Google Analytics in WordPress einrichten

Wie gut läuft Deine Website? Welche Inhalte interessieren Deine Besucher am meisten, welche lassen sie kalt? Wie lange bleiben die Besucher? Um Deine Seite optimal auszurichten, musst Du die Antworten auf diese Fragen kennen. Und dafür brauchst Du eine Möglichkeit, Deine Website zu analysieren. Der bekannteste Dienst dafür ist Google Analytics, den Du ganz einfach in Deine WordPress-Installation integrieren kannst.

Wie funktioniert Google Analytics?

Die Implementierung ist sehr einfach: Du erhältst von Google Analytics einen Code, den Du in Deine Seite einbindest. Sobald dieser Code in Deiner Website eingebunden wurde, beginnt Google Deine Websitebesucher zu erfassen.

Das Einbinden kannst Du entweder manuell durchführen oder ein Plugin dafür einsetzen. Wir empfehlen eher die Plugin Lösung, da es keine Probleme bei einem Wechsel des Themes gibt und Plugins meist einige wichtige Einstellungen wie das nicht Erfassen der eigenen Seitenaufrufe und Datenschutzfunktionen bieten.

Google Analytics und Datenschutz (DSGVO)

Wenn Du Google Analytics für Deine Seite verwendest, solltest Du seit dem Inkraftreten der DSGVO auf jeden Fall auf den Datenschutz achten. Die IP-Adressen Deiner Besucher müssen anonymisiert werden. Außerdem benötigst Du eine Datenschutzerklärung, um auf der sicheren Seite zu sein. Weitere Informationen findest Du in unserem Artikel "WordPress, Datenschutz und die DSGVO".

Den Google-Analytics-Code bekommen

Um an den besagten Code zu gelangen, musst Du zuerst ein Google-Analytics-Konto einrichten und dieses mit Deiner Website verbinden.

Google Analytics Tracking Code 1

Dazu klickst Du nach dem Einloggen in das Benutzerkonto links unten in der Sidebar auf "Verwalten" (1) und anschließend auf "Property erstellen" (2) und vergibst dort einen Website Namen und trägst die URL Deiner Website ein. Anschließend wird Dir automatisch die Tracking-ID und der Tracking Code, der bei Google "Website-Tag" genannt wird, angezeigt.

Falls Du die Property bzw. Website bereits eingerichtet hast, klickst Du ebenfalls auf "Verwalten" (1), wählst die gewünschte Property aus (3) und klickst in der mittleren Spalte auf "Tracking-Informationen" (4). Mit einem Klick auf den erscheinenden Unterpunkt "Tracking-Code" (5) gelangst Du zu Deiner Tracking ID und Deinem Tracking Code:

Google Analytics Tracking Code 2

Aus Sicherheitsgründen haben wir unsere Tracking ID auch in den Codebeispielen verschleiert: UA-1XXXXXX-XX. Die Tracking ID besteht immer aus der Zeichenfolge "UA-" gefolgt von 7 Ziffern einem weiteren "-" und weiteren zwei Ziffern.



DSGVO berücksichtigen und IP-Adressen anonymisieren

Seit der Einführung der DSGVO solltest du den Google Analytics Tracking Code keinesfalls einfach so übernehmen, sondern die Erfassung der IP-Adressen unbedingt anonymisieren. Das geht relativ einfach. In der vorletzten Zeile muss nur an einer Stelle { 'anonymize_ip': true } hinzugefügt werden:



Den Google Analytics Code in Deine Website einfügen

Es gibt mehrere Wege, den Tracking Code in Deine WordPress Website zu integrieren:

  1. Manuelles Einfügen in eine Theme Datei.
  2. Einfügen in den Theme Einstellungen.
  3. Einfügen mit Hilfe eines Plugins.

Wir empfehlen die letztere Variante, das Einfügen mit Hilfe eines Plugins. Diese Lösung bietet mehrere Vorteile:

Wir stellen trotzdem alle Methoden vor.

Achtung: Stelle bitte sicher, dass der Tracking Code nur einmal pro Seite ausgegeben wird. D.h. Du darfst die genannten Methoden nicht kombinieren! Wenn Du den Tracking Code sowohl per Plugin ausgibst als auch z.B. in Deine Theme Datei integrierst, ist das nicht sicherer, sondern der Code wird doppelt pro Seite ausgegeben und damit jeder Besucher auch doppelt gezählt!

