirst seine Daten zu löschen, geht das zumindest innerhalb von WordPress relativ einfach.

Du gibt die E-Mailadresse ein und derjenige erhält eine E-Mail an diese Adresse, die er bestätigen muss, um sicher zu gehen, dass er auch der Inhaber dieser E-Mailadresse ist. Gleichzeitig werden dann in WordPress alle zu dieser E-Mailadresse gehörenden Daten gelöscht. Das werden in der Regel Kommentareinträge sein.

Relativ ähnlich funktioniert die Option "Personenbezogene Daten exportieren". Diese ist für den Fall, dass jemand Dich auffordert ihm alle von ihm gespeicherten Daten zuzusenden. Genauso wie bei der Löschung wird als erstes eine zu bestätigende E-Mail an die genannte Adresse versandt, bevor dieser die Daten herunterladen kann.

Achtung: In beiden Fällen bezieht sich die Löschung und Auskunft ausschließlich auf in WordPress gespeicherte Daten. Solltest Du noch anderweitig personenbezogene Daten gespeichert haben wie z.B. Briefe oder in einem Newsletter Dienst, werden diese nicht von WordPress erfasst und Du musst Dich zusätzlich darum kümmern.

3. Kommentarcheckboxen

Es werden (abhängig vom Theme) Checkboxen zu Deinem Kommentarfomularen mit dem Text "Meinen Namen, E-Mail und Website in diesem Browser speichern, bis ich wieder kommentiere" hinzugefügt. Damit wird das Einverständnis eingeholt einen entsprechenden Cookie zu setzen, um den Nutzer wiederzuerkennen. Wird die Checkbox nicht angehakt, kann der Kommentar trotzdem eingereicht werden, aber der Besucher muss seine Angaben jedes Mal erneut eingeben.

Achtung: Nicht bei jedem Theme werden diese Checkboxen angezeigt.

Fazit WordPress und DSGVO

Auch wenn das Thema auf den ersten Blick ziemlich umfangreich erscheint, so lohnt es sich doch alles einmal durchzuarbeiten. Anschließend ist man in Sachen DSGVO gut aufgestellt und braucht sich keine großen Sorgen zu machen.

Weitere Interessante Links:

WordPress von Server zu Server umziehen

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ein Serverumzug für Deine WordPress-Website nötig wird. Zum Beispiel, wenn Du Deinen Hosting-Anbieter wechseln willst oder musst, weil Dein aktueller Server nicht mehr genug Kapazitäten bietet. Hier erfährst Du Schritt für Schritt, wie Du dabei vorgehst.

Mache ein Backup aller Daten

Der erste Schritt von Deinem Serverumzug ist ein Backup. Nur so bist Du im Falle eines Falles auf der sicheren Seite und verlierst nicht wichtige Daten. Wenn Du bereits ein Backupsystem z.B. mit UpdraftPlus nutzt, brauchst Du nur ein aktuelles, frisches Backup auslösen und kurz prüfen, ob das auch funktioniert hat.

Du kannst die Backups der meisten Backup Plugins auch zum Umzug Deiner Seite nutzen. Dann installierst Du auf dem neuen Server ein frisches WordPress, das Backup Plugin und stellst über das Plugin die Daten wieder her. Einige Plugins wie UpdraftPlus bieten dabei auch Optionen zum Ändern der Domainadresse an, falls das der Fall ist. Mehr dazu findest Du auch in unserem Artikel "WordPress Domain ändern".

Deine WordPress-Dateien sicherst Du mit Deinem FTP-Client. Clients wie FileZilla gibt es kostenlos zum Download. Hast Du eine kleine Website, reicht für die Sicherung der Datenbank phpmyAdmin, das die meisten Webhoster integriert haben. Bei umfangreichen Datenbanken kann allerdings der Server-Timeout von 60 Sekunden Probleme machen, weshalb Du in diesem Fall den MySQLDumper nutzen solltest.

phpmyAdmin

Die meisten Webhostinganbieter, bieten auch die Möglichkeit Deine Datenbanken über phpMyAdmin zu bearbeiten. Wo und wie Du auf die phpMyAdmin-Oberfläche zugreifen kannst, findest Du im Hilfe-Bereich Deines Webhostinganbieters. Sobald Du dort eingeloggt bist, wählst Du in der linken Übersicht Deine Datenbank aus und klickst anschließend auf 'Exportieren'. Bestätige, dass die SQL-Datei auf Deinem PC gesichert werden soll.

MySQLDumper

MySQLDumper ist ein eigenes PHP-Tool speziell zum Sichern und Wiederherstellen von MySQL-Datenbanken. Nach dem Download der MySQLDumper-Dateien lädst Du den entpackten Ordner in ein neues Webhosting-Verzeichnis hoch. Anschließend rufst Du den Pfad im Browser auf. Hier installierst Du nun MySQLDumper. In die Installationsmaske trägst Du den Nutzernamen und das Passwort Deiner Datenbank ein und verbindest Dich dann mit ihr. Speichere anschließend und setze die Installation fort.