Den Google-Analytics-Code per Plugin einfügen

Es gibt mehrere Google Analytics Plugins für WordPress. Wir empfehlen Google Analytics Dashboard for WP.

Google Anayltcs Dashboard for WordPress

Es ist kostenlos und ermöglicht Dir, die Statistiken von Google Analytics direkt in Deiner WordPress-Installation anzuschauen. Zusätzlich kannst Du detaillierte Analysen einzelner Posts und Seiten erhalten. Nicht zuletzt kannst Du einstellen, welche Nutzer Zugriff auf welche Analyseergebnisse erhalten und relativ einfach auch DSGVO-konforme Anonymisierungseinstellungen tätigen.

Nach der Installation nimmst Du die notwendigen Einstellungen auf der Konfigurationsseite des Plugins vor:

Google Analytics Dashboard for WordPress Einstellungen 1

Im Bereich "Google Analytics" gehst Du zunächst auf die "Allgemeinen Einstellungen" (1) und klickst dort auf "Plugin autorisieren" (2). Dann ändert sich die Anzeige und Du klickst nun auf den Link "Erhalte den Zugriffscode" (3). Dieser führt Dich zum Login in Dein Google Konto und dort erscheint eine sehr lange Zeichenfolge (4), die Du dann in dem Feld "Zugriffscode" (5) einträgst und anschließend klickst Du auf "Zugriffscode speichern" (6).

Anschließend erscheint eine Übersicht in der Du, falls Du in Deinem Analytics Konto mehrere Websites (Propertys) angelegt hast, über "Wähle Ansicht" auswählen kannst welche die richtige ist. Anschließend wieder auf "Änderungen speichern" klicken.

Google Analytics Dashboard for WordPress Einstellungen 2

Ab sofort werden die Seitenbesucher von Google Analytics erfasst. Allerdings solltest du noch folgende Einstellungen übernehmen:

Google Analytics Dashboard for WordPress Einstellungen 3

Im Einstellungsbereich Tracking-Code (1) klickst Du zunächst auf den Reiter "Exkludiere Tracking" (2) und dort wählst du aus welche Nutzerrollen nicht in das Tracking aufgenommen werden sollen. Du bist ja meist ein "Administrator" und es würde gerade wenn Deine Website recht jung ist, die Statistik stark verfälschen, wenn alle Deine Seitenaufrufe mitgezählt würden. Das gleiche gilt natürlich auch für andere, die Dir beim Aufbau Deiner Website helfen. Also schaltest Du das Tracking für diese Leute hier am besten ab.

Anschließend klickst Du auf den Reiter "Erweiterte Einstellungen" (3) und aktivierst dort die drei Optionen (4):

Am Ende das Speichern dieser Änderungen nicht vergessen!

Alle drei Optionen haben mit dem Datenschutz und der DSGVO zu tun. Der erste Schalter erzeugt den oben bereits genannten Code mit Anonymisierung der IP-Adressen. Die zweite sorgt dafür, dass Du mit Hilfe des Shortcodes [gadwp_useroptout html_tag=“button“]Hier kommt der gewünschte Opt-out Text hin[/gadwp_useroptout] einen klickbaren Link mit einer Opt-out Funktion in Deine Datenschutzerklärung integrieren kannst.

Achtung: Es ist etwas verwirrend. Der Shortcode wird nur dann in einen Opt-out Link umgewandelt, wenn Du überhaupt getrackt wirst. Hast Du Dich unter "Exkludiere Tracking" z.B. als Administrator vom Tracking ausgeschlossen wird der bloße Shortcode einfach dargestellt und es wirkt so als wäre diese Funktion fehlerhaft.

Gehe in diesem Fall einfach mit einem anderen Browser auf Deine Seite in dem Du nicht in WordPress eingeloggt bist und überprüfe hier, ob der Link ordnungsgemäß angezeigt wird.

Die dritte Option sorgt dafür, dass Nutzer die einen Do Not Track Code senden, ebenfalls nicht erfasst werden. Es gibt noch eine Menge weiterer Optionen, die für den Anfang aber nicht so wichtig sind und die Du Dir später in Ruhe ansehen kannst.

Den Google-Analytics-Code manuell einfügen

Solltest Du aus welchen Gründen auch immer, den Tracking Code nicht mit Hilfe eines Plugins integrieren wollen, dann hast Du folgende weitere Möglichkeiten.

Theme Einstellungen

Als erstes solltest Du prüfen, ob Du in den Theme Einstellungen Deines Themes bereits eine Option zum Eintragen der "Tracking-ID" von Google Analytics findest. Dort musst Du dann nur die mit "UA" beginnende Zeichenfolge eintragen. Bitte überprüfe, ob Dein Theme eine Anonymisierungsfunktion für die IP-Adressen bietet (DSGVO beachten).

Alternativ kannst Du schauen, ob es einen Einstellungsbereich gibt in dem sich Code eintragen lässt, der im Footer der Seite ausgegeben wird. Ist letzteres der Fall, dann kopierst Du den kompletten Tracking Code mit dem Zusatz für die Anonymisierung der IP-Adressen in diesen Bereich.

Diese Lösung ist relativ einfach und hat den Vorteil, dass Du weder ein Child Theme benötigst noch bei Theme Updates der Code überschrieben wird.

Wenn Dein Theme keine solchen Einstellungen bietet, musst Du den Code direkt in die Theme Datei schreiben.

Theme Datei

Wenn Du den Tracking Code in eine Theme Datei integrieren willst, solltest du in jedem Fall zunächst ein Child Theme erstellen. Ansonsten wird Dein Tracking Code mit dem nächsten Theme Update überschrieben und Google Analytics zeichnet Deine Besucher nicht weiter auf bzw. musst Du dann nach jedem Update daran denken den Tracking Code erneut in die Theme Datei zu schreiben.

Am besten bearbeitest du die Datei per FTP in einem Editor und machst als erstes eine Sicherheitskopie (siehe WordPress Dateien bearbeiten).

Fast jedes moderne Theme besitzt eine Datei namens header.php

in die Du den Tracking Code einsetzt. Wenn du ein Child Theme verwendest kopierst du diese Datei als erstes in den Child Theme Ordner und bearbeitest die Datei dann dort.

In dieser fügst Du Deinen Tracking Code (mit IP-Adressen Anonymisierung) möglichst direkt nach dem HTML-Tag <head> ein. Nach dem Speichern und Hochladen wird der Code nun automatisch auf jeder Seite ausgeführt. Außer natürlich im Administrationsbereich von WordPress.

Info: Lange Zeit galt es als beste Lösung den Tracking Code in den Footer der Seite einzusetzen. Seit Google seine Skripte asynchron aufruft ist der Einsatz im Header die bessere Möglichkeit.
Achtung: Du hast auf diese Weise den Code in Dein aktuell verwendetes Theme eingefügt. Solltest du später Dein Theme wechseln, musst Du unbedingt auch dort den Tracking-Code wieder eintragen, sonst werden keine Besucher mehr erfasst.

Deshalb ist die Vorgehensweise mit Hilfe eines Plugins empfehlenswerter, weil diese funktioniert auch beim Wechsel Deines Themes, ohne dass Du etwas tun musst. Außerdem können Deine eigenen Seitenaufrufe, sobald Du Dich eingeloggt hast, vom Tracking ausgeschlossen werden. Gerade wenn Du an Deiner Website arbeitest, kannst Du viele Seitenaufrufe erzeugen, die dann Deine Statistik verfälschen.

Fazit: Google Analytics & WordPress

Leider ist seit der DSGVO, das Drumherum beim Verwenden von Google Analytics etwas aufwendiger geworden. Ansonsten ist das Einbinden per Plugin sehr schön einfach und Dir steht die volle Funktionsvielfalt der Statistiken zur Verfügung.

Alternativ kann man auch die selbst gehostete Lösung Matomo (ehemals Piwiki) verwenden.

Mit Rich Snippets in Google punkten

Rich Snippets ermöglichen es Dir als Websitebetreiber, in den Ergebnissen von Google hervorzustechen. Dadurch steigt die Klickrate und Deine Besucherzahl erhöht sich. Ein guter Grund also, dieses Feature zu nutzen.

Was sind Rich Snippets?

Rich Snippets sind kleine Auszüge der Inhalte von Websites, die auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen erscheinen. Dazu gehören z. B. Produktpreise, Bewertungen oder Adressen. Auf diese Weise können die Nutzer vor dem Anklicken eines Links besser einschätzen, ob dieser ihnen weiterhelfen wird. Gleichzeitig fallen die Ergebnisse mit diesen zusätzlichen Informationen mehr auf und werden häufiger angeklickt. Suchmaschinen können mit Hilfe der Rich Snippets auch Deine Inhalte besser zuordnen — sei es örtlich oder von der Art der Inhalte.