Nach der Installation gelangst Du ins Hauptmenü und kannst mit dem Export der Datenbank beginnen. Im unteren Pulldown-Menü wählst Du Deine Datenbank aus, klickst auf 'Backup' und beginnst in der rechten Spalte ein neues Backup. Ist dieses beendet, klickst Du im linken Menü auf 'Verwaltung' und lädst die gepackte SQL-Datei mit einem Klickt auf das Symbol in der Spalte 'gz' auf Deinen PC herunter.

Anschließend löschst Du den Ordner des MySQLDumper wieder mit Hilfe Deines FTP-Programms. Oder legst zumindest einen Verzeichnisschutz auf das Verzeichnis des MySQL Dumpers, damit niemand anderes auf Deine Datenbank zugreifen kann.

Erstelle FTP-Zugang und Datenbank

Wenn Du Deinen Webhosting-Anbieter wechselst, musst Du zuerst einen FTP-Zugang bei Deinem neuen Anbieter anlegen. Auch eine neue Datenbank musst Du in jedem Fall anlegen. Damit es später keine Verwechslungen gibt, notiere Dir die genauen Zugangsdaten für FTP und Datenbank.

Passe Deine WordPress-Dateien an

Nun gibst Du die Daten der neu eingerichteten Datenbank in die Konfigurationsdatei wp-config.php von WordPress ein. Diese findest Du im Hauptverzeichnis des Backups Deiner Website.

Öffne sie im Texteditor und trage den neuen Datenbanknamen, User und Passwort ein. Wenn Dein Datenbankhost von 'localhost' abweicht, ändere auch dies. Behalte dabei auf jeden Fall die Anführungszeichen bei, um keine Fehlermeldungen zu erhalten. Speichere anschließend die Änderungen. Weitere Infos findest Du in unserem Artikel "wp-config.php – so funktioniert die wichtigste WordPress-Datei".

Importiere die WordPress-Datenbankdaten

Verbinde Dich nun mit Deinem FTP-Client mit dem neuen Webserver. Lade die gesicherten Dateien dort in das Root-Verzeichnis hoch.

Typischerweise wählst Du auf der rechten Seite den Ort, wo die Dateien hin sollen, markierst dann auf der linken Seite alle Dateien, die Du hochladen willst, machst einen Rechtsklick auf eine dieser Dateien und wählst 'hochladen'. Der Vorgang kann, je nach Menge und Größe der Daten, einige Zeit in Anspruch nehmen.

Importiere die Datenbank

Anschließend musst Du die gesicherte SQL-Datei in Deine neue Datenbank importieren.

Hast Du Deine Datenbank mit phpMyAdmin gesichert, logge Dich nun über phpMyAdmin auf dem neuen Server ein. Wähle die Datenbank in der linken Spalte aus und klicke im oberen Menü auf 'Importieren'. Suche die Datenbank auf Deinem PC und beende den Upload.

Wenn Du den MySQLDumper verwendest, installiere ihn wie oben aufgeführt auf Deinem neuen Server. Wähle wieder Deine Datenbank aus und klicke auf 'Verwaltung'. Klicke dann auf 'Durchsuchen', suche die sql.gz-Datei auf Deinem PC und wähle 'Datei hochladen'. Anschließend musst Du im Hauptmenü 'Wiederherstellung' auswählen. Durch einen Klick auf den Datenbanknamen gelangst Du zu seiner neuen Übersicht. Hier musst Du nur noch die gewünschte Datenbank auswählen.

Schließe den Umzug ab

Hast Du bei dem Umzug auch die URL Deiner Website geändert, musst Du nun wahrscheinlich noch Serverpfade und Siteurls anpassen. Dies solltest Du möglichst nicht manuell ändern und besser auf ein Plugin wie Search & Replace Plugin zurückgreifen. Eine genaue Anleitung wie Du bei einem Serverumzug die URL Deiner Website ändern kannst, erfährst Du in unserem Artikel "WordPress Domainadresse ändern".

Wenn Du all diese Schritte durchgeführt hast, ist der Umzug abgeschlossen. Deine Website ist ab sofort auf dem neuen Server erreichbar.

WordPress Domain ändern

Die Aufgabe die WordPress Domain zu ändern kommt schneller auf einen zu als man vielleicht denkt. Dabei muss es nicht immer um eine Veränderung des Domainnamens gehen. Es kann auch um relativ einfach erscheinende Themen gehen, wie die Umstellung von HTTP auf HTTPS. Auch die Veränderung der Adresse von mit www auf ohne www vorweg oder falls Du WordPress aus oder in ein Verzeichnis auf dem gleichen Server verschieben willst.

Letzteres erscheint einfach, bedeutet allerdings genauso eine Änderung der WordPress Seitenadresse wie die Umstellung von ...

http://www.mein-alter-domain-name.de

... auf ...

http://www.mein-neuer-domain-name.de

Falls man seine Website lokal auf seinem eigenen Rechner entwickelt hat und diese dafür unter einer Entwickleradresse wie z.B. local.wordpress.dev installiert hat, muss diese Adresse beim Umzug auf die eigentliche Domain ebenfalls geändert werden.