Ein Beispiel für die Anzeige von Rich Snippets in den Google Suchergebnissen für Veranstaltungen:

Mit Rich Snippets in Google punkten 1

Hier werden als Rich Snippet zusätzlich zum üblichen Text mehrere Veranstaltungstermine mit Datum und Ortsangabe angezeigt.

Oder Rezepte mit Bild und Bewertungen:

Mit Rich Snippets in Google punkten 2

Hier ist in die normale Ergebnisanzeige ein Vorschaubild integriert sowie die Bewertung des Rezeptes.

Rich Snippets mit Plugin in WordPress einfügen

Am einfachsten ist das Einbinden von Rich Snippets in Deine Website mit einem Plugin. Dafür stehen mehrere zur Auswahl, darunter das beliebte All In One Schema Rich Snippet, das auch in einer Pro Version verfügbar ist.

Nach der Installation und Aktivierung klickst Du im Menü Deines Dashboards den Punkt 'Rich Snippets'. Nun kannst Du einstellen, welche Art Rich Snippet Du erstellen möchtest. Durch einen Klick auf die verschiedenen Optionen siehst Du, welche Möglichkeiten bestehen. Schreibst Du nun einen neuen Beitrag oder editierst einen bestehenden, findest Du unter dem Texteditor eine neue Metabox, mit der Du die Rich Snippets für diesen Beitrag hinzufügen kannst. Wähle dazu einfach die Art des Rich Snippet und fülle die Felder mit den gewünschten Informationen aus.

Rich Snippets manuell in WordPress einfügen

Wenn Du Rich Snippets für Deine Website manuell einfügen willst, kannst Du dafür verschiedene Formate nutzen: microdata, RDFa oder JSON-LD.

Für Einsteiger hat sich dabei RDF als am einfachsten anwendbar erwiesen. Du benötigst einen Texteditor, um die Rich Snippets manuell hinzuzufügen, um die notwendigen Codezeilen aufzuschreiben. Oder Du schreibst den Code im Textmodus des WordPress Editors.

Für jede Art von Inhalt gibt es entsprechende Eigenschaften, die definiert werden müssen. An diesem Beispiel siehst Du, wie manuell eingefügte Rich Snippets aussehen können. Eine normale Informationsseite für einen Firmenmitarbeiter kann so aussehen:

Max Mustermann
Foto von Max Mustermann
Technischer Supportmitarbeiter
Softfix GmbH
Feldstr. 24
22256 Hamburg
040 - 1234567
[email protected]
Website: 
beispiel.de

Mit Rich Snippets, die die Art der verschiedenen Informationen kennzeichnen, können Suchmaschinen diese wesentlich besser verarbeiten. Besuchern wird der Code nicht angezeigt, diese sehen den gleichen Text wie zuvor. Der Code mit Rich Snippets für den Inhaltstyp Person sähe dann folgendermaßen aus:

Max Mustermann Foto von Max Mustermann Technischer Supportmitarbeiter
Softfix GmbH Feldstr. 24 Hamburg, 22256
040 - 1234567 [email protected] Website www.beispiel.de

Schema.org bietet eine ausführliche Auflistung mit Beispielen für jede Art von Inhalt und ist durchaus einen Blick wert.

Rich Snippets testen

Unter Umständen zeigen die Suchmaschinen Deine neu eingefügten Rich Snippets nicht sofort an. Um zu prüfen, ob alle Einstellungen richtig sind, kannst Du das Test-Tool für strukturierte Daten von Google nutzen. Trag einfach die URL der Seite ein, die Du überprüfen möchtest, und führe den Test durch.

Der 5-Sekunden-Website-Test

Wie gut ist Deine Website? Wissen Deine Seitenbesucher sofort, worum es geht, oder müssen sie raten? Ist Deine Kernaussage klar oder eher unverständlich? Dein Design und Layout sind entscheidende Faktoren, wenn es um die Benutzerfreundlichkeit geht. Du selbst wirst aber sehr schnell betriebsblind, so dass es Dir fast unmöglich ist, Deine Seite so zu sehen wie jemand, der sie zum ersten Mal besucht. Der 5-Sekunden-Website-Test ist ein gutes Hilfsmittel, um zu prüfen, wie gut Deine Website tatsächlich ausgerichtet ist.

Das Ziel ist Klarheit

Eine gute Website ist klar und hat eine eindeutige Aussage. Denn die Aufmerksamkeitsspanne der Besucher ist kurz und die Konkurrenz groß: Entweder, Deine Website überzeugt die Besucher in den ersten Sekunden, oder sie tut es nicht. Wenn sie überzeugend ist, bleiben Deine Seitenbesucher und beschäftigen sich näher damit. Fehlt es an Überzeugungskraft, gehen sie wieder und kommen nie wieder. Für Dich ist es deshalb entscheidend, für Klarheit auf Deiner Seite zu sorgen. Fokussiere Dich auf der Startseite auf Deine Kernaussage. Weitere Informationen kannst Du aufbereitet auf den Unterseiten anbieten.

Wie funktioniert der 5-Sekunden-Website-Test?

Die Idee hinter diesem Test ist, dass eine Person, die Deine Website noch nie gesehen hat, Deine Homepage für fünf Sekunden anschaut und Dir anschließend sagt, welchen Eindruck sie hat. Der große Vorteil ist, dass dies sehr schnell geht und Du keine Software oder ähnliches benötigst. Es gibt verschiedene Tools wie Usability Hub, die Dich beim 5-Sekunden-Website-Test unterstützen, eine Bedingung für den Test sind sie aber nicht. Wenn Du eine Testperson gefunden hast, lasse sie Deine Website für fünf Sekunden anschauen. Schließe dann den Browser, klappe den Laptop zu oder schalte den Monitor aus. Nun stellst Du gezielte Fragen darüber, was den Testpersonen in diesen fünf Sekunden ins Auge fiel.

Fragen für Deine Testpersonen

Ehe Du den 5-Sekunden-Test beginnst, lege Dir erst die Fragen für Deine Testperson zurecht. Nur so erhältst Du später Antworten, die Du vergleichen und auswerten kannst. Folgende Fragen sind nicht vorgeschrieben, aber eine sehr gute Grundlage, um auch weitere individuelle Fragen zu entwickeln:

Die Antworten geben Dir Auskunft darüber, ob Du die Kernaussage Deiner Website klar und verständlich vermittelst. Außerdem erfährst Du, ob verschiedene Designelemente so wirken, wie Du es geplant hast, oder ob sie schlimmstenfalls das Gegenteil bewirken.

Zu guter Letzt kannst Du Deine Testperson auch fragen, was aus ihrer Sicht nötig wäre, damit die Website die von Dir gewünschte Wirkung erzielen würde oder was diese noch verstärken könnte. Aber bitte erst zum Schluß, sonst erhältst Du keine klaren Antworten mehr von Deiner Testperson.

Der Test gilt stets nur einer Seite. D.h. es geht nicht darum, dass Deine Testperson sich durch Menüs klickt. Falls Du eine bestimmte Unterseite oder Landingpage testen willst, dann in einem eigenständigen 5-Sekunden-Website-Test nur für diese spezielle Unterseite.

Der Vorteil des 5-Sekunden-Tests

Der Vorteil dieses Tests liegt klar auf der Hand: Du erfährst direkt, ob Deine Website die Wirkung erzielt, die sie erzielen soll. Ist sie ansprechend gestaltet? Wissen die Besucher sofort, worum es geht? Werden sie dorthin geführt, wo Du sie hin lotsen willst, oder irren sie durch Dein Menü? Wenn Du Deine Website regelmäßig nach jeder Änderung testest, bist Du außerdem anderen Seitenbetreibern immer voraus. Denn auch, wenn ein solcher Test sehr schnell und unkompliziert durchzuführen ist, nehmen sich doch die wenigsten die Zeit dafür. Das kannst Du für Dich und Deine Website nutzen.

Blog-Checkliste für den perfekten Artikel

Wenn Du einen perfekten Blogartikel schreiben willst, gibt es einige Dinge zu beachten. Nicht nur inhaltlich muss der Artikel einem roten Faden folgen und dem Leser einen Mehrwert bieten. Auch das Artikelbild sollte stimmen, der Permalink optimiert, die SEO-Optionen gesetzt sein etc., etc. Damit Du nichts vergisst, ist eine individuelle Checkliste das ideale Instrument.

Zeitersparnis Checkliste

Eine Checkliste hilft Dir dabei, viel Zeit zu sparen. Denn mit ihr fällt es Dir nicht nur leichter, Fehler aufzuspüren und zu beheben. Ebenso hilft sie Dir auch, schneller und effizienter zu arbeiten. Passe die Reihenfolge der Punkte dabei an Deinen persönlichen Workflow an. Mit dieser Checkliste kannst Du immer sicher sein, an alles gedacht zu haben, wenn Du einen neuen Artikel veröffentlichst.

Was gehört auf die Checkliste?