Ablauf und Vorgehensweisen

Bevor wir in die Details gehen, folgen noch ein paar Informationen, um den Prozess besser nachvollziehen zu können. Der grobe Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  1. Vorbereitung: Wie immer bei relevanten Veränderungen gilt es einige Vorbereitungen zu treffen
  2. Änderung der WordPress- und Websiteadresse: Die zentralen Adressangaben werden meist zuerst geändert.
  3. Änderung aller anderen Datenbankeinträge: Anschließend werden alle noch vorhandenen alten Verweise in der Datenbank geändert.
  4. Ggf. Umleitung einrichten: von der alten WordPress Adresse auf die neue
  5. Nachbereitung: Zu guter Letzt noch ein paar Aufräumarbeiten.

Verschiedene Wege nach Rom

In einigen Punkten kann der Ablauf je nach Voraussetzung und Vorgehensweise etwas variieren. So kann man die WordPress Datenbank auch herunterladen, alle Änderungen direkt in der Datenbank vornehmen und diese wieder hochladen. Damit spart man sich den 2. Schritt.

Diese Vorgehensweise bietet sich an, wenn man z.B. von einer Domain auf eine andere zieht und so zwei WordPress Installationen parallel laufen lassen kann.

Wie ist der beste Weg die Domain zu ändern?

Es gibt im Grunde drei wichtige Faktoren, die einem die Entscheidung erleichtern:

  1. HTTP/HTTPS und www: Wenn es sich nur um die Änderung von HTTP auf HTTPS oder von ohne www auf mit www handelt, kann man gerade bei kleineren Projekten, alle Änderungen mit geringem Risiko (trotzdem Backup!) im Livebetrieb vornehmen.
  2. Domainname ändert sich: Wenn über HTTP/HTTPS und www hinaus Änderungen an der Domain vorgenommen werden und sei es nur die Umstellung von .com auf .de, bietet sich der Weg über den Download der Datenbank an.
  3. Zugriff auf den WordPress Admin: Ein weiterer Faktor ist, ob man Zugriff auf den WordPress Admin hat oder nicht. Falls nicht, helfen einem keine noch so schönen WordPress Plugins und man muss Änderungen direkt in der Datenbank vornehmen. Dieser Fall kann auch überraschend eintreten, wenn es zu bei den Punkten 1 und 2 zu unerwarteten Problemen kommt.

Der Weg des geringsten Widerstandes

Der einfachste und meist auch sicherste Weg ist der Download der Datenbank. Hier bietet sich das WP Migrate DB WordPress Plugin an, dass wir auch sehr gerne verwenden. Damit sind wenig bis keine Überraschungen zu erwarten.

Wer häufiger Daten zwischen lokaler Entwicklung und seiner online WordPress Installation kopiert, sollte sich auch die Premium Version von WP Migrate DB Pro ansehen.

Auch bei der Verwendung eines Plugins, ist es nicht verkehrt, wenn man Mittel und Wege kennt, wie man eventuell auftretende Probleme sozusagen per Handarbeit beheben kann.

Sich selbst die Hände schmutzig machen

Daher schildern wir hier die Vorgehensweise in Eigenregie, weil dieses Vorgehen in einigen Situationen wichtig werden kann, z.B. wenn man Schwierigkeiten hat sich in die WordPress Administration einzuloggen oder sich die WordPress Adresse einfach nicht verändern lassen will.

Vorbereitungen

Wenn man dabei ist die Domain zu verändern, sollte man einige Vorbereitungen treffen:

  1. Update: WordPress selbst, Plugins und Themes sollten auf den neuesten Stand gebracht werden und anschließend hilft ein kurzer Funktionstest der Website festzustellen, dass keine Probleme vorliegen. Falls später Probleme auftreten, kann man so sicher sein, dass die Probleme in Zusammenhang mit der Umstellung der Domain stehen.
  2. Backup: Wie immer ist ein aktuelles Backup sowohl der Dateien als auch der Datenbank wichtig, damit man notfalls wieder den Ausgangszustand herstellen kann. Alles wichtige zum Thema Backup findet ihr in unserem Artikel "WordPress Backup".
  3. FTP-Programm: Es lohnt sich auch das FTP-Programm seiner Wahl am Start zu haben, so dass man schnell auf die wp-config.php oder die .htaccess zugreifen kann.
  4. Caching: Falls man ein Caching Plugin für WordPress nutzt, sollte man dies kurzzeitig abschalten, da ansonsten die Daten im Cache noch die alte Adresse beinhalten und zu Problemen führen können.
  5. Browser Cache und Cookies: Ganz simpler Punkt, der einem leicht große Schwierigkeiten bereiten kann. Bei einer Umstellung können leicht noch Dateien oder Cookies im Browser Cache zwischengespeichert sein, die die alte Adresse beinhalten und zu Schwierigkeiten bei der Anzeige führen. Daher bei Problemen stets als erstes prüfen, ob es nicht ausreicht den Browsercache und ggf. die Cookies zu löschen.

WordPress-Adresse und Website-Adresse

WordPress muss von sich selbst wissen unter welcher Adresse es zu finden ist. Es gibt allerdings gleich zwei wichtige Adressen, die man im Admin unter "Einstellungen" > "Allgemein" findet:

  1. Die WordPress-Adresse
  2. Die Website-Adresse

In den meisten Fällen werden die WordPress-Adresse und die Website-Adresse identisch sein.

Keine WordPress- und Website-Adresse zu finden?

Falls man zwischen den Punkten Titel der Website, Untertitel und E-Mail-Adresse keine Optionen für die WordPress-Adresse und die Website-Adresse angezeigt bekommt, dann wird der Blog sehr wahrscheinlich in einer WordPress Multisite Installation genutzt.

Entweder Du musst mit dem Administrator der Installation in Kontakt treten oder Du hast selbst Zugang zur "Netzwerkverwaltung" > "Websites" und kannst dort die Adressen ändern.

Unterschiedliche WordPress- und Website-Adresse?

Man kann WordPress aber auch so installieren, dass es in einem Unterverzeichnis liegt, aber der Aufruf trotzdem über die Internetadresse ohne das Unterverzeichnis erfolgen kann. Dann sind die beiden Adressen unterschiedlich1:

WordPress-Adresse: http://mein-alter-domain-name.de/unterverzeichnis
Website-Adresse  : http://mein-alter-domain-name.de

Die Adressen sichern

Diese beiden Adressen kopiert man sich am besten aus den Einstellungen in einen Editor, so dass man schnellen Zugriff darauf hat. In diesem Editor trägt man sich dann auch in Ruhe die präzise neue Adresse ein bzw. Adressen, falls WordPress- und Website-Adresse unterschiedlich sind:

WordPress-Adresse: http://mein-neuer-domain-name.de/unterverzeichnis
Website-Adresse  : http://mein-neuer-domain-name.de

In diesem Beispiel ändert sich der Domainname. Es könnte aber auch darum gehen, dass die Adresse um ein www. ergänzt werden soll oder auch dass von HTTP auf HTTPS umgestellt werden soll. Oder sogar alles zusammen:

WordPress-Adr.: https://www.mein-neuer-domain-name.de/unterverzeichnis
Website-Adr.  : https://www.mein-neuer-domain-name.de

Bei einer Umstellung von HTTP auf HTTPS gibt es noch einige weitere Dinge zu bedenken.

Wenn du jetzt in deinem Editor alte und neue Adressen gesichert hast, kannst du an dieser Stelle gleich noch etwas prüfen.

Nicht veränderbare WordPress-Adressen (ausgegraut)

Es kann sein, dass die Adressen zwar angezeigt werden, aber ausgegraut sind. Das heißt, dass man die Adressen nicht in der Administration verändern kann.

Dies ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass die beiden Adressen fest in der Datei wp-config.php hinterlegt wurden. In der Datei, die im Rootverzeichnis der WordPress Installation liegt, steht dann irgendwo:

define('WP_HOME', 'http://mein-alter-domain-name.de');
define('WP_SITEURL', 'http://mein-alter-domain-name.de');

Wobei WP_HOME der WordPress-Adresse entspricht und WP_SITEURL der Website-Adresse. Diese feste Verankerung der Adresse in der wp-config.php sollte man nur in Notfällen vornehmen.

Tipp: Wenn es dort so steht, sollte man zunächst die Adressänderung an dieser Stelle durchführen und wenn alle Schritte erledigt sind und WordPress unter der neuen Adresse problemlos funktioniert, kann man versuchen diese Parameter zu entfernen, damit die Adressen wieder in der Administration eingestellt werden können.

Plugin oder DIY

An dieser Stelle entscheidet man sich, ob man den Weg über den Download der Datenbank mit Hilfe eines Plugins geht oder wie folgt selbst Hand anlegt.

WordPress- und Website-Adresse umstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Adressen zu ändern. Wir stellen die verschiedenen Varianten vor.

WordPress-Adresse über den Admin verändern

Gerade bei der Umstellung von mit www auf ohne www oder von HTTP auf HTTPS, erreicht man meist den WordPress Adminbereich und kann die Veränderung einfach unter der bereits genannten Option bei "Einstellungen" > "Allgemein" für die WordPress- und die Website-Adresse durchführen.

WordPress-Adresse über RELOCATE anpassen

Wenn sich der eigentliche Domainname verändert, z.B. von ...

http://www.mein-alter-domain-name.de

... auf ...

http://www.mein-neuer-domain-name.de

... hat man meist Schwierigkeiten sich unter der neuen Adresse in den Adminbereich einzuloggen. Daher gibt es eine relativ elegante Lösung, bei der WordPress die Veränderung sozusagen automatisch einträgt.

Dafür muss in der wp-config.php folgende Zeile für kurze Zeit eingetragen werden:

define('RELOCATE', true);
Wichtig: Wenn die beiden Adresse, wie oben beschrieben, fest in die wp-config.php eingetragen wurden, funktioniert diese Lösung nicht. Die feste Definition muss vorher aus der wp-config.php gelöscht werden!

Wenn diese Veränderung auf dem Server gesichert wurde, ruft man einfach die folgende Adresse auf:

http://www.mein-neuer-domain-name.de/wp-login.php
Achtung: Bei dem Aufruf genau auf die korrekte neue Adresse achten! Mit http oder https, mit www oder ohne und die genaue Bezeichnung der neuen Domain.

Der RELOCATE Befehl lässt WordPress wissen, dass es die Adresse unter der die wp-login.php aufgerufen wird als neue WordPress-Adresse in der Datenbank speichern soll.

Bevor Du Dich wirklich einloggst, löschst Du den RELOCATE Befehl wieder aus der wp-config.php, damit WordPress nicht jedes Mal neu die Adresse speichert.

Nun prüfst Du im Admin unter "Einstellungen" > "Allgemein", ob die WordPress- und Website-Adresse wirklich richtig angepasst wurden.

WordPress-Adresse über wp-config.php anpassen

Wenn nicht anderes hilft, kannst Du die Adressen auch wie oben beschrieben fest in der wp-config.php eintragen. Dazu einfach folgende beiden Zeilen hinzufügen:

define('WP_HOME', 'http://mein-neuer-domain-name.de');
define('WP_SITEURL', 'http://mein-neuer-domain-name.de');

Wobei WP_HOME der WordPress-Adresse entspricht und WP_SITEURL der Website-Adresse. Dort werden dann die präzisen neuen Adressen vermerkt.

Sobald die geänderte wp-config.php auf dem Server gespeichert wurde, sind beide Adressen verändert und sollten im Admin unter "Einstellungen" > "Allgemein" ausgegraut zu sehen sein.

Diese Form der Adressänderung sollte nur im Notfall genutzt werden und nach Möglichkeit ist die direkte Einstellung in der Administration zu bevorzugen. Wenn es erstmal nicht anders geht, solltest Du allerdings später aber dafür sorgen, dass diese Angaben aus der wp-config.php entfernt werden können.

Abenteuer: WordPress Adresse in der Datenbank ändern

Letztendlich speichert WordPress die Adressen in der Datenbank. So kann man auch die WordPress- und Website-Adresse direkt in der Datenbank ändern. Dazu nutzt man am besten ein Datenbank-Tool wie beispielsweise phpMyAdmin, das bei den meisten Hostern vorinstalliert ist.

Achtung: Falls wie oben beschrieben, die Adresse fest in der wp-config.php eingetragen ist, werden die Angaben in der Datenbank übergangen!

Bevor man loslegt, sollte man den Datenbanknamen, den Benutzernamen für den Zugang zur Datenbank und das entsprechende Passwort bereit halten, die man meist bei der Installation von WordPress angegeben hat. Diese sind nicht identisch mit dem Login in die WordPress Administration!

Falls einem die Daten entfallen sind, kann man die Angaben auch aus der wp-config.php im Root der WordPress Installation auslesen. In der Datei finden sich die Einträge:

// ** MySQL settings ** //
/** The name of the database for WordPress */
define('DB_NAME', 'wordpress_datenbankname');

/** MySQL database username */
define('DB_USER', 'datenbanknutzer');

/** MySQL database password */
define('DB_PASSWORD', 'Passwort_fuer_die_Datenbank_123Xc...');

Die Angaben in den Anführungsstrichen nach den verschiedenen Variablen sind die gesuchten Daten:

Wir werden die Änderung in der Datenbank hier am Beispiel des meistens bereitgestellten Tools phpMyAdmin zeigen. Das Vorgehen in anderen Datenbanktools sollte sehr ähnlich sein.

Nach dem Einloggen in Datenbank via phpMyAdmin sucht man sich die passende Datenbank, falls mehrere angezeigt werden.

1 In der Datenbank geht man nun in die Tabelle wp_options.

Achtung: Falls bei der WordPress Installation ein spezielles Präfix für die Datenbanktabellen ausgewählt wurde, wurde der Name der Tabelle um dieses Präfix ergänzt und lautet dann beispielsweise wp_paefix_options.

2 Man sucht das Feld für die Website-Adresse mit dem Namen "siteurl" und klickt dort auf "Bearbeiten", um unter option_value die neue Website-Adresse einzutragen und anschließend mittels "OK" den Wert zu speichern.

3 Als nächstes sucht man das Feld home in der Tabelle wp_options. Es kann sein, dass nicht alle Felder auf einer Seite angezeigt werden, so dass man am Ende der Seite weiterblättern muss.

4 Anschließend sucht man das Feld für die WordPress-Adresse mit dem Namen "home" und klickt dort auf "Bearbeiten", um unter option_value die neue WordPress-Adresse einzutragen und anschließend mittels "OK" den Wert zu speichern.

Jetzt sollte nach dem Einloggen in die WordPress Administration in den Einstellungen die beiden geänderten Adressen zu sehen sein.

Alle Verweise in der WordPress Datenbank verändern

Jetzt weiß WordPress zwar um seine neue Adresse, aber in der Regel finden sich unzählige weitere alte Adress-Verweise in der WordPress Datenbank. So z.B. Links auf die eigene Seite in den Beiträgen oder Seiten, Plugins oder Widgets, die in ihren Einstellungen den alten Domainnamen beinhalten.

Diese Einträge sollen auch geändert werden. Statt nun jeden Beitrag einzeln zu untersuchen und zu ändern, führt man über die gesamte WordPress Datenbank hinweg eine Suchen und Ersetzen Funktion aus. Das ist auch deshalb wichtig, weil man an einige Widget- und Plugineinstellungen ggf. gar nicht so leicht herankommt.