Nimm Dir die Zeit, um all die Punkte aufzuführen, die bei einem neuen Blogartikel wichtig für Dich sind. Die Details können variieren, jedoch sind einige Punkte für alle Blogger relevant und gehören in den meisten Fällen auf die Checkliste:

Blickfänger Titel

Hast Du einen guten Titel für Deinen Artikel? Falls nicht, ist die Gefahr groß, dass kaum jemand über den Titel hinauskommen und Deinen Artikel lesen wird. Prüfe also kritisch, ob Du mit dem Titel Aufmerksamkeit erzeugst.

Textqualität und -aufbau

Entscheidend für die Qualität eines Blogartikels ist, dass Du die Rechtschreibung und Grammatik überprüfst. Fehler in diesem Bereich vermitteln den Lesern den Eindruck, dass Du nicht gründlich arbeitest.

Auch der Aufbau Deines Textes ist wichtig. Absätze, Zwischenüberschriften und Grafiken sorgen für eine übersichtliche Struktur. Prüfe in der Artikelvorschau, ob das Gesamtlayout überzeugt oder verbessert werden muss.

Wichtig: Wenn Du Grafiken einfügst, denke daran, den Alt-Tag zu bestimmen.

Featured Image oder Beitragsbild setzen

Artikel mit Grafiken werden signifikant häufiger angeschaut als jene, die keine Bilder verwenden. Das Beitragsbild versinnbildlicht die Aussage des jeweiligen Artikels und dient an verschiedenen Stellen Deines Blogs als Thumbnail für den Artikel.

Optimiere den Permalink

Bevor Du Deinen Blogartikel veröffentlichst, optimiere den Permalink. Er sollte so kurz wie möglich sein und keine Stop Words wie „der“ oder „und“ beinhalten. Gleichzeitig sollten natürlich die relevanten Suchbegriffe enthalten sein.

Nutze Kategorien & Tags

Damit Dein neuer Artikel nicht in der Kategorie "Allgemein" erscheint, stecke ihn in die passende Kategorie. Benutze auch die Tags, die für diesen Artikel relevant sind. Mehr dazu in unserem Kategorien & Tags Artikel.

Fülle die SEO-Optionen aus

Für eine gute Platzierung in den Suchmaschinen ist die Optimierung Deiner Artikel ausschlaggebend. Setze deshalb den Meta-Title und die Meta-Description. Überprüfe, ob Du das Keyword verwendest, und auch, wie Dein Text im Flesch Reading Test abschneidet. Dieser zeigt an, wie gut lesbar Dein Text ist. Für einige der Punkte benötigst Du ein SEO-Plugin wie z.B. Yoast SEO oder All in One SEO Pack.

Setze Open Graph Tags

Open Graph Tags übermitteln Informationen an soziale Netzwerke, damit Deine Blogartikel dort korrekt dargestellt werden. Dies steigert die Interaktion mit Deinen Inhalten in Social Media. Mehr dazu in unserem Open Graph Artikel.

Das Plugin "Good Writer Checkify" hilft

Dass eine Checkliste ein nützliches Hilfsmittel ist, steht fest. Wenn Du sie aber umständlich als Ausdruck hast oder in einem neuen Tab am Rechner öffnen musst, nervt sie oft mehr als dass sie hilft.

Mit dem Plugin Good Writer Checkify kannst Du innerhalb von WordPress eine individuelle Checkliste erstellen. Diese blendet WordPress Dir auf Wunsch im Editorbereich ein, so dass Du während der Arbeit an Deinem Artikel alle Punkte abhaken kannst, die Du bereits erfüllt hast.

Auf diese Weise hast Du stets im Blick, welche Punkte Du noch beachten musst. Außerdem verlierst Du nicht den Überblick, wenn Du mehrere Artikelentwürfe hast, an denen Du arbeitest.

Open Graph – Dein Blog im Social Web

Oft verlocken gepostete Links in den sozialen Netzwerken wenig dazu, sie anzuklicken. Denn während Du die Google-Suchergebnisse über die Meta-Description gestalten kannst, reicht dies für Facebook und Co. nicht aus: Artikelbilder werden zurechtgeschnitten und wenig verlockende Titel angezeigt. An dieser Stelle kommen die Open Graph Tags ins Spiel.

Was ist Open Graph?

Hinter dem Namen Open Graph verbergen sich Meta-Angaben, die Du in Dein Blog einfügen kannst. Diese übermitteln Informationen an soziale Netzwerke, die beeinflussen, wie geteilte Links dargestellt werden.