Am leichtesten ist dies mit passenden WordPress Plugins möglich, wie z.B. das kostenfreie WP Migrate DB oder Better Search Replace Plugin beide von Delicious Brains Inc. Man kann auch das ebenfalls kostenfreie Search & Replace Plugin der Inpsyde GmbH nutzen.

Es gibt drei wichtige Punkte beim Suchen und Ersetzen für die neue Domainadresse:

  1. Backup: Da ist es wieder. Vor jeder Änderung sollte man ein Backup der Datenbank anlegen. Die meisten Plugins bieten eine Option hierfür.
  2. Präzision: Lieber zwei Mal überprüfen, ob die gewünschte Änderung auch richtig geschrieben und die Ersetzungsstrategie auch durchdacht wurde.
  3. GUID & serialized Data: Das genutzte Plugin sollte den Umgang mit serialized Data beherrschen und die Auswahl bieten, ob man GUIDs ersetzen möchte oder nicht.

Gerade die Auswahl was genau ersetzt werden soll, muss gut durchdacht sein. Z.B. einfach nach "http" suchen lassen und dies mit "https" zu ersetzten ist keine gute Idee. Damit werden sämtliche gespeicherte Internetadressen verändert, nicht nur die eigene.

Minimum beim Suchen und Ersetzen sollte der Domainname inkl. Endung sein. Das ist OK wenn kein Wechsel von "http" auf "https" oder von ohne "www" auf mit "www" erfolgt.

Zu guter Letzt

Wenn du fertig bist, solltest du ein wenig auf Deiner Website herumsurfen, um festzustellen, ob alle Links wie gewünscht funktionieren. Auch ein Testlauf mit dem Broken Link Checker Plugin ist eine gute Idee. Falls Du ein Caching-Plugin nutzt und dieses vor den Veränderungen ausgeschaltet hast, ist es jetzt an der Zeit dieses wieder einzuschalten. Wenn alles zufriedenstellend funktioniert, solltest Du ein weiteres Backup durchführen, um eine Sicherung mit der geänderten Seitenadresse vorrätig zu haben.

Jetzt bleibt nur noch ggf. für eine Umleitung von der alten Domainadresse auf die neue zu sorgen. Dazu schreiben wir mehr in einem bald erscheinenden Artikel.

  1. Falls du mehr über die zwei Seitenadressen erfahren willst, lies dir am besten den Artikel "WP-Funktionen: home_url und site_url – Unterschied und Verwendung" durch.

Von WordPress.com zur eigenen Installation wechseln

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb zunächst ein Blog auf WordPress.com erstellt wurde. Viele Einsteiger sind sich der Unterschiede zu einer eigenen WordPress-Installation nicht bewusst. Oder sie wollten erst einmal klein anfangen und schauen, ob WordPress überhaupt das Richtige für sie ist.

Aber wenn Deine Website gewachsen ist und Du die besseren Gestaltungsmöglichkeiten einer eigenen WordPress-Installation nutzen willst, stehst Du nun vor der Frage, was Du tun sollst. Zum Glück bietet WordPress Dir die Möglichkeit, Deine bestehende Website von WordPress.com auf eine eigene WordPress-Installation umzuziehen.

Wie funktioniert der Umzug?

Stark zusammengefasst läuft der Wechsel wie folgt ab:

  1. Du suchst Dir einen Webhostinganbieter und wählst dort einen passenden Tarif.
  2. Du installierst WordPress und richtest Deine Seite ein.
  3. Dann exportierst Du Deine bestehende Website von WordPress.com und importierst die Inhalte in der neu eingerichteten Installation.
  4. Anschließend leitest Du, wenn dies nötig ist, von der alten Adresse auf die neue um.

Und so gehst Du im Detail vor:

1. Suche einen Hostinganbieter

Für eine eigene WordPress-Installation benötigst Du Webspace. Da Du neben den Inhalten Deiner Website auch für WordPress.org selbst, die Softwaremodule etc. Speicherplatz einrechnen musst, solltest Du nach Angeboten suchen, die bei etwa 3GB starten. Preislich kannst Du mit etwa 5€ pro Monat rechnen.

Ehe Du Dich für einen Hostinganbieter entscheidest, prüfe unbedingt, ob er die Voraussetzungen für eine WordPress-Installation erfüllt. Die meisten Anbieter erfüllen die Anforderungen, allerdings gibt es auch Ausnahmen. Damit es später funktioniert, muss der Tarif mindestens diese Anforderungen erfüllen:

Da die Auswahl der Anbieter sehr groß ist, ist es ausreichend, auf dem deutschen Markt zu suchen. Dies bringt den Vorteil eines deutschsprachigen Services mit sich, was die Kommunikation in Notfällen leichter macht.

2. WordPress installieren

Lade Dir nun die aktuelle WordPress Version von WordPress.org herunter und installiere sie auf Deinem Webspace. Je nach Hostinganbieter geschieht dies mit wenigen Klicks oder erfordert ein wenig mehr Arbeit. In allen Fällen sollte die Grundinstallation aber in kurzer Zeit geschafft sein. Einige Anbieter stellen sogar eine sogenannte Ein-Klick-Installation zur Verfügung, bei der WordPress quasi automatisch installiert wird.

3. Ex- und Import der Inhalte

Es zwei Möglichkeiten Deine Daten zu exportieren, die beide zum gleichen Ergebnis führen.

Export aus der WordPress.com Administration

Für den Export der Inhalte Deiner alten Website loggst Du Dich in Deine Seite bei WordPress.com ein. Wenn du dort im oberen Menü auf "Meine Seite" gehst findet sich im linken Menü der Bereich "Einstellungen". Dort ist etwas weiter unten die Option "Daten exportieren" zu finden. Der Vorgang kann, je nach Größe Deiner Website, einige Minuten in Anspruch nehmen.

WordPress.com Daten exportieren: Möglichkeit 1

Export direkt aus der Administration Deiner Website

Wenn du Dich direkt in Deiner Website bzw. Deinem Blog auf WordPress.com in den Administrationsbereich einloggst, findest Du im linken Menü unter dem Punkt "Werkzeuge" die Option "Exportieren". Der Vorgang kann, je nach Größe Deiner Website, einige Minuten in Anspruch nehmen.

WordPress.com Daten exportieren: Möglichkeit 2

Import in die neue WordPress Installation

Da es sich bei der heruntergeladenen Datei um ein ZIP-Archiv handelt, musst du dieses zunächst entpacken, damit Du die enthaltende XML-Datei gleich importieren kannst. Dazu loggst Du Dich in Deine neue WordPress-Installation ein und wählst ebenfalls im linken Menü den Punkt "Werkzeuge". Klicke hier auf "Import", um zu der Liste aller Anbieter zu gelangen, von denen Du Inhalte importieren kannst. Unter dem Punkt "WordPress" nutzt Du die Option "Jetzt installieren", um das passende Import-Plugin zu installieren.

WordPress: Daten importieren

Die Option wandelt sich nach erfolgreicher Installation in "Importer ausführen", die Du anklickst. Anschließend wählst Du die XML-Datei aus dem Datenexport für den Import aus. Wenn der Importer die Datei erkennt, bekommst Du noch einige Optionen zur Auswahl wie z.B. welchem Nutzer die importierten Beiträge später zugeordnet werden sollen.

WordPress Dateien importieren: Upload Limit

Wichtig: Leider existiert bei den meisten Installationen ein Upload Limit, das den Upload von Dateien nur bis zu einer bestimmten Größe zulässt. Dies wird im Formular zum Upload auch als "Maximale Größe" ausgewiesen und hängt von der jeweiligen PHP-Konfiguration des Servers ab. In den meisten Fällen kommt es zu keinen Problemen, insbesondere wenn Deine bisherige Website noch nicht zu umfangreich ist. Falls die Exportdatei doch umfangreicher ist, muss von Dir oder Deinem Webhostinganbieter in der php.ini das Upload Limit hochgesetzt werden.

Manchmal geschieht es, dass es beim Import zu Fehlern kommt. Wiederhole im Falle einer Fehlermeldung den Import, bis dieser gelingt. Prüfe anschließend, ob Dateien mehrfach hochgeladen wurden und z. B. Grafiken sich zwei- oder dreimal in der Mediathek befinden. Wenn dies geschehen ist, musst Du sie manuell löschen.

Wenn Du Deine alten Inhalte erfolgreich umgezogen hast, kannst Du ein passendes Theme und die nötigen Plugins für Deine Website installieren.

Wichtig: Du wirst feststellen, dass ein Gutteil Deiner internen Links nach dem Umzug nicht mehr funktioniert, da die jeweils angegebenen URLs geändert werden müssen. Statt sie alle manuell anzupassen, kannst Du diese Arbeit von dem Plugin Velvet Blues Update URLs erledigen lassen. Nach der Installation und Aktivierung findest Du es unter "Werkzeuge" und "Update URLs". Hier gibst Du die alte und die neue URL an und setzt einen Haken, so dass nicht nur die URLs der Beiträge, sondern auch die URLs der Seiten angepasst werden sollen. Weitere Infos findest du in unserem Artikel "WordPress Domainadresse ändern".

4. Umleitung der alten Adresse auf die neue

Wenn der Umzug abgeschlossen ist, bleibt noch die Entscheidung wie Du bisherige Besucher und die Suchmaschinen auf die neue Seite umleitest. Hattest Du bisher nur wenig Inhalte und Deine Platzierungen in Google und Dein Besucherstrom waren bisher nur sehr mäßig, kannst Du die Seite auch einfach Löschen oder mit einem kurzen Hinweis auf Deine neue Adresse versehen.

Willst Du auf Nummer Sicher gehen, musst Du die Besucher und Suchmaschinen von Deiner WordPress.com-Seite zur der neuen Adresse weiterleiten. Dafür benötigst Du Zugriff auf die .htaccess-Datei, den WordPress.com allerdings nicht bietet. Um von Deiner alten Website eine Weiterleitung zur neuen Website einzurichten, musst Du das Site Redirect Upgrade im WordPress.com-Shop kaufen.

Es kostet 13€ im Jahr und sollte auch wenigstens für diese Zeitspanne laufen. Wenn Du das Redirect Upgrade im Shop ausgewählt hast, gibst Du Deine neue Adresse ein und schließt den Kaufprozess ab. Damit alles reibungslos funktioniert, ist es wichtig, dass die Permalinkstruktur Deiner neuen Website der Struktur der alten entspricht. Dieser Redirect ist optional, allerdings die beste Methode, um sicherzustellen, dass alle alten Besucher zur Deiner neuen Website gelangen.