Postest Du einen Link zu einer Seite ohne Open Graph Tags, verwenden die sozialen Netzwerke für die Anzeige meist irgendein Bild Deines Blogs und den Meta-Title der verlinkten Seite. Mit den Tags kannst Du hingegen genau angeben, welches Bild und welcher Titel angezeigt werden sollen.

Open Graph ermöglicht dir also, die Anzeige der geteilten Links deutlich attraktiver für andere Nutzer zu gestalten, wodurch die Interaktionsrate steigt. Twitter verwendet eine eigene Variante dieser Angaben, die Twitter Cards, kann aber auch die Open Graph Tags auslesen.

Wichtige Tags

Damit ein Link so dargestellt wird, wie Du es möchtest, sind einige Open Graph Tags zwingend nötig. Dies sind:

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Tags, die Du optional hinzufügen kannst. Dazu gehören z. B. og:description, mit dem Du eine kurze Beschreibung des Inhaltes hinzufügst. Den og:image Tag kannst Du um Angaben zu den Maßen des Bildes erweitern, in denen es angezeigt werden soll.

Die Open Graph Tags müssen im HTML der jeweiligen Seite im Head-Bereich ausgegeben werden. Und zwar immer in der Schreibweise:

Dies sieht für diesen Artikel z.B. so aus:


[...]





[...]

Besser mit Plugin

Open Graph Tags lassen sich in WordPress sehr viel leichter mithilfe von Plugins nutzen. Geeignete Plugins sind z. B. Yoast SEO, das Dir außerdem noch mit der Suchmaschinenoptimierung und Metabeschreibung Deiner Artikel hilft. Ebenfalls sehr gut verwendbar ist Facebook Open Graph, Google+ and Twitter Card Tags oder das OG Plugin. Um sicherzustellen, dass es später keine Fehler gibt, kannst Du Links im Facebook Debugger testen. Allerdings erst, wenn die Seite veröffentlicht wurde.

Die Herausforderung der Bildformate

Die verschiedenen Netzwerke haben sehr teilweise sehr unterschiedliche Forderungen an die Bildformate. Zusätzlich ändern sich diese Formate regelmäßig. Unpassende Bilder werden in der Linkvorschau zurechtgeschnitten, was nicht immer gut aussieht.

Mit dem og:image Tag ist es möglich, für verschiedene Netzwerke verschiede Grafikformate anzugeben. Meist ist jedoch ein Bild im 2:1 Format als universelle Lösung vollkommen ausreichend. Wir selbst nutzen beispielsweise eine Auflösung von 1024 × 512 Pixel für unsere eigenen Open Graph Bilder.

Fazit

Wer Open Graph Tags nicht nutzt, verschenkt leicht Potential. Damit der hochwertige Inhalt Deines Blogs auch in den sozialen Netzwerken zur Geltung kommt und nicht einfach übergangen wird, solltest Du aktiv dafür sorgen, dass er bestmöglich dargestellt wird.

Newsletter: Leserbindung per E-Mail

E-Mails sind das beliebteste Kommunikationsmittel im Internet. Trotz sozialer Netzwerke sind Newsletter die effektivste Möglichkeit, Leser für Deinen Blog zu gewinnen und zu binden. Vertraut ein Leser Dir seine E-Mail-Adresse an, entsteht eine ganz andere Verbindlichkeit, als hätte er nur auf Deiner Facebook-Seite auf „gefällt mir“ geklickt.

Wenn Du einen Newsletter einrichten möchtest, schreibe aber nicht sofort drauf los. Denn ein paar Dinge musst Du beachten, damit es nicht zu Problemen kommt.

Warum ausgerechnet E-Mail?

E-Mails sind längst keine neue Erfindung mehr. Und das bringt einen großen Vorteil mit sich: Beinahe jeder Internetnutzer besitzt eine E-Mail-Adresse und ist darüber erreichbar. Da E-Mails inzwischen zum Alltag gehören, ist ihre Akzeptanz deutlich höher als bei vielen anderen Wegen der Kommunikation im Internet.

E-Mails bieten Dir zudem die Möglichkeit, einzelne Nutzer gezielt anzuschreiben und ihm das zu schicken, was ihn wirklich interessiert. Dadurch erhältst Du den Kontakt zu ihm aufrecht und bleibst ihm dauerhaft im Gedächtnis.