Fazit: Der Umzug zu einer eigenen Installation ist kein Hexenwerk

Auch wenn Du Dir ein wenig Zeit für den Umzug nehmen solltest, falls unerwartete Probleme auftauchen, ist der Vorgang normalerweise in ein bis zwei Stunden über die Bühne gebracht. Ggf. geht es sogar schneller und Du bist anschließend in der Lage alle Möglichkeiten einer eigenen WordPress Installation ohne Einschränkungen durch WordPress.com auszuschöpfen.

Textabschnitte verlinken

In langen Artikeln begegnen Dir oft interne Verlinkungen. Wikipedia ist ein gutes Beispiel: Statt lange scrollen zu müssen, führt ein Link zum entsprechenden Abschnitt im Text. Das spart Zeit und sorgt für deutlich mehr Übersichtlichkeit. Auf Deiner Website kannst Du mit dieser Anleitung leicht Textabschnitte verlinken.

Die Verlinkungen innerhalb eines Textes werden auch Ankerlinks oder Textanker genannt. In kurzen Blogartikel bis etwa 600 oder 700 Worten sind sie meistens nicht nötig. Den Leser kostet es kaum Mühe, ein kleines Stück nach unten zu scrollen, und ist der Artikel gut strukturiert, fällt es leicht, den Überblick zu bewahren.

Bei deutlich längeren Artikeln hingegen hilft es, wenn Du innerhalb des Artikels verlinkst. Deine Leser gelangen so direkt zu den Abschnitten, die sie interessieren, ohne lange suchen zu müssen. Wichtig sind dafür sprechende Linktexte, damit Deine Leser auch sofort sehen, welche Textabschnitte für sie von Interesse sind.

Verlinkungen zwischen Textabschnitten einfügen

Um eine solche direkte Verlinkung zu einem Textabschnitt vorzunehmen, muss der Browser einen Anhaltspunkt haben. Diesen erhält er im HTML der Seite über das id Attribut. Damit wird eine einmalige Bezeichnung für ein HTML-Element gesetzt.

Für den Textabschnitt, den Du verlinken willst, musst Du also das id Attribut manuell hinzufügen. Öffne dafür im Dashboard den entsprechenden Artikel im Texteditor. Wichtig ist, dass Du hier nicht den visuellen Editor verwendest.

Gehe nun im Editor zu der Überschrift, auf die der Link verweisen soll. Hier fügst Du nun die gewünschte ID ein. Das sieht z.B. für die erste Überschrift in diesem Artikel so aus:

<h2 id="links">Wann sind diese Links nützlich?</h2>

Anschließend gehst Du im Editor zu dem Abschnitt, wo Du den Link setzen möchtest. Das kann z. B. ein kurzes Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Artikels sein. Hier fügst Du nun die URL zu der verlinkten Überschrift ein. Sie setzt sich aus der URL des Beitrags, einer Raute und dem Attribut, welches Du für die ID vergeben hast, zusammen z.B.:

https://wphelp.de/textabschnitte-verlinken#links

Wenn Du innerhalb eines Artikel verlinkst, reicht als Link auch nur die Raute und die id. Das hat den Vorteil, dass die Seite im Browser nicht neu geladen wird, sondern der Textabschnitt direkt angesprungen wird:

#links

Textabschnitte anderer Websites verlinken

Um auf einen bestimmten Textabschnitte auf einer anderen Website zu verlinken, ist die Voraussetzung, dass dort ein id-Attribut vorhanden ist. Um herauszufinden, ob dies der Fall ist und wenn ja welches, gehst Du folgendermaßen vor:

Zunächst untersuchst Du die Überschrift, zu welcher der Link führen soll. Du gehst also zu dem Abschnitt oder der Überschrift, auf die Du verlinken möchtest, und klickst mit der rechten Maustaste darauf.

Wähle in dem Menü, das sich öffnet, Element-Informationen oder Element untersuchen. Dadurch wird im Browser ein neuer Bereich geöffnet, in welchem Du mehr Informationen über den Abschnitt erhältst.

In diesem neuen Bereich suchst Du nach dem Element, auf das Du zuvor mit der rechten Maustaste geklickt hast.

Hat das Element das Attribut id=''…'', kopierst Du den Wert zwischen den Anführungsstrichen. Besitzt es dieses Attribut nicht, kannst Du es nicht direkt mit einer URL ansteuern.

Hast Du das Attribut gefunden, kopierst Du für den gewünschten Link die URL der Seite, fügst eine Raute und anschließend das kopierte Attribut an. Für die id "ueberschrift" sähe der komplette Link für den Anker so aus:

http://www.irgendeinewebsite.de/artikel/#ueberschrift

Hier noch ein konkretes Beispiel für die Verlinkung auf den Absatz "Volkstümliche Bezeichnungen" im Wikipediaartikel zum Thema "Geld":

https://de.wikipedia.org/wiki/Geld#Volkst.C3.BCmliche_Bezeichnungen