Newsletter sind dabei nicht die einzige Möglichkeit, Deine Leser mit Hilfe von E-Mails an Deinen Blog zu binden. Auch eine automatische Benachrichtigung für Reaktionen auf ihre Kommentare unter Deinen Blogartikeln wird von vielen Lesern gerne genutzt.

Newsletter: Darauf musst Du achten

In Deutschland darfst Du einen Newsletter nur an Nutzer schicken, die dies explizit gestattet habe. Auch der Speicherung seiner Daten muss der Nutzer erst zustimmen. Du kannst also nicht einfach Nutzer anschreiben, deren E-Mail-Adresse Du irgendwo gefunden oder für einen anderen Zweck als eine Newsletter-Zustellung bekommen hast. Dasselbe gilt für Beitragsbenachrichtigungen.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, solltest Du deshalb das Double-Opt-In-Verfahren nutzen. Damit trägt der Nutzer sich in den Newsletter ein und erhält anschließend eine Mail mit einem Bestätigungslink. Erst, wenn er diesen anklickt, wird er zukünftig Deinen Newsletter erhalten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass auch wirklich dieser Nutzer seine Zustimmung erteilt hat, Mails von Dir zu erhalten.

Ebenfalls vorgeschrieben ist die Möglichkeit, einen Newsletter jederzeit wieder abbestellen zu können. Dafür reicht ein Link am Ende jedes Newsletters aus, über den der Empfänger sich austragen kann.

Die technische Umsetzung

Wenn Du einen Newsletter einrichten willst, solltest Du dafür nicht einfach Dein E-Mail-Programm nutzen. Wenn Du die oben aufgeführten rechtlichen Rahmenlinien einhalten willst, ist dies ohne automatisierte Funktionen kaum zu leisten. Diese bietet nur eine Software für Newsletter. Auch für die optimale Gestaltung Deines Newsletters, z. B. eine festgelegte Folge von Mails für alle Neuabonnenten (sogenannter Autoresponder), ist eine entsprechende Software notwendig. Eine statistische Auswertung darüber, wie viele Empfänger Deinen Newsletter öffnen, kann Dir Dein normales E-Mail-Programm ebenfalls nicht bieten.

WordPress bietet dafür verschiedene Plugins an. Meist gibt es diese Plugins in einer kostenlosen Variante, die aber nur eine bestimmte Zahl von Abonnenten erlaubt, sowie einer zahlungspflichtigen Premiumvariante. Darunter sind MailPoet und das mit einem sehr kreativen Namen versehene Plugin Newsletter. Das von uns gern genutzte Mailster ist nur als kostenpflichtiges Premium Plugin verfügbar. Dafür muss der Kaufpreis nur einmal pro Domain gezahlt werden und enthält lebenslange Updates.

Wenn Dich keines dieser Plugins anspricht, kannst Du auf externe Dienste für Newsletter-Software zurückgreifen. Zu diesen Anbietern zählen neben ConvertKit und MailChimp auch das in deutschsprachigen Raum sehr beliebte Klick-Tipp. Speziell, wenn Dein Newsletter-Verteiler eine bestimmte Größe erreicht, Du spezielle Funktionen brauchst oder großen Wert auf Rechtssicherheit legst, empfiehlt sich die Nutzung eines externen Dienstes für die Pflege Deines Newsletters.

Ehe Du Dich für eine Lösung entscheidest, lohnt es sich, genau zu überlegen, welche Funktionen Du benötigst. Denn nicht jede Software bietet Dir alles an. Möchtest Du neuen Abonnenten eine festgelegte Serie mit Mails schicken oder automatisch Nutzer aus dem Newsletter entfernen, die Deine Mails nicht öffnen? Entscheide erst, was genau Du möchtest, und wähle dann das passende Programm aus.

Übrigens: Wir beginnen gerade ein Newsletter Anbieter Projekt aufzubauen mit weiteren Informationen, Artikeln und Vergleichsmöglichkeiten zu den verschiedenen Newsletter Diensten und WordPress Plugins.

Fazit

Die weite Verbreitung der E-Mail hat zwei Seiten: Jeder hat sie, aber auch jeder hat ein Postfach, das allzu oft aus allen Nähten platzt. Um aus dieser Masse herauszustechen, ist es wichtig, dass Dein Leser Deine E-Mails gerne liest und sie für ihn einen Nutzen haben. Es macht durchaus Arbeit, regelmäßig einen guten Newsletter zu schreiben. Aber diese Mühe lohnt sich, denn Newsletter sind ein mächtiges Werkzeug, um die Leser Deines Blogs langfristig zu binden